Landschaftsmalerei im düsteren Stil
: Walter Hättich stellt in Schonach aus

Walter Hättich aus Schönenbach stellt seine Kunstwerke in „Tante Emmas Glück“ in Schonach aus. Helle Kontraste auf dunklem Hintergrund erzeugen eine einzigartige Atmosphäre.
Von
Raphael Sickinger
Oberndorf
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Walter Hättich aus Schönenbach ist bekannt für seine Landschaftsgemälde. Sie zeichnen sich durch den Kontrast zwischen Hell und Dunkel aus.

Raphael Sickinger

Die Ausstellung von Walter Hättich im Geschäft „Tante Emma Glück“ in Schonach wird am Freitag, 26. September, eröffnet. Der 75-jährige Schönenbacher präsentiert seine Werke – oft sind es Landschaftsbilder, mal mit Menschen, selten auch Portraits.

Eine Spezialität von ihm ist es, Uhrenschilder anzufertigen und anschließend zu verzieren. Es ist nicht die erste Ausstellung von Hättich, die jüngste war vor drei Jahren in Hinterzarten.

Das Talent fürs Malen besaß er bereits in jungen Jahren. Mit gerade einmal sieben Jahren habe er das erste Ölgemälde gemalt. Walter Hättich erzählte, dass seine Mutter ihm ein „Malen nach Zahlen“ mitbrachte, als er eine Lungenentzündung erlitt. Den Auftrieb habe er seinem Arzt zu verdanken, da dieser begeistert war, wie gut er im Alter von sieben schon zeichnen konnte. Auch während der Schulzeit entwickelte sich Kunst zu seinem Lieblingsfach.

Besonderer Stil

Anfangs malte Hättich naturalistisch, durch eine Einladung von einer Künstlergilde aus Gutach wurde er auf moderne Kunst aufmerksam. Von abstrakter Kunst hält der 75-Jährige nicht viel, allerdings hat es ihn auf die Idee gebracht, etwas zu tun, was normal keiner tun.

„Junge Leute kaufen kein Bild mehr, das wie ein Foto ist“, sagt Walter Hättich. Das Malen auf schwarzer Leinwand macht seine Bilder besonders. Es reduziert auf das Wesentliche. Die Vorliebe zur dunklen Jahreszeit entstand durch die Zeit bei der Bundeswehr. Hättich war zwei Jahre im Skijägerzug in Fahl und entdeckte das Langlaufen für sich. Der Winter kommt in seinen Werken häufig vor, die Farben Schwarz und Weiß spiegeln den Hell-Dunkel-Kontrast wider.

Ein Werk, das eigens für die Ausstellung in Schonach angefertigt wurde

Foto: Raphael Sickinger

Für die Anfertigung eines Uhrenschilds benötige er um die 25 Stunden, so Walter Hättich. Die Schilder bestehen aus Fichtenholz, welches gedrechselt und mit Kreidegrund und Deckfarbe weiterbearbeitet wird. Schlussendlich kommt die Bemalung auf das Uhrenschild, eine Vergoldung mittels Blattgold oder Blumen, die mit Silver verziert sind, bilden die finalen Details.

Fokus auf dem Malen

Der Schönenbacher hat nach eigenen Angaben mehr als 1000 Uhrenschilder mit Blumenmotiven aller Art angefertigt. Mittlerweile lege er den Fokus aber auf das Malen, weil die Uhrenschilder aufwendig sind.

Das Schonacher Uhrenschild, detailhaft und filigran angefertigt

Foto: Raphael Sickinger

Zu seinen Vorbildern gehört Karl Straub, der letzte hauptberufliche Uhrenschildermacher. Walter Hättich hat ein kleines eigenes Museum zuhause, wo besondere Werke und Erinnerungen einen Platz bekommen haben. Dazu gehören auch die Werke von Karl Straub, sowie ein Portrait von Straub, welches Hättich selbst gemalt hat.

Der Maler begrüßt jeden, der sich die Zeit nimmt und seine Werke betrachtet, in „Tante Emmas Glück“ in Schonach. Hättich wird nicht immer vor Ort sein, aber stellt sich telefonisch zur Verfügung, wenn Interesse besteht, ein Gemälde oder ein Uhrenschild zu kaufen. Ausgestellt wird von 26. September bis 12. Oktober. Geöffnet ist die Ausstellung in der Regel dienstags bis samstags von 9 bis 12.30 Uhr. Am Eröffnungstag, Freitag, 26. September, ist zusätzlich von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Montags, am Freitag, 3., und Samstag, 4. Oktober, ist Ruhetag.

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