Gemeinderat stellt Weichen
: 8,2 Millionen Euro für die Zukunft der Königsfelder Wasserversorgung

Das neue zentrale Wasserwerk in Königsfeld soll einen Reinwasserbehälter mit 2200 Kubikmetern Fassungsvermögen bekommen. Das ist der mögliche Standort.
Von
Stephan Hübner
Königsfeld
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Wasserversorgung

Südlich von Königsfeld soll bis Ende 2030 das neue, zentrale Wasserwerk entstehen.

Stephan Hübner
  • Königsfeld plant ein zentrales Wasserwerk südlich des Orts – Kosten rund 8,2 Millionen.
  • Ein Reinwasserbehälter mit 2200 Kubikmetern ist vorgesehen, bisher sind es 2000.
  • Künftig reicht ein Hochbehälter für Kernort, Burgberg, Erdmannsweiler und Neuhausen.
  • Ultrafiltration, UV und reduzierte Chlorung sollen die Wasserqualität deutlich verbessern.
  • Baubeginn im Frühjahr 2028 möglich, Fertigstellung Ende 2030 – Fördermittel noch unklar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Rund 8,2 Millionen könnte die Zentralisierung der Wasserversorgung kosten, wie im Gemeinderat Königsfeld berichtet wurde.

Von dem Gebäude, das südlich von Königsfeld zwischen Landesstraße und Wald geplant ist, soll nicht viel mehr als ein Erdhügel zu sehen sein. Die Technik der Wasserversorgung stamme aus der Zeit der selbstständigen Teilorte, so Bürgermeister Fritz Link. Außerdem werde der Tiefbrunnen Otte bisher nicht genutzt, obwohl Königsfeld damit unter allen Kreiskommunen das größte Wasserdargebot hätte.

Damit könnte man die Versorgung komplett aus eigenen Quellen darstellen. Laut einer Untersuchung sei das Wasserschutzgebiet bei optimaler Aufbereitung des Wassers kein Hindernis. Link sprach von enormen Effizienzgewinnen, da künftig nur noch ein Hochbehälter statt bisher fünf nötig wäre.

Nur noch ein Hochbehälter

Versorgt werden sollen der Kernort, Burgberg, Erdmannsweiler und Neuhausen. Auch ergibt sich eine deutlich bessere Wasserqualität. Weiler und Buchenberg sollten dezentral bleiben. Beauftragt mit der Erstellung eines Konzepts war das Ingenieurbüro BIT, in der Sitzung vertreten durch Dominik Bordt und Yannic Schinke.

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Ihnen zufolge soll das neue zentrale Wasserwerk einen Reinwasserbehälter mit 2200 Kubikmetern Fassungsvermögen haben, gegenüber bisher 2000. Ultrafiltration entfernt jede Art von Trübstoffen, Bakterien und Viren. Dazu kommen Bestrahlung mit UV-Licht als weitere Barriere und eine Chlorung.

Letztere kann laut Michael Dold, Geschäftsführer von Aquavilla, durch die neue Technik aber dauerhaft reduziert werden. Das Absetzbecken soll naturnah umgesetzt werden. Platz im Gebäude ist zudem für einen Aktivkohlefilter, der aber bisher nicht nötig ist, und in St. Georgen in 20 Jahren noch nie im Einsatz war. Vorgeschlagen wurde vom Ingenieurbüro eine Sandsteinfassade fürs Gebäude.

Laut Link wird aber von der Landesstraße aus nur ein Erdwall zu sehen sein. Die Zufahrt muss etwas breiter als die bisherigen 2,5 Meter werden, allerdings ist maximal ein- bis zweimal wöchentlich ein Mitarbeiter vor Ort. Geplant ist Photovoltaik auf dem Gebäudedach.

Die Gesamtkosten werden auf 8,2 Millionen Euro geschätzt. Noch nicht abgeklärt ist, ob ein derzeit bei Aquavilla lagerndes Notstromaggregat im neuen Wasserwerk untergebracht wird, was weitere Kosten von 56.000 Euro brächte. Nach der Gewährung der Fördermittel bis Sommer 2027 könnte im Frühjahr 2028 mit dem Bau begonnen, Ende 2030 die Anlage fertiggestellt werden.

Baubeginn 2028

Allerdings gibt es laut Link noch zeitliche Unsicherheiten, sollten die Zuschüsse nicht im ersten Anlauf gewährt werden. Bordt wies darauf hin, dass das Regierungspräsidium das Projekt nur als Sanierung sieht. Dann würden nur Gelder für die zusätzlichen 200 Kubikmeter gewährt. Allerdings habe man sich ja für eine innovative Lösung entschieden, es seien noch Gespräche nötig.

Es handle sich um echte strukturverbessernde Maßnahmen, so Link. Umsetzbar seien die jedenfalls nur, wenn die Zuschüsse wie geplant kämen. Zudem müsse man danach den Sanierungsaufwand reduzieren, um die Mehrbelastung durch auf Gebühren zu verteilende Kosten so gering wie möglich zu halten. Wie und ob man die übrigen, nicht mehr benötigten Hochbehälter nutzt, wird später entschieden.

Auf Nachfrage von Sigrid Fiehn erklärte Link, dass ein Ziel die Reduzierung des Unterhaltungsaufwands ist. Dold brachte die Idee ins Spiel, einen der Hochbehälter mit Rohwasser zum Beispiel für den Bauhof zu nutzen. Der Gemeinderat nahm die Planung zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung mit der Beantragung der Zuschüsse.