Kritische Finanzlage
: Vöhrenbach kämpft mit hohem Haushaltsdefizit

Der Vöhrenbacher Gemeinderat setzt die Beratungen zum Haushalt fort. Trotz Sparversuchen bleibt das Defizit groß.
Von
Stefan Heimpel
Oberndorf
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Eine knappe Kasse beschäftigt die Gemeinderäte in Vöhrenbach. Das Haushaltsdefizit ist immer noch hoch.

dpa-tmn/Andrea Warnecke

Fortgesetzt wurden im Vöhrenbacher Gemeinderat die Beratungen zum Haushalt. Dabei machte Kämmerer Armin Pfriender deutlich: Das weiterhin vorhandene negative ordentliche Ergebnis des Haushaltes ist dringend Grund und Anlass zu Diskussionen und Entscheidungen über Einsparungen (Streichungen, Kürzungen, Verschiebungen) und zu eventuell möglichen mehr Erträgen beispielsweise durch Gebührenerhöhungen.

Nach der jetzigen Entwurfsplanung bleibt immer noch ein negatives ordentliches Ergebnis, der Haushalt ist also nicht ausgeglichen.

Durch Veränderungen wurde bereits eine Verbesserung um 100 000 Euro erreicht, aber es besteht immer noch ein Minus von 700 000 Euro. Die Abschreibungen im Haushalt werden also nicht vollständig erwirtschaftet. Zwar ergebe sich ein Zahlungsmittelüberschuss bei der laufenden Verwaltung doch müssen wiederum Kredite zum Haushaltsausgleich aufgenommen werden. Damit steigen in den kommenden Jahren die Zins- und Tilgungsleistungen mit entsprechenden Auswirkungen und Einschränkungen weiter an.

Positiv wirkt sich das gute Ergebnis im Forsthaushalt aus. Aber die Ausgaben für die Sanierung des Rathauses oder die geplante Schwimmbad-Sanierung belasten den Haushalt. Die vorgeschriebene Liquidität bewege sich in einem kritischen Grenzbereich.

Aktuell, so Bürgermeister Heiko Wehrle, laufe die Ausschreibung für die Planer der Schwimmi-Sanierung. Mitte März werde man dann entsprechende Gespräche mit den Planern führen. Dabei müsse man, so Daniel Weisser, darauf achten, jeden Euro einzeln umzudrehen. Für die Planung in diesem Jahr sind 500 000 Euro eingeplant. Der große Batzen, so Kämmerer Armin Pfriender, kommt 2027: Dann werde das Freibad für ein ganzes Jahr geschlossen und Sanierungskosten von rund vier Millionen Euro eingeplant.

Ausgaben verschieben

Für die weiteren Beratungen hatte Armin Pfriender bereits einige Positionen verbessert und die Ausgaben reduziert. In der Gemeinderatssitzung kamen allerdings wenig konkrete Vorschläge auf, am ehesten waren es Verschiebungen bei den Ausgaben, beispielsweise auf das kommende Jahr.

Beim Gemeindesaal in Langenbach wurde deutlich, dass hier schon viel durch ehrenamtliches Engagement erreicht wurde. Die zur Verfügung stehenden Gelder sollen nun vor allem für die energetische Sanierung der Fassade und die Heizung genutzt werden. Hier sollte man die Gasheizung ersetzen. Ein Umstieg auf Wärmepumpe wäre erst sinnvoll, wenn Dach und Fassade isoliert sind. Die Gasheizung selbst sei aber in einem schlechten Zustand und könne jederzeit ausfallen.

Poolfahrzeug für das Rathaus

Ebenfalls angesprochen wurde der Wohnmobilstellplatz, der mit Wasser und Strom aufgewertet werden könnte. Dann müssten aber Gebühren erhoben werden. Überlegt wird auch die Anschaffung eines Poolfahrzeugs für das Rathaus, wenn man erneut einen Zuschuss von der Naturenergie erhalten könnte.

Es gab Einsparungen bei den Ausgaben, aber auch Neues: für Sanierungen im Kindergarten wurden 37 000 Euro angesetzt und für die neue Steuerung in der Kläranlage liegt der Anteil für Vöhrenbach bei etwa 130 000 Euro. Insgesamt ergaben die neuen Zahlen aber keine großen Verschiebungen. Das kritische Defizit im Ergebnishaushalt von rund 700 000 Euro konnte bisher nur auf etwa 675 000 Euro gesenkt werden.

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