Konditormeisterin aus Schönwald: Lena Kaltenbach zur Kirschtorten-Botschafterin gekürt

Lena Kaltenbach mit einer Schwarzwälder Kirschtorte: Die Konditormeisterin aus Schönwald ist für zwei Jahre „Kirschtorten-Botschafterin“.
Hans-Jürgen KommertVor rund viereinhalb Jahren eröffneten Dominik und Lena Kaltenbach gemeinsam ihre Löwen Patisserie auf der Escheck. Es läuft bei ihnen – und nun ist Lena um eine weitere Erfahrung reicher: Beim Kirschtortenfestival im ausverkauften Kurhaus Todtnauberg wurde sie in die Jury berufen.
Die Jury für diesen außergewöhnlichen Wettbewerb bestand – neben Lena Kaltenbach – aus den Konditormeistern Armand Maier, Franz-Josef Koszinowsky und Walter Georg Blust sowie dem Küchenmeister Alfred Boch. Eine schwere Aufgabe, da die Jury 25 Schwarzwälder Kirschtorten zu verkosten hatte. Diese gab es im Kurhaus Todtnauberg in verschiedenen Farben und Formen, sowohl von Profi- als auch Hobbybäckern.
„Auf die Kirsche, fertig, los!“ – Diese Worte bildeten den Startschuss zum Wettbewerb beim Kirschtortenfestival. Dieses findet im zweijährigen Rhythmus im Kurhaus Todtnauberg statt. Heuer wurde zum zehnten Mal die „Königin der Torten“ und die beste Schwarzwälder Kirschtorte gekürt. Ein dunkler, mehrstöckiger Biskuitboden, Kirschen, reichlich Sahne, Schoko-Späne und natürlich Schwarzwälder Kirschwasser sind die Hauptzutaten für sie süße Versuchung.
Profis und Amateure traten in mehreren Runden gegeneinander an. Moderiert wurde die Veranstaltung von einem, den man auch in der Region kennt, Stefan Lubowitzki. Nach dem Wettbewerb begrüßten die Besucher begeistert den Sänger, Entertainer und Kirschtortenbotschafter Hansy Vogt.
Eine tolle Erfahrung
Erstmals in der Jury zeigte sich Konditormeisterin Lena Kaltenbach begeistert von der Aufgabe: „Eine tolle Erfahrung war das für mich, sehr spannend, vor allem aber auch sehr gut organisiert.“ Sie habe sich zunächst ein wenig an den erfahrenen Juroren orientiert, die zum Teil von Anbeginn an dabei seien. So sei alles viel schneller gegangen, als sie gedacht hatte.
Bewertet wurden die Torten nach den Kriterien Optik, Handwerk und Geschmack. Fantasievolle Torten wurden unter den strengen Augen der Juroren und vor laufenden Kameras in nur 20 Minuten kreiert. Ein Teilnehmer aus Gengenbach habe sich an eine rechteckige Interpretation gewagt und damit bei den Profis den zweiten Platz geholt. Auch das sei möglich, sagt Juror Armand Maier. Man könne jede Form wählen, sagte er, während er kritisch auf das Machwerk blickt. Doch die meisten Teilnehmer wählten die klassische runde Tortenform. Da nahm eine Teilnehmerin auf dem Kopf stehende Rosmarinzweige als Tannenbäume zur Verzierung. Ihre Liebe zum Schwarzwald zeigte sie noch dazu mit Mini-Wegweisern zum Feldberg.
Jede Torte wurde von den Jury-Mitgliedern probiert, bei 25 Teilnehmern waren das mindestens ebenso viele Kuchengabeln, manchmal auch zwei.
Zur Kirschtorten-Botschafterin gekürt
Wie bereits 2023 siegte Ana Kostava aus Furtwangen bei den Profis. Ihre sehr aufwendig kreierte Siegertorte wurde von einem großen Bollenhut gekrönt. Und als dann nahezu alles beendet war, folgte für die Schönwälder Konditormeisterin die nächste Überraschung: Sie durfte von Hansy Vogt die schwere künstliche Kirschtorte übernehmen, ist somit für zwei Jahre „Kirschtorten-Botschafterin“.
„Wir haben dafür einen schönen Platz gefunden – direkt am Eingang, wo jeder Gast die Torte sieht“, freuen sich Lena Kaltenbach und ihr Mann Dominik gemeinsam.