Nach drei Jahren Vakanz: Schulleitung wieder komplett – Triberger Realschule hat eine neue Konrektorin

Ein schulisches Dreamteam: RST-Schulleiter Michael Engst freut sich, dass er mit Natalie Lehmann den Schülerinnen und Schülern seine neue Konrektorin vorstellen kann.
KommertWas lange währt, wird endlich gut: Das gute alte Sprichwort passt hervorragend, denn drei Jahre lang war Michael Engst, Leiter der Realschule, in der Schulleitung offiziell allein gelassen, nachdem sein Vorgänger Thomas Serazio vorzeitig aus dem Schuldienst ausstieg.
Nun konnte er aber seinen Schülerinnen und Schülern verkünden, dass es endlich geklappt hat: Seine neue Konrektorin ist ernannt – und es ist seine Wunschkandidatin aus dem eigenen Haus, Natalie Lehmann. Die junge Lehrerin hat nicht den geradesten Weg eingeschlagen.
Im Jahr 2010 „baute“ sie ihre Mittlere Reife an der Realschule Triberg mit ausgezeichneten Noten – die schlechteste war eine „Drei“ in Englisch, verpasst durch ihren heutigen Chef Michael Engst. Trotz hervorragender Noten entschied sie sich zu einer Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Hornberger Firma Duravit.
Doch schon während der Lehre entschied sie sich, in die Lehrtätigkeit zu gehen. „Ich bin eher zufällig auf die Fachlehrer-Ausbildung gestoßen“, schmunzelte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Zunächst aber schloss sie ihre Ausbildung ab – mit erneut sehr gutem Erfolg, arbeitete dann ein Jahr lang im Vertrieb der Firma – um ihrem Traumberuf näher zu kommen.
Anderer Werdegang
Nebenher arbeitete sie sich ein ganzes Jahr durch den Aufnahmemarathon. Es gab nur 30 Ausbildungsplätze an zwei Orten. Es folgte die Fachlehrer-Ausbildung in Karlsruhe, wo sie sich für Sport, AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales) und WBS (Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung) entschied. Mit 21 Jahren war sie Fachlehrerin.
Nach der Fachlehrerausbildung arbeitete sie zwei Jahre an der Gemeinschaftsschule in Mönchweiler, bevor sie an ihre „alte Schule“ nach Triberg kam. Sie schloss einen Deal mit dem Schulamt – sie arbeitete zu 65 Prozent an der RST und begann zeitgleich ein Studium an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg. „War ein bisschen ärgerlich – viel war für mich Wiederholung, weil ich es in der Schule täglich anwendete“, räumte sie ein.
„Das ist auch ein Stück weit das, was ich meinen Schülerinnen und Schülern immer vermittle: Auch wenn sie zunächst eine Ausbildung machen, steht ihnen durch das deutsche Bildungssystem jede andere Möglichkeit offen“, verdeutlichte sie im Gespräch.
Bachelor und Master abgeschlossen
Sie absolvierte Praktika und schloss zunächst mit dem Bachelor ab, setzte aber noch den Master drauf. Um die Ausbildung zeitlich etwas zu kürzen, nutzte sie die Schulferien für Kompaktseminare.
Bereits im Jahr 2022 hatte sie ihren Master in der Tasche, es stellte sich die Frage nach dem Referendariat. „Ich warf dazu meine neun Berufsjahre als Fachlehrerin in die Waagschale, daraufhin hat man mir das Referendariat erlassen“, lachte sie. Inzwischen hat sie einige Weiterbildungsmaßnahmen hinter sich, 2025 bewarb sie sich schließlich für die Stelle als Konrektorin, nachdem sie bereits einige Zeit „hineingeschnuppert“ hatte.
Und nun sind sie und ihr Schulleiter ein Team, das noch viel vorhat. „Es läuft derzeit Vieles in Sachen Schulentwicklung“, betonen beide.