Naturfreibad in Schonach
: Ein massives Nachfolgeproblem zeichnet sich ab

Ernsthafte Sorgen macht man sich in der Verwaltung über den Fortbestand des Schonacher Naturfreibads. Am Horizont zeichnet sich ein Personalproblem ab.
Von
Claudius Eberl
Oberndorf
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Wie geht es weiter in Sachen Badeaufsicht im Naturfreibad Schonach? Darum ging es bei der Bürgerversammlung. (Archivfoto)

Gemeindeverwaltung Schonach

Nicht dass man diese bei der Bevölkerung so beliebte Einrichtung schließen wolle, Gedanken müsse man sich aber über das Thema Badeaufsicht machen, erklärte Bürgermeister Jörg Frey im Zuge der Bürgerversammlung.

Dass die Einrichtung einen enormen Stellenwert hat, zeige der Besuch und nicht zuletzt die Bereitschaft vieler, bei Herrichten der Anlage im Frühjahr mit Hand anzulegen, erklärte Frey. Aber: Der seit Jahrzehnten tätige Bademeister Günter Herr wird in den kommenden zwei, drei Jahren in den Ruhestand gehen. Einen neuen Bademeister zu finden, werde wohl zu einer kaum lösbaren Aufgabe.

Denn die Stelle ist auf wenige Sommermonate beschränkt, Bademeister suchen aber eher einen Ganzjahresjob. „So jemand flexiblen wie das Günter Herr ist, werden wir wohl kaum mehr finden“, befürchtete Frey. Denn Herr ist im Sommer Bademeister; im Winter sorgt er sich um Pisten und Loipen sowie die Beschneiungsanlagen. Ohne rechtlich zugelassene Badeaufsicht aber kann das Freibad nicht offengehalten werden.

Natürlich schreibe man die Stelle aus. Sollte man aber keine Bewerbungen erhalten, bliebe nach Freys Ansicht nur ein Pool von Rettungsschwimmern aus Schonach, die bereit seien, abwechselnd Dienst zu tun.

Badesee statt Freibad? Das geht nicht

Das Freibad in einen Badesee umzuwandeln sei übrigens keine Option: In dem Fall müsste nämlich jegliche Infrastruktur wie Kiosk, Duschen, Toiletten oder Wasserrutschen zurückgebaut werden.

Baulich sind Ertüchtigungen nötig

Ein weiteres Problem sei der bauliche Zustand des Beckens, schilderte Frey. Die müsste dringend saniert werden. Eine Option wäre es, die Mauern links und rechts vom Eingang sowie an der hinteren Seite abzureißen und dort eine Art Strand anzulegen. Dies würde vieles an Unterhalt einsparen. Die Wand am Kiosk müsse allerdings stehen bleiben, die sei zur Stauung des Wassers unerlässlich.

Konkrete Vorschläge oder Aussagen zu den Ideen der Verwaltung kamen aus den Reihen der Besucher keine. Frey bat darum, eigene Ideen sowie die Meinung zu den Vorschlägen der Verwaltung gerne per E-Mail zu senden.

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