Hochschule in Furtwangen
: HFU stärkt transkulturellen Campus

Wie gelingt Integration über den Campus hinaus? Die Hochschule Furtwangen sucht Antworten – und entwickelt Ideen für ein Miteinander internationaler Studenten.
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(red/pm)
Oberndorf
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Schwarzwälder Bote

Die Hochschule Furtwangen (HFU) ist eine besonders internationale Hochschule – rund jede beziehungsweise jeder achte Studierende hat die Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben. Besonders viele „Internationals“ sind am Campus in Schwenningen eingeschrieben, der deshalb auch „International Campus“ der HFU heißt.

Was aber benötigen internationale Studierende, um sich an einer Hochschule und in ihrem Umfeld wirklich zu verwurzeln und von ihr als „Heimat“ zu profitieren? Laut einer Mitteilung ging dieser Frage der Workshop „Transkultureller Campus“ nach. Daran nahmen neben Rektoratsmitgliedern auch Professoren, Mitarbeiter, internationale Studenten sowie Gäste aus Unternehmen, Einrichtungen, Kirchen und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) teil.

Gemeinsam statt nur nebeneinander leben

„Transkultureller Campus bedeutet, dass wir hier ein Reallabor aufbauen wollen, in dem wir ausprobieren können, wie gemeinsames Wachsen auch für eine Gesellschaft funktionieren könnte“, erklärte HFU-Rektorin Alexandra Bormann. Gemeinsame Entwicklung bedeute, Vielfalt und Unterschiede anzuerkennen und sich darauf einzulassen. Ziel sei es, mit verschiedenen kulturellen Hintergründen nicht nur nebeneinander zu leben, sondern gemeinsam Neues entstehen zu lassen. Ulrike Salat und Julika Baumann Montecinos hatten gemeinsam mit dem Projektteam „HFU Cares“, das internationale Studierende unterstützt, ein Programm vorbereitet. An vier Thementischen wurden Ideen entwickelt.

Beim Schwerpunkt „Studierendenservices“ wurde unter anderem ein „International Counter“ als zentrale Anlaufstelle diskutiert. Beim Thema „Campusgestaltung“ ging es um Lern- und Begegnungsräume. Für „Externe Stakeholder“ wurde eine Zusammenarbeit mit der Stiftung „Wissenschaftsnachwuchs“ als vielversprechend bewertet, zudem wurden Möglichkeiten der besseren Vernetzung erörtert. Unter „Campusleben“ wurden Ideen wie ein gemeinsamer Garten oder zusätzliche Sportangebote genannt. „Der transkulturelle Campus ist ein stark vernetzter Campus, der über sich selbst hinausweist“, resümierte HFU-Kanzler Andreas Friedrich. Diskutiert wurden auch Gastfamilien, ein studentisches Café, Veranstaltungen für Bürger sowie Kontakte zu Vereinen und Unternehmen.

Erste konkrete Schritte werden vereinbart

Zum Abschluss tauschten sich HFU-Rektorin Bormann, DHBW-Rektor Lars Meierling, Henriette Stanley von der Wirtschaftsförderung sowie Studentin Adina Florentina Badea aus. Dabei wurde deutlich, dass internationale Studenten auch nach dem Studium vor Herausforderungen stehen.

Gleichzeitig wurden erste konkrete Schritte vereinbart: Projekte wie eine zentrale Anlaufstelle sollen zeitnah umgesetzt werden. Eine Fortsetzung des Workshops ist für Juli geplant.

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