Kunschtstüble in Furtwangen
: Monika Maier zeigt Werke im Rathaus

Monika Maier, ein Spross der Fabrikantenfamilie Ganter, stellt Bilder unter dem Titel „Schichten“ im Furtwanger Kunschtstüble aus. Ihre Werke sind überwiegend abstrakt.
Von
Siegfried Kouba
Oberndorf
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Die Ausstellung „Schichten“ wird im Rathaus durch Bürgermeisterstellvertreter Manfred Kühne (von links), der Malerin Monika Maier und dem Ehepaar Mateusz Budasz und Ariane Faller eröffnet. Auf ­abstrakte Spuren muss der Betrachter gehen.

Siegfried Kouba

Wieder ist das Kunschtstüble des Rathauses mit Malereien bestückt. Diesmal zeigt die Furtwangerin Monika Maier 25 Exponate unter dem Titel „Schichten“.

Am Freitag war Eröffnungsfeier vor einem großen Auditorium im Bürgersaal. Das Kuratorienehepaar Ariane Faller und Mateusz Budasz ließ die Künstlerin, die nicht als Profi deklariert werden will, ihren Werdegang schildern. Launig begrüßte Bürgermeisterstellvertreter Manfred Kühne die Gäste und stellte die Beziehung der Malerin zu ihrem Großonkel Ernst Ganter heraus. Die letzte diesjährige Ausstellung reiche bis ins Jahr 2026 hinein, und die Stafette gebe der kunstbegeisterte Bürgermeister Josef Herdner an seinen Nachfolger weiter. Die Unterstützung des Gemeinderates werde garantiert, denn „Kunst ist für Furtwangen unerlässlich“.

Monika Maier blickte in ihre Kindheit zurück, als sie bei ihrem „Götti“ Ernst Ganter erste malerische Kenntnisse erwarb. Zum Ritual wurden die Samstage, an denen die Kinder der Ganter-Wild-Niesen-Familien zum Turnen, zu ausgefallenen Speisen und zur Malerei eingeladen waren. Jedes Kind erhielt eine Staffelei, oft ging es raus in die Natur oder zu Schwarzwaldhöfen. Enttäuscht war sie, als ein Kunstlehrer ihr die Note Drei verpasste.

Dünen in Marokko nahezu naturgetreu dargestellt

Als junge Frau suchte sie neue Wege, weg von gegenständlicher Ausdrucksweise. Sie stellte sich die Frage, „welche Form liegt mir“ und belegte Kurse bei der Volkshochschule. Bilder des Buchs „Die Erde von oben“ abstrahierte sie. Bald konzentrierte sie sich auf „Horizonte“. In der Ausstellung gibt es ein „Ausnahmebild“, das Dünen in Marokko nahezu naturgetreu darstellt.

Ansonsten sind die über 20 Bilder fern vom Gegenständlich und zeigen eher Gedanken, die sich in unterschiedlichen Formen, Farben, Farbschichtungen und Deutungshinweisen äußern, die selbst transzendentale Aspekte beinhalten.

Entstehen eines Bildes ein langer Prozess

Schwarz und Weiß ergänzen die Farbpalette und sind Trennlinie „zwischen Erde und Himmel“. In der Werkgruppe Horizonte sieht sie Flammen als positive, geistliche Fanale und mit „Fenstern könne man Räume durchschreiten“. Oft ist das Entstehen eines Bildes ein langer Prozess, „aber wenn’s Bild gleich entsteht, ist’s auch recht“ und „gut ist, wenn man locker dran geht“.

Monika Maier steht ihren Werken selbstkritisch gegenüber, hat in ihrem Mann einen wertvollen Begleiter und lässt sich von Kollegen der Gruppe KunstHoch5 inspirieren.

Die Ausstellung

Öffnungszeiten
Die Ausstellung im Furtwanger Rathaus ist bis 23. Januar zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Daneben kann man Termine vereinbaren unter Telefon 07723 939108 oder E-Mail FHermann.stadt@Furtwangen.de.

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