„Grauen Flecken“ kommen ans Netz
: Vöhrenbach treibt Glasfaserausbau voran

Bund und Land fördern den weiteren Breitbandausbau mit Millionenbeträgen. Nach Hammereisenbach, Urach und Langenbach sollen bald weitere Haushalte in Vöhrenbach profitieren.
Von
Stefan Heimpel
Oberndorf
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Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar Jochen Cabanis (links) war in den Gemeinderat gekommen, um über die weiteren Möglichkeiten des Breitbandausbaus in Vöhrenbach zu informieren.

Stefan Heimpel

Der Ausbau der Glasfaserversorgung stand auf der Tagesordnung beim Vöhrenbacher Gemeinderat. Im Wesentlichen ging es um den Ausbau der so genannten grauen Flecken im Stadtgebiet – Gebiete mit mittelmäßigem Internet-Anschluss. Hierfür gibt es inzwischen noch einmal Zuschüsse von Bund und Land.

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, Jochen Cabanis, gab einen Überblick über abgeschlossene, aktuelle und bereits geplante Glasfaser-Verlegungen, womit Vöhrenbach bei der Grundversorgung endgültig angeschlossen sein werde.

Der erste in Vöhrenbach abgeschlossene Abschnitt war Hammereisenbach: Von 208 Grundstücken wurden 188 an das Glasfasernetz angeschlossen oder es wurde zumindest der Anschluss auf das Grundstück gelegt. Im Vöhrenbacher Stadtgebiet wurden von 2022 bis 2024 in den Bereichen mit langsamem Internet („weiße Flecken“) 417 Hausanschlüsse und 48 Ablagen auf dem Grundstück durchgeführt.

Inzwischen wurden auch Langenbach mit 117 Anschlüssen oder Ablagen sowie Urach mit 125 Anschlüssen und vier Ablagen komplett erschlossen. Im Gebiet Vöhrenbach, Hammereisenbach, Langenbach und Urach sind 459 Anschlüsse mit einem Vertrag am schnellen Internet angeschlossen. 22 weitere warten aktuell noch auf die Freischaltung.

Inzwischen sind auch in Linach die Leitungen komplett verlegt, aktuell wird hier die Glasfaser eingeblasen. Inzwischen wurden von Bund und Land für den Ausbau der „grauen Flecken“ weitere 2,9 Millionen Euro bereitgestellt.

Der Zweckverband schätzt die Gesamtkosten für den Ausbau der „grauen Flecken“ im Stadtgebiet auf 1,722 Millionen Euro. Bei einer geschätzten Förderquote von etwa 75 Prozent verblieben dann bei der Stadt Kosten von 430.625 Euro.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, auch den Bereich der „grauen Flecken“ auszubauen und die entsprechenden Mittel bereitzustellen.

Umfrage kann starten

Nun kann direkt eine Umfrage unter den Hausbesitzern starten und bereits nach den Ferien mit dem Ausbau begonnen werden. Jochen Cabanis stellte auch die Möglichkeit vor, in nicht geförderten Bereichen mit grundsätzlich guter Breitbandversorgung ebenfalls Glasfaser zu verlegen. Denn auch wenn Gebiete mit Kabelanschluss und ähnlichem als gut versorgt gelten, sinke immer wieder die Geschwindigkeit bei der Übertragung, wenn beispielsweise am Wochenende viele das Netz nutzen.

Hierzu fiel in der Sitzung allerdings noch keine Entscheidung. Abhängig wäre dies auch von einer entsprechenden Anzahl von Hausbesitzern, die sich an das Glasfasernetz anschließen wollen. In diesen Fällen würde die Glasfaser bis an die Grundstücksgrenze verlegt, auf dem Grundstück sind die Hausbesitzer zuständig. In diesen Bereichen kalkuliert Jochen Cabanis Gesamtkosten von 585.000 Euro. Nach Abzug der Eigenanteile der Besitzer verblieben bei der Stadt etwa 485.000 Euro. Damit könnte das Ziel erreicht werden, die ganze Stadt an das Glasfasernetz anzuschließen. Diese zusätzliche Erschließung sollte zur Nutzung von Synergien zusammen mit dem Ausbau der „grauen Flecken“ erfolgen.

Noch kein Beschluss

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