Kindergarten St. Martin Furtwangen
: Es bleibt beim Untergeschoss

Die Sanierung schreitet weiter voran. Eine Änderung in der Reihenfolge der Maßnahmen, wie von der Kirche gewünscht, lehnt der Gemeinderat ab. Zuerst kommt das UG dran.
Von
Stefan Heimpel
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Im Kindergarten St. Martin Furtwangen wird zuerst das Untergeschoss saniert. (Archivfoto)

Helen Moser

Als besonders wichtig eingeschätzt wurde weiterhin die Sanierung im Untergeschoss, wo die eindringende Feuchtigkeit für massive Probleme am Bau sorgt. Der Gemeinderat hatte bei der Planung beschlossen, den Bauabschnitt sieben (BA7) mit der Sanierung im Untergeschoss des Kindergartens vorzuziehen und den Bauabschnitt sechs (BA6, Flur) erst anschließend anzugehen.

Bereits im Juli hatte Architekt Jürgen Maute vorgeschlagen, doch zuerst den Flur BA6 zu sanieren. Wegen der massiven Schäden und der Gefahr weiterer Verschlechterungen durch die Feuchtigkeit im Untergeschoss hatte der Gemeinderat dies im Juli einstimmig abgelehnt. Nun kam aber vom Träger, der katholischen Kirchengemeinde, erneut der Antrag, zuerst den Flur zu sanieren. Bei den Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass die Arbeiten im Untergeschoss mit der Feuchtigkeit wesentlich umfangreicher und teurer ausfallen als erwartet.

Die ursprüngliche Schätzung lag bei rund 500 000 Euro, aktuell geht man aber von etwa 870 000 Euro Gesamtkosten (komplett einschließlich Einrichtung der Räume) aus.

Geschäftsführerin Ruth Greitmann trug als Vertreterin der Kirchengemeinde die Argumente vor. Im Erdgeschoss gehe es eng zu, es sei kalt und feucht, nachdem eine der beiden Heizungen stillgelegt worden war. Außerdem gebe es für die 22 Mitarbeiter nur eine einzige Toilette und keinen Raum, beispielsweise für Kleidung und persönliche Dinge.

Nicht zuletzt werde der Flur auch als Spielbereich genutzt und Engpässe gebe es, wenn die Kinder abgeholt werden. Für den Flur wurde ein finanzieller Beitrag der Kirchengemeinde beschlossen. Über einen solchen, deutlich höheren Anteil beim Untergeschoss müsste erst der neue Pfarreirat Quellenland entscheiden.

Auch ein einziger Abschnitt denkbar

Rainer Jung (FW) sah aber trotzdem die Sanierung des feuchten Untergeschosses als wichtiger an, auch wenn die Kosten deutlich höher ausfallen, selbst bei knappen Kassen.

Architekt Maute erläuterte, dass die ganze Maßnahme in einem Bauabschnitt realisierbar sei. Die Abdichtung mit Spezial-Beschichtungen müsse an einem Stück durchgeführt werden.

Bei Baubeginn im Sommer 2026 gehe er davon aus, dass die Abdichtung noch vor Beginn des Winters abgeschlossen ist. Die restlichen Arbeiten könnten anschließend bis zum Frühsommer 2028 beendet werden.

Kosten verteilen sich auf zwei Jahre

Rainer Jung sah es als positiv an, dass die hohen Kosten damit auch auf zwei Jahre aufgeteilt werden können. Auch die anderen Fraktionen waren der Meinung, dass das Untergeschoss wichtiger sei. Die Einschränkungen dadurch, dass dieser Spielbereich nicht genutzt werden kann, werde bei einer späteren Sanierung ebenso eine Rolle spielen. Nicht zuletzt werden im Untergeschoss dann auch Sozialräume für die Mitarbeiter eingerichtet.

Sorge wegen Schimmel

Silvia Zirlewagen (CDU) befürchtete, dass durch die Feuchtigkeit Schimmel ins Haus kommen könnte. Isolde Grieshaber (UL) machte deutlich, dass die Kinder inzwischen über vier neue Gruppenräume verfügen. Die Probleme im Flur seien damit sicher zu überbrücken, bis dann im Untergeschoss ein neuer toller Bereich entsteht. Guido Seng (IFF) befürchtete, dass man bei einem Verschieben noch mit wesentlich höheren Kosten rechnen müsse. Bei einer Enthaltung entschied dann der Gemeinderat, an seinem Beschluss vom Juli festzuhalten und zuerst den BA7 zu realisieren.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.