Mehr Ganztagsbetreuung: Gütenbach reagiert auf Wünsche der Eltern, trotz Personalsorgen

Für die Ganztagsbetreuung der Schulkinder in Gütenbach müssen Eltern künftig mehr bezahlen. (Symbolbild)
lordn - stock.adobe.com- Gütenbach erweitert die Kita-Ganztagsbetreuung auf drei Tage – sofern Personal gefunden wird.
- Umfragen ergaben Bedarf bis zu fünf Tagen, freitags jedoch nur für ein Kind Ü3.
- Ein zusätzlicher Ganztag kostet rund 20.000 Euro pro Jahr; eine Kündigung erschwert die Planung.
- 80 Prozent der Eltern sind mit der Schulbetreuung bis 13 Uhr zufrieden, bis 16 Uhr nutzen bis zu neun Kinder.
- Elternbeiträge steigen: Vormittag und flexible Mittag je 35 Euro, Ferien 40 Euro pro Woche, gültig ab 1. August.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kleinkind- und Ganztags-Schulbetreuung standen in Gütenbach im Fokus von Bedarfsumfragen. Diese wurden von jeweils weniger als 50 Prozent der Betroffenen beantwortet, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Derzeit stehen im Kindergarten zwei Modelle zur Verfügung. Da ist die Variante „Verlängerte Öffnungszeiten“ (VÖ) mit Betreuungszeiten von 7 bis 13 Uhr an fünf Tagen, gegebenenfalls aber auch drei oder vier Tage VÖ und ein bis zwei Tage Ganztagsbetreuung (bis 16 Uhr). Die Ganztagsbetreuung steht derzeit am Dienstag und Donnerstag zur Verfügung.
In den Umfragen wurde bis zu fünfmal Ganztagsbetreuung angeregt, wobei freitags nur für ein Kind Ü3 Bedarf angemeldet wurde. Anders sehe das bei jüngeren Kindern aus, hier gebe es Bedarf für zwei bis vier Kinder – wobei vier für die bereits bestehenden Tage gelte. Positiv zu vermerken sei, dass auch für die folgenden Kindergartenjahre genug Potenzial vorhanden sei, lediglich für 2026/2027 bestehe die Möglichkeit, dass ein Kind auf die Warteliste komme.
Ein weiterer Tag für 20.000 Euro jährlich
Problematisch ist die Zahl der Erzieherinnen. Aktuell habe man zwar eine volle Personaldecke, jedoch gab es zu Beginn des neuen Kindergartenjahres bereits eine Kündigung. Man sei aber auf der Suche. Ein weiterer Tag Ganztagsbetreuung koste im Übrigen knapp 20.000 Euro jährlich. Nachdem sich hauptsächlich Janina Wursthorn für eine Ausweitung der Ganztagsbetreuung ausgesprochen hatte, beschloss der Gemeinderat – bei zwei Gegenstimmen –, der Änderung der Betriebszeiten der Ganztagsbetreuung auf drei Tage zuzustimmen – unter der Voraussetzung, dass bis dahin das erforderliche Personal vorhanden sei.
So zufrieden sind die Eltern
Für Fragen standen Leiterin Melanie Jaksic und Kindergarten-Geschäftsführerin Ruth Greitmann zur Verfügung. In Bezug auf die Ganztagsbetreuung der Erstklässler gab es folgende Antworten: Gut 80 Prozent äußerten sich zufrieden mit der bestehenden Regelung, die im Prinzip wie die „verlässliche Grundschule“ mit Randstundenbetreuung ab 7 Uhr und mittags bis 13 Uhr Betreuung bietet. Die Betreuung bis 16 Uhr mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung werde unterschiedlich angenommen, wobei maximal neun Kinder anwesend seien. Einige wenige Eltern wünschen eine Betreuung bis 14 Uhr.
Die Ferienbetreuung läuft derzeit ebenfalls bis 13 Uhr, hier werden die 20 Schließtage auf eine Woche in der Mitte der Ferienzeit und in den Weihnachtsferien beansprucht. Der finanzielle Aufwand für die Gemeinde betrug im Vorjahr rund 40.500 Euro.
Das kostet es künftig
Der Gemeinderat nahm die Bedarfsabfrage zur Kenntnis, die Betreuungszeiten bleiben unangetastet. Die Kosten sollen für die Vormittagsbetreuung und die flexible Mittagsbetreuung um fünf Euro auf dann jeweils 35 Euro pro Monat steigen, die Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr ebenfalls um fünf Euro. Hier betragen die Kosten künftig 25, 45 respektive 65 Euro, je nachdem, ob ein Tag, zwei oder bis zu vier Tage beansprucht werden. Die Ferienbetreuung soll künftig 40 statt 30 Euro je Woche kosten. Diese Satzung tritt nach einstimmigem Beschluss zum 1. August in Kraft.
