Kurioser Nachrücker-Fall in Linach: Drei handschriftliche Stimmen reichen für den Einzug in den Ortschaftsrat

Als neues Mitglied im Linacher Ortschaftsrat wurde in der jüngsten Sitzung Sandra Braun (von links) verpflichtet. Ortsvorsteher Philipp Hättich gratulierte ihr zu ihrer neuen Aufgabe ebenso wie die beiden anderen Ortschaftsräte Barbara Ploetz und Robert Müller.
Stefan Heimpel- Linach: Sandra Braun rückt in den Ortschaftsrat nach und wurde in der Sitzung vereidigt.
- Anlass war der Tod von Ortschaftsrat Detlef Wehrle, an den zu Beginn gedacht wurde.
- Bei der Kommunalwahl 2024 stand nur die CBL-Liste mit vier Kandidaten auf dem Zettel.
- Wähler trugen zusätzliche Namen ein – Braun erhielt drei der sieben Extra-Stimmen.
- So stand sie als Nachrückerin fest und sprach die Verpflichtungsformel mit Ortsvorsteher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als neues Mitglied des Ortschaftsrates Linach wurde in der jüngsten Sitzung Sandra Braun durch Ortsvorsteher Philipp Hättich vereidigt. Im März war Ortschaftsrat Detlef Wehrle verstorben, weshalb auch zu Beginn der Ortschaftsratssitzung seiner gedacht wurde. Dadurch war ein Platz im Ortschaftsrat frei geworden. Dieser besteht normalerweise aus vier Mitgliedern.
Die Wahl von Sandra Braun aus Linach als neues Mitglied des Ortschaftsrates war aber sehr ungewöhnlich. Denn bei der Wahl im Juni 2024 stand nur die Liste der Christlichen Bürgervereinigung Linach (CBL) mit vier Kandidaten zur Verfügung, die dann auch alle mit hoher Stimmenzahl gewählt wurden. Doch damit gab es keinen Nachrücker-Kandidaten aus der Liste, der dieses Amt nun hätte übernehmen können.
Bei der Kommunalwahl können die Wähler allerdings auch noch weitere mögliche Kandidaten auf dem Stimmzettel eintragen, während bei den Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen nur Bewerber zur Wahl stehen, die zuvor durch die Wahlorgane zugelassen wurden.
Am 9. Juni 2024 waren es in Linach 95 Wähler bei 122 Wahlberechtigten. Und es wurden noch weitere Kandidaten auf der Liste eingetragen und die dabei vergebenen sieben Stimmen entsprechend verteilt. Zu diesen zusätzlich genannten Kandidaten gehörte auch Sandra Braun, die drei der insgesamt sieben zusätzlichen Stimmen erhielt. Damit stand sie jetzt als Nachrückerin zur Verfügung und konnte, nachdem sie die Wahl angenommen hatte, verpflichtet werden.
So lautet die Verpflichtungsformel
Ortsvorsteher Philipp Hättich trug die Verpflichtungsformel vor, die dann von Sandra Braun wiederholt wurde: „Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Stadt gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohnerschaft nach Kräften zu fördern.” Hättich gratulierte ihr zu ihrer neuen Aufgabe, ebenso wie die beiden anderen Ortschaftsräte Barbara Ploetz und Robert Müller.
