Musikalische Reise
: Doppelkonzert in Gremmelsbach läutet den Frühling ein

Der Musikverein Gremmelsbach sorgte gemeinsam mit seinen Gästen für einen fulminanten musikalischen Frühlingsauftakt.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
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Da wird die Bühne eng: Unter der Leitung von Timo Hieske gibt es beim Frühlingskonzert des Musikvereins Trachtenkapelle Gremmelsbach eine ganz besondere Zugabe: Gemeinsam mit der Stadtkapelle Furtwangen spielen sie „Eine letzte Runde“.

Hans-Jürgen Kommert

Erneut hatte der Musikverein Trachtenkapelle Gremmelsbach zum Frühlingskonzert einladen – wie immer ins Kurhaus Triberg. Mehr als 200 Gäste erlebten einen fulminanten musikalischen Aufbruch in den Frühling.

„Genießen Sie diesen Abend mit wunderbarer Blasmusik“, empfahl Daniel Dresp aus dem Vorstandsteam den Gästen. Für Licht und Ton zeichnete sich einmal mehr Benjamin Hug verantwortlich.

Seit Jahren zelebrieren die Gremmelsbacher Musiker ihr Frühlingskonzert gemeinsam mit musikalischen Gästen – in diesem Jahr war die Stadtkapelle Furtwangen mit ihrem musikalischen Leiter Timo Hieske zu Besuch.

Gäste aus Furtwangen

Zunächst eroberten die Gäste aus Furtwangen die Bühne des Kurhauses. Moderiert von Sophie Scholl und eingeführt durch den Vorsitzenden Manuel Burgbacher, die viel Wissenswertes über die dargebotenen Stücke erzählen konnten, bewiesen die Musiker mit ihrem Dirigenten Timo Hieske ihre ganze Klasse. Sie arbeiteten sich mit ihrer Musik durch Jahrmillionen, beginnend mit dem „Olympic Fire“, einer Auftragsarbeit aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Blasmusikverbands Tirol.

Später ließ das Ensemble 99 Luftballons steigen. In die griechische Mythologie führte „Cassiopeia“, die man heute noch am Sternenhimmel bewundern kann. Und, eigentlich als Schlussstück gedacht, ging es wiederum in die Geschichte mit dem Konzertmarsch „Bergwelt“, der in die Dolomiten und ihre Entstehung entführt.

Das Publikum gab sich aber nicht zufrieden, so dass Hieske seine Musiker das Stück „Lummerland“ spielen und dann mit der Burgfelsen-Pola auch ein Böhmisches Stück erklingen ließ. Als „großartig, unterhaltsam und anspruchsvoll“ bezeichnete Dresp das Dargebotene.

Musiker geben ihr Bestes

Doch auch seine Musikerkameraden, die unter der Leitung von Benjamin Hummel mit etwa 30 eigenen Musikern sowie einigen Aushilfen antraten, gaben ihr Bestes, um einen gelungenen Start in den Frühling zu bieten. Unterstützt wurden sie von Leonie und Hannah Finkbeiner, die die Moderation übernommen hatten.

„O Vitinho“ von Francesco Marques Neto stand für die beschwingte Heiterkeit Portugals. „Schmelzende Riesen“ verdeutlichte danach die Folgen des Klimawandels.

Mit einem großartigen Posaunensolo von Elia Dieterle und bewusst zurückhaltendem Orchester glänzte „Sweet Memory“. In die Vulkanlandschaft Lanzarotes entführten die „Feuerberge“ von Markus Götz.

Als Zugabe gab es zunächst die Weinkeller Polka – hätte der Vorsitzende nicht eine Überraschung angekündigt. Wie schon vor zwei Jahren gab es ein Zusammenrücken: Unter der Leitung von Timo Hieske spielte das gemeinsame Ensemble beider Kapellen zum Abschluss die Polka „Eine letzte Runde“ der Kaiser Musikanten.

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