Natur in Furtwangen: Den Lebensraum Bach erkunden

Gemeinsam mit interessierten Kindern und Erwachsenen prüft Gewässerwart Jörg Klausmann beim „Tag der Artenvielfalt“ die Wasserqualität des Rohrbachs.
Hans-Jürgen Kommert- Naturerlebnistag in Furtwangen-Rohrbach: Fokus auf Lebensraum Bach und Wiese.
- Gewässerwart Jörg Klausmann zeigte Artenvielfalt und prüfte die Wasserqualität.
- Der Rohrbach war mit rund 20 Grad zu warm – Kinder pflanzten Weiden und Wildkirschen.
- Seltene Groppe im Aquarium, dazu ein toter Flusskrebs als Beispiel für sauberes Wasser.
- Kräuter-Workshop mit Wildkräutern, Filzen für Kinder und günstige Bewirtung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Aus dem Bregtal selbst hatten sich nur wenige Interessierte eingefunden – die Mehrzahl kam eher aus anderen Richtungen zu der Veranstaltung auf den Rohrbacher Dorfplatz. Diese begann um 14 Uhr und war für Naturfreunde jeden Alters offen. Im Mittelpunkt stand dabei die Erkundung des Lebensraums Bach, aber auch der Wiese. Zunächst zeigte Gewässerwart Jörg Klausmann, selbst Angler und Pächter des Rohrbachs, welche Vielzahl an Arten aus Tier- und Pflanzenwelt in und an unseren Gewässern lebt und einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leistet.

Von links: Nils, Ida, Jörg Klausmann und Luise pflanzen gemeinsam Bäumchen am Ufer des Rohrbachs.
Hans-Jürgen KommertBegonnen bei Kleinstlebewesen – den Bakterien, die kaum sichtbar sind – über winzige Fliegenlarven bis hin zu Fischen. Er machte darauf aufmerksam, dass ein Bewuchs am Gewässer-Randstreifen geradezu lebenswichtig für den Bach wie auch für darin lebende Tiere sei. Er selbst hatte zur Ansicht einen sehr seltenen kleinen Fisch gefangen, eine streng geschützte Groppe, für die er ein kleines Aquarium gerichtet hatte.
Dazu hatte er einen toten Bachbewohner dabei, einen kleinen Flusskrebs. Er erzählte, dass gerade diese Tiere nur in wirklich sauberem Wasser zu finden seien. Als er wegen des künftigen Radwegs den Bach „elektrisch“ über eine längere Strecke leergefischt hatte, habe er Hunderte der Krebse einsammeln können, obwohl er zuvor nie einen gefunden hatte.
Wasserqualität erkunden
Um den Teilnehmern die Wasserqualität aufzuzeigen, beprobte er mit ihnen gemeinsam die chemische und biologische Qualität des Rohrbachs – wobei er feststellte, dass der Bach eigentlich mit rund 20 Grad Celsius bereits zu warm war. Ein Grund dafür, dass er am Ende seiner Ausführungen einige Weiden und Wildkirchen am Ufer gemeinsam mit einigen Kindern pflanzte.
Darüber hinaus wartete Anja Bärmann für die Besucher mit einem Kräuter-Workshop auf, bei dem sie Wissenswertes über heimische Wildkräuter vermittelte – am Ende konnten sich alle an einem selbst zubereiteten Kräuterquark mit eigens dafür frisch gesammelten Kräutern erfreuen. Für Kinder bestand darüber hinaus die Möglichkeit, sich beim Filzen kreativ auszuprobieren.
Der Tag der Artenvielfalt bot für alle Teilnehmer ein spannendes Programm, geeignet für die ganze Familie. Jedermann war eingeladen, die Vielfalt der Natur vor der eigenen Haustür neu kennenzulernen – und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Speisen und Getränke waren für kleines Geld zu erhalten.