Neubau dringend nötig: Es soll eine neue Auffangstation in Triberg her – das ist geplant

Seit 1966 betreibt der Tierschutzverein Triberg die Auffangstation in der Retsche. Jacqueline Hettich, Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Triberg, hält den Bauplan für die künftige Station in den Händen.
Raphael SickingerSeit 60 Jahren betreibt der Tierschutzverein Triberg die Auffangstation in der Retsche. Doch das Gebäude ist über die Jahre baufällig geworden und entspricht inzwischen nicht mehr den heutigen Tierschutzverordnungen. Um langfristig handlungsfähig zu bleiben, sei ein Neubau dringend notwendig, erklärt Jacqueline Hettich, Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Triberg.
Die bestehende Auffangstation soll komplett abgerissen werden. „Wir haben aktuell kein fließendes Wasser, es wird nicht beheizt, das Dach ist marode und es sind auch keine Tiere untergebracht“, so Hettich. Derzeit werden die Tiere über private Pflegestellen versorgt.
Nach Angaben des Vereins entlastet dessen Arbeit das Kreistierheim in Donaueschingen erheblich. Dieses müsse regelmäßig Aufnahmestopps verhängen, da es an seine Kapazitätsgrenzen stoße. Durch die Tätigkeit des Triberger Tierschutzvereins würden dort jährlich rund 140 Tieraufnahmen erspart, so Hettich. „Wir sind ein wichtiger Teil der Infrastruktur im Schwarzwald-Baar-Kreis und sparen zudem weite Wege bis nach Donaueschingen.“
Die neue Auffangstation
Geplant ist ein komplett neues, zweigeschossiges Gebäude. Vorgesehen sind ein Hundezimmer mit überdachtem Auslauf sowie insgesamt sechs Katzenzimmer – zwei kleinere im Untergeschoss und vier größere im Dachgeschoss. Darüber hinaus soll ein Vereinsraum entstehen, in dem unter anderem der Tierschutzstammtisch stattfinden kann.

Das neue Gebäude mit den Umrissen nach Bauplan.
Foto: Tierschutzverein TribergKünftig könnten in der neuen Auffangstation zwischen 20 und 25 Katzen sowie bis zu drei Hunde gleichzeitig untergebracht werden. Auch Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen sollen versorgt werden können.
Finanzierung abhängig von Spenden
„Wir werden auf jeden Fall bauen – in welcher Größe, hängt von unseren finanziellen Möglichkeiten ab“, stellt Hettich klar. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf rund 350.000 Euro geschätzt. Unterstützung erhält der Verein von den Gemeinden Triberg, Schonach und Schönwald, die die Arbeit des Tierschutzvereins finanziell fördern wollen.
Zwar verfüge der Verein über Eigenkapital und erhalte Zuschüsse vom Deutschen Tierschutzbund sowie vom Regierungspräsidium, dennoch sei man auf weitere Spenden angewiesen. Deshalb wurde ein Spendenaufruf gestartet, mit dem 20.000 Euro gesammelt werden sollen.
Sollten die finanziellen Mittel nicht ausreichen, werde zunächst auf den geplanten Vereinsraum verzichtet oder der Bau schrittweise umgesetzt, um die Kosten besser verteilen zu können.
2028 soll die neue Auffangstation stehen
Zunächst soll eine Bauvoranfrage bei der Stadt Triberg eingereicht werden. Der Bauantrag soll bis Oktober gestellt sein, läuft alles nach Plan, könnte der Bau im kommenden Frühjahr beginnen, sagt Hettich. Die Fertigstellung der neuen Auffangstation ist für das Jahr 2028 vorgesehen.
Spendenaufruf gestartet
Spenden
Da der Neubau mit erheblichen Kosten verbunden ist, die der Tierschutzverein Triberg mit 300 Mitgliedern nicht allein stemmen kann, wurde ein Spendenaufruf ins Leben gerufen. Ziel ist es 20.000 Euro zu sammeln. Unter https://www.gofundme.com/f/neubau-auffangstation-in-der-retsche kann gespendet werden.
