Krumperschloss Hammereisenbach: Ungewöhnliche Besichtigung zieht viele Gäste an

Etwa 70 Gäste folgten Thomas Demattio (Bildmitte mit Landkarte) bei seiner Wanderung zum Krumpenschloss.
Hartmut Ketterer- Ungewöhnliche Schlossbesichtigung lockte etwa 70 Gäste nach Hammereisenbach.
- Thomas Demattio führte zum Krumpenschloss und zeigte detaillierte Ansichten vor Ort.
- Herkunft des Ringwalls bleibt unklar, Kelten werden als mögliche Erbauer genannt.
- Krumpenschloss: ovaler Steinwall von etwa 150 × 80 Metern, bis zu zehn Meter hoch.
- Seit 2006 ist das Krumpenschloss als Kulturdenkmal eingetragen – Spekulation bleibt erlaubt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An die 70 Gäste wollten wissen, wo das Krumpenschloss auf einer Anhöhe bei Hammereisenbach liegt und welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Unter den Gästen waren die Hobby-Mineralogen Matthias Zizelmann und Robin Wolff, die einen wertvollen Beitrag über das verwendete Gestein beim Krumpenschloss machen konnten.
Trotz etlicher fachlicher Untersuchungen, 1989 haben die Vermessungsstudenten Thomas Maya und Bernd Volzer der Fachhochschule Stuttgart im Auftrag des Landesdenkmalamtes das Krumpenschloss vermessen, liegen bisher keine Beweise vor, wer und zu welchem Zweck das Krumpenschloss erbaute.
Der fürstliche Archivar Carl-Friedrich Döpser erwähnte 1782 erstmals das Krumpenschloss auf einer von ihm erstellten Zeichnung. Hier ist auch der nahegelegene Krumpenhof mit einer Kapelle zu sehen. Das Krumpenschloss besteht aus einer riesigen Anhäufung von Steinen in einer ovalen Form von etwa 150 × 80 Metern, teilweise bis zu zehn Meter hoch. Und wer baute diesen Ringwall?
Die Römer waren es nicht, denn sie hatten eine andere Wehrtechnik und bauten qualitativ hochwertiger. Eher infrage kommen die Kelten und die Verbindung nach Villingen, wo das keltische Fürstengrab am Magdalenenberg liegt.
Die Römer waren es nicht
Weiter für die Kelten spricht der etwa 1,5 Kilometer entfernte Handelsplatz Laubenhausen. Laubenhausen war eventuell eine frühhallstattzeitliche Siedlung und durch eine mindestens vier Kilometer lange Befestigungsanlage geschützt. Flächenmäßig 70 bis 100 Hektar. Die reichen Eisenerzvorkommen im Bregtal könnten die Kelten genutzt haben. Aus dem Volksmund wird sogar erzählt, dass Laubenhausen eine große Handelsstadt war und erst nach deren Niedergang Villingen erbaut wurde.

Auf den historischen Mauerresten des Krumpenschlosses haben sich einige Kinder niedergesetzt.
Hartmut KettererVillingen wurde erstmals im Jahre 817 erwähnt und ist somit über 1200 Jahre alt. Damit kann auch Laubenhausen zeitlich eingestuft werden. Um beim Krumpenschloss zu bleiben, kann dieses auch als Festung für das gewonnene Eisen gesehen werden, wie auch zur Sicherung der Furt durch die Breg beim Fischerhof auf dem Handelsweg nach Villingen, oder als Fliehburg für die Laubenhausener und Bergbauer?
Es darf spekuliert werden
Im Jahre 2006 trug das Landesdenkmalamt Freiburg das Krumpenschloss in die Liste der zu schützenden Kulturdenkmäler ein. Und das Fazit von Thomas Demattio, der umfangreich recherchiert hatte. So lange es keine hinreichende und stichhaltige Erklärung über das Krumpenschloss gibt, darf weiterhin spekuliert werden.
Mit vielen detaillierten Ansichten des Krumpenschlosses, einer archäologischen Grabung unterhalb des Krumpenschlosses und Besichtigung vor Ort beeindruckte Demattio seine Gäste. Der mehr als verdiente Beifall am Ende der geschichtlichen Wanderung sprach für sich.