Kirche im Bregtal
: Vom Elektroniker zum Priester

Im Herbst wird Pfarrer Harald Bethäuser wieder einen Vikar für zwei oder drei Jahre als Verstärkung für die Pfarrgemeinden im oberen Bregtal bekommen.
Von
Stefan Heimpel
Furtwangen
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Der Neupriester Lukas Röder wird nun für zwei oder gar drei Jahre im oberen Bregtal als Vikar in den katholischen Pfarrgemeinden seinen Dienst tun.

Der Neupriester Lukas Röder wird nun für zwei oder gar drei Jahre im oberen Bregtal als Vikar in den katholischen Pfarrgemeinden seinen Dienst tun.

Lukas Röder
  • Neuer Vikar im oberen Bregtal: Neupriester Lukas Röder beginnt am 10. September in Furtwangen.
  • Er ersetzt Sandro Pröbstle, der zeitgleich seine neue Stelle in Haigerloch antritt.
  • Röder stammt aus Paimar, wurde von Erzbischof Stephan Burger geweiht – Primizspruch: „Jesus, für dich schlägt mein Herz!“
  • Sein Weg führte über eine Elektronikerausbildung, Abitur im zweiten Bildungsweg und Theologiestudium.
  • Erste Gottesdienste: am 12. und 13. September in Schönenbach, Katzensteig und Furtwangen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 10. September startet der Neupriester Lukas Röder seinen Dienst in Furtwangen. Zu diesem Zeitpunkt wird der bisherige Vikar Sandro Pröbstle seine neue Stelle in Haigerloch antreten und damit das Bregtal verlassen.

Erzbischof Stephan Burger weihte Lukas Röder am 10. Mai im Freiburger Münster zum Priester. Sein Primizspruch war: „Jesus, für dich schlägt mein Herz!“ (Joh 21,17). Als Vikar wird er nun während zwei oder gar drei Jahren in einer Pfarrgemeinde die Arbeit eines Priesters als Seelsorger ebenso wie als Verwalter einer Pfarrei kennenlernen.

An dieses erste Vikariat schließt sich ein zweites Vikariat an. Somit ist also Lukas Röder neben Pfarrer Harald Bethäuser für einige Zeit als Priester im oberen Bregtal aktiv.

Lukas Röder stammt aus Paimar, einem Stadtteil von Grünsfeld ganz im Norden der Erzdiözese im Dekanat Tauberbischofsheim. Paimar ist im Übrigen nur sechs Kilometer von Großrinderfeld, der Heimatgemeinde von Pfarrer Bethäuser, entfernt. Schon als Ministrant lernte er Pfarrer Bethäuser bei Vertretungen in seiner Gemeinde St. Laurentius kennen.

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Zweiter Bildungsweg

Sein Weg zum Priestertum sei allerdings nicht ganz geradlinig verlaufen, sagt Lukas Röder. Zuerst habe er eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik gemacht, bevor er sich später dazu entschloss, im zweiten Bildungsweg das Abitur im Seminar St. Matthias in Waldram nachzuholen und anschließend Theologie zu studieren. Das habe ihm selbst deutlich gemacht, dass Berufung oft nicht einfach auf einen Schlag klar ist, sondern wachsen und reifen darf.

2019 trat er dann ins Priesterseminar Collegium Borromaeum in Freiburg ein und studierte an der Universität Theologie. Sein Gemeindepraktikum absolvierte er 2021 in Konstanz-Petershausen. Ein Jahr lang studierte er außerdem in Rom. Nach dem Abschluss seines Studiums 2024 wirkte er für eineinhalb Jahre in der Kirchengemeinde Wiesloch und wurde in dieser Zeit auch am 22. Juni 2025 in der Stadtkirche St. Martin in Tauberbischofsheim zum Diakon geweiht.

Lukas Röder wurde am 10. Mai im Freiburger Münster durch Erzbischof Stephan Burger zum Priester geweiht. Sein Primizspruch war: „Jesus, für dich schlägt mein Herz!“

Lukas Röder wurde am 10. Mai im Freiburger Münster durch Erzbischof Stephan Burger zum Priester geweiht. Sein Primizspruch war: „Jesus, für dich schlägt mein Herz!“

Erzdiözese Freiburg/Peter Cupec

Wichtige Schritte auf dem Weg zum Priesterberuf waren für ihn sein Dienst als Ministrant und später viele weitere Aktivitäten wie Jugendgottesdienste, Sternsingeraktionen oder Taizé-Gebete. Besonders prägte ihn auch immer wieder die Begegnung mit seinem Onkel Reinhold Baumann, Pfarrer unter anderem in Trochtelfingen und dann in Freudenberg am Main.

Ein besonders prägender Moment auf dem Weg seiner Berufung war 2011 seine Pilgerfahrt zum Weltjugendtag in Madrid, bei der er die „Gemeinschaft vom Lamm“ kennenlernte. Diese Gemeinschaft ist ein Ordensinstitut in der römisch-katholischen Kirche, vor allem in Frankreich, das spirituell zur Ordensfamilie der Dominikaner gehört. Der Gemeinschaft ist er immer noch eng verbunden.

Menschen kennenlernen

Bis auf einen kurzen Besuch kennt er bisher die Gemeinden im Bregtal bisher nicht. Daher gelte es für ihn zuerst einmal, sich zurechtzufinden, viele Besuche zu machen und Menschen kennenzulernen. Eine seiner Stärken, so Lukas Röder, sei die Begleitung der Menschen in den verschiedensten Bereichen, gerade bei den Sakramenten. Auch Glaubensabende, gleichermaßen für Jugendliche wie für Erwachsene, könne er sich vorstellen.

In Wiesloch habe er bei seinem Diakonat einen Jugendgebetskreis gegründet, vielleicht sei etwas Ähnliches auch hier möglich. Als seine Hobbys bezeichnet er das Lesen, aber auch das Kaffeetrinken, gerade auch in einem Café.

Die Termine

Offiziell beginnt der Dienst von Lukas Röder als Vikar im oberen Bregtal am Donnerstag, 10. September. Am Wochenende darauf, 12. und 13. September, wird er dann gemeinsam mit Pfarrer Harald Bethäuser seine ersten Messen im Oberen Bregtal feiern: am Samstagabend in St. Nikolaus Schönenbach sowie am Sonntag in der Piuskapelle Katzensteig und in Sankt Cyriak Furtwangen.