Großübung in Vöhrenbach
: Maschinenbrand und Säureleck – Feuerwehr probt Ernstfall bei Walor

Unter realistischen Bedingungen trainierten die Einsatzkräfte auf dem Firmengelände Menschenrettung, Gefahrgutabwehr und den Umgang mit moderner Drohnentechnik.
Von
Hartmut Ketterer
Vöhrenbach
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Neongrün gefärbtes Wasser simulierte ausgelaufene Schwefelsäure bei der Übung der Vöhrenbacher Feuerwehr beim Automobilzulieferer Walor.

Neongrün gefärbtes Wasser simulierte ausgelaufene Schwefelsäure bei der Übung der Vöhrenbacher Feuerwehr beim Automobilzulieferer Walor.

Hartmut Ketterer
  • Feuerwehr probte Ernstfall bei Walor in Vöhrenbach – Maschinenbrand und Säureleck als Szenario.
  • Ein IBC-Container mit „Schwefelsäure“ fiel vom Stapler, neongrünes Wasser markierte die Leckage.
  • Drohne identifizierte die Containerfüllung und entdeckte eine bewusstlose Person neben dem Behälter.
  • In der Halle suchten Kräfte im Rauch einen gestürzten Arbeiter, Menschenrettung hatte Priorität.
  • Mehrere Abteilungen übten gemeinsam, Leitung bei Alexander Schneider; Fazit: effektives Vorgehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Übung mit Realitätscharakter meisterte die Feuerwehr Vöhrenbach mit Teilortswehren beim Automobilzulieferer Walor.

Was war das Szenario? Ein angenommener Maschinenbrand brachte die Lage ins Rollen. Beobachtet hatte dies ein Staplerfahrer, der gerade einen IBC-Container mit 1000 Litern „Schwefelsäure“ transportierte. In der Hektik der Alarmierung fiel der Container von der Gabel des Staplers und schlug leck. „Schwefelsäure“ breitete sich über den Platz zwischen den Firmengebäuden aus.

Drohne findet den „Verletzten“

Beim Eintreffen der Vöhrenbacher Wehr mit 24 Kräften galt es zunächst, die Lage zu erkunden. In der verrauchten Maschinenhalle (durch Nebelmaschine erzeugt) musste ein Arbeiter gesucht werden, der beim Löschversuch eine Treppe hinuntergestürzt war. Im Freien kam nun die Drohne zum Einsatz. Sie flog zum verunfallten Container und fotografierte das Typenschild. So erhielten die Wehrmänner Auskunft über die Containerfüllung (angenommen wurde Schwefelsäure). In so einem Fall hat die Feuerwehr eine APP und kann umgehend entscheiden, welche Maßnahmen zur Bekämpfung eines Gefahrstoffes zu treffen sind. Weiter sahen die Wehrmänner auf dem Drohnenfoto, dass neben dem Container eine verletzte, bewusstlose Person lag. Menschenrettung beim Gefahrgutbehälter, wie auch in der Maschinenhalle hatte somit Priorität.

Alexander Schneider hat den Überblick

Bei Vöhrenbachs stellvertretendem Kommandanten Alexander Schneider liefen die Fäden zusammen. Die Abteilungskommandanten Edgar Schwörer (Langenbach) mit sechs Mann und Stefan Demattio (Urach) mit neun Mann und Vöhrenbachs stellvertretender Abteilungskommandant Yannik Ketterer unterstützten die Lösch- und Rettungseinsätze.

Feuerwehr Vöhrenbach Übung

Vielbeschäftigt war die Vöhrenbacher Feuerwehr mit Teilortswehren im Rahmen einer Übung beim Automobilzulieferer Walor.

Hartmut Ketterer

Wegen einer Terminüberschneidung war die Wehr aus Hammereisenbach nicht dabei, wäre im Ernstfall aber dazu gestoßen.

Akribische Vorbereitung

Die „Unfallstellen“ hatte zuvor Christoph Käding, Brandschutzbeauftragter und Betriebsmittelkonstrukteur bei Walor wirklichkeitsnah vorbereitet. Ebenfalls voraus ging, dass Florian Müller, Umweltbeauftragter bei Walor, die Behörden und verantwortlichen Stellen wie Leitstelle Schwarzwald-Baar, Landratsamt, Stadt Vöhrenbach, Feuerwehr und Angelsportverein über die Übung informierte. Vom Landratsamt erhielt Müller auch die Angabe, mit welchem gefahrlosen Stoff der wassergefüllte Container präpariert werden durfte, damit man den Weg des ausgelaufenen „Gefahrstoffes“ verfolgen könne.In diesem Fall war es ein Mittel, das bei Leckagensuchen eingesetzt wird. Neongrüne Flüssigkeit lief so über den Fabrikhof.

Nach etwa zwei Stunden war Übungsende. Gesamtkommandant Ralf Heizmann und Vöhrenbachs Kommandant Oliver Schrenk, sowie der Betriebsratsvorsitzende Ralf Kleiser registrierten ein gutes und effektives Vorgehen. Werkleiter Sven Kompe stimmte den Äußerungen von Schrenk zu und betonte, wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall gewonnen zu haben. Redlich verdient hatten sich die Wehrmänner und eine Wehrfrau die abschließende Stärkung.

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