Kindersommer in Weiler
: Tipps fürs richtige Verhalten in brenzligen Situationen

Bei einem Kurs des JuFo mit Kampfsporttrainer Kai Weisser lernten 17 Jungen und Mädchen in Weiler, wie sie sich in gefährlichen Situationen richtig verhalten – und warum Weglaufen oft die beste Verteidigung ist.
Von
Karlheinz Hoffmann
Königsfeld-Weiler
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Beim Selbstverteidigungskurs in Weiler lernten die Kinder zunächst, die richtige Grundstellung bei einem Angriff mit Schrittstellung und Händen vor dem Gesicht einzunehmen.

Beim Selbstverteidigungskurs in Weiler lernten die Kinder zunächst, die richtige Grundstellung bei einem Angriff mit Schrittstellung und Händen vor dem Gesicht einzunehmen.

Karlheinz Hoffmann
  • Selbstverteidigungskurs in Weiler: 17 Kinder lernen Verhalten in Gefahrensituationen.
  • Trainer Kai Weisser betonte Regeln wie Notwehr, Nothilfe und Verhältnismäßigkeit.
  • Wichtigste Botschaft: Deeskalieren, laut um Hilfe rufen – und wenn möglich weglaufen.
  • Praktisch geübt wurden Grundstellung, offene-Hand-Schläge, Tritte, Ellbogen, Kopfstoß und Knie.
  • Weisser kritisierte fehlende Absagen bei Verhinderung, war mit dem Kursverlauf insgesamt zufrieden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Während des Kindersommers hatte der Verein zur Förderung der Jugend von Weiler (JuFo)  Selbstverteidigung für Kinder angeboten. Kai Weisser vom Vorstandsteam und ausgebildeter Kampfsporttrainer zeigte den Kindern, auf was es ankommt.

17 Jungen und Mädchen waren in die Gemeindehalle gekommen. Zu Beginn erläuterte Kai Weisser erst einmal gewisse Regeln, die bei der Selbstverteidigung eine wichtige Rolle spielen. Es geht vor allem nicht nur um Spiel und Spaß, was er den Kindern in knapp zwei Stunden nahe bringen will.

Als oberstes Gebot gilt: „Selbstverteidigung heißt sich wehren und niemals selbst anfangen“. Dies unterstrich Kai Weisser auch mit der Aussage „ Der beste Kampf ist der, den man nicht kämpft“. Die Begriffe Notwehr und Nothilfe bezeichnen Angriffe auf einen selbst und gegen jemand anderen. Stets sollte nach Möglichkeit auch zu prüfen sein, ob die Verhältnismäßigkeit gewährleistet ist. Auch ist es von Bedeutung, die Situation zu deaskalieren und nichts zu unternehmen, was einem selbst Schaden kann.

Lautes Schreien um Hilfe

Zudem ging es um die Frage, wo Hilfe zu finden ist. Da gab es nützliche Tipps vom Trainer. Menschgruppen, ein Nachbar oder eine Bank, in die man reinlaufen, könnten hilfreich sein. Nützlich sei zudem lautes Schreien um Hilfe. Die beste Verteidigung ist es jedoch, wenn möglich schnell wegzulaufen.

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John durfte bei Kai Weiser den richtigen Fußtritt ausprobieren, was ihm auch schon gut gelungen ist.

John durfte bei Kai Weiser den richtigen Fußtritt ausprobieren, was ihm auch schon gut gelungen ist.

Karlheinz Hoffmann

Nach soviel Theorie ging es an praktische Übungen. Zuerst hatte Kai Weisser ein spielerisches Warmmachangebot für die Kinder vorbereitet. Sie durften sich wie verschiedene Tiere bewegen. Danach ging es sozusagen ans Eingemachte. So war zuerst die richtige Abwehrhaltung gefragt. Dies bedeutet, sich in Schrittstellung mit den Händen vor dem Gesicht auf einen möglichen Angriff einzustellen. Geschlagen wird nur mit der offenen Hand. Weitere Möglichkeiten sind Tritte mit dem Fuß, der Einsatz des Ellenbogens oder ein Kopfstoß. Äußerst wirksam ist der Einsatz mit dem Knie.

Trainer als Versuchsperson

Die Kinder durften zuerst beim Trainer die verschiedenen Arten ausprobieren. Auch untereinander durfte fleißig geübt werden. Es wurde stets versucht, soweit möglich auf eine korrekte Ausführung zu achten. Der Nachwuchs lernte schnell, auf was es ankommt.

Sehr zum Bedauern von Weisser  war auch wie bei anderen Terminen festzustellen, dass die Teilnahme bei Verhinderung nicht abgesagt wurde. Dies führt dazu, das Kinder auf der Warteliste dann auch nicht teilnehmen können. Insgesamt zeigte sich Weisser aber mit dem Erreichten des knapp zweistündigen Kurzlehrgangs zufrieden. Er hofft, den Jungen und Mädchen viel Nützliches für den Verteidigungsfall mit auf den Weg gegeben zu haben.