Nachruf in Triberg: Trauer um ehemaligen Stadtpfarrer

Der ehemalige Stadtpfarrer Siegfried Meier ist vielen in guter Erinnerung.
Nikolaus ArnoldDie Nachricht verbreitete sich schnell: Der ehemalige Stadtpfarrer Siegfried Meier ist am 24. Januar in seinem Pfarrhaus in Steißlingen unerwartet verstorben.
Meier wurde am 11. September 1943 in Furtwangen geboren, wo er zunächst in einer Firma tätig war, bis er sich entschloss, als Spätberufener Theologie zu studieren und katholischer Priester zu werden.
Bevor er am 6. November 1984 als Nachfolger von Stadtpfarrer Anton Weber (1977-1984) nach Triberg kam, war er als Geistlicher in Konstanz tätig. Zusätzlich war Meier Administrator der Nachbarpfarreien Nußbach und Gremmelsbach.
Meier bleibt in Triberg als guter und großzügiger Seelsorger in Erinnerung, der tatkräftig mit anpackte, sehr belesen war und offen auf seine Mitmenschen zuging, wie das Gemeindeteam schreibt. Ganz selbstverständlich war er auch geistlicher Begleiter bei den Ferienlagern der Pfarrei St. Clemens. Er konnte auch närrisch sein, wie seine Auftritte beim Fastnachtsabend der Pfarrgemeinde bewiesen. Wenn es sein musste, äußerte er sich kritisch, selbst gegenüber dem Erzbischöflichen Ordinariat.
Neuen Kirchenführer initiiert
In seine Amtszeit fiel die Innenrenovation der Wallfahrtskirche Maria in der Tanne. Hierzu initiierte er die Herausgabe eines neuen Kirchenführers. Unvergessen bleibt den Tribergern auch seine Pfarrhaushälterin Katharina Wahl, die ihn nach Steißlingen begleitete, wohin er 1994 versetzt wurde. 2023 feierte er seinen 80. Geburtstag. In einem Nachruf schreibt die dortige Seelsorgeeinheit: „Er war Seelsorger, Begleiter und Freund, ein Hirte, der zuhörte, ermutigte und trug. Viele durften durch ihn Trost, Hoffnung und die Nähe Gottes erfahren.“ Seine letzte Ruhe findet Siegfried Meier auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Furtwangen.