Gemeinderat in Gütenbach
: Das ändert sich bei der Kinderbetreuung und -verpflegung

Mehr Plätze für Zweijährige, eine neue Lösung für Schulessen und Vorbereitungen auf den Ganztagsanspruch: Gütenbach stellt wichtige Weichen für die Kinderbetreuung.
Von
Anna-Sophie Zepf
Oberndorf
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Ab September wird es in Gütenbach mehr Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geben. (Symbolfoto)

© lordn - stock.adobe.com

In der letzten Gemeinderatssitzung vor den Sommerferien stand in Gütenbach die Kinderbetreuung im Fokus. Beschlossen wurden Maßnahmen zum Ausbau der U3-Betreuung sowie zur Mittagsverpflegung des Kindergartens und der Schule. Auch um den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagesbetreuung an der Grundschule ging es.

Aufgrund des gestiegenen Bedarfs an Betreuungsplätzen für Kinder ab zwei Jahren wird auch die zweite Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten im katholischen Kindergarten St. Katharina für jüngere Kinder erweitert, teilt Bürgermeisterin Lisa Hengstler im Nachgang der Sitzung mit.

Zum 1. September werden anstatt fünf zehn Plätze für Zweijährige zur Verfügung stehen. Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfordere jedoch einen erhöhten personellen Aufwand in den Bereichen Pflege, Aufsicht und Begleitung.

Auch wenn die Personalkosten lediglich in geringem Umfang steigen sollen, rechnet die Gemeinde mit Mehrausgaben. Da jedoch die Elternbeiträge für U3-Kinder deutlich höher ausfallen als für Ü3-Kinder, sei von einem finanziellen Ausgleich der Mehrausgaben auszugehen, so die Mitteilung.

Insgesamt reichen die Plätze weiter aus, da sich beim Bedarf ein leichter Rückgang abzeichne, resümiert Hengstler.

Neuer Anbieter für Mittagsverpflegung

Die Mittagessen für die Schulkinder wurden bislang von Montag bis Donnerstag sowie für die Kindergartenkinder am Dienstag und Donnerstag bereitgestellt. Da der Dienstleister die Verpflegung außerplanmäßig nach den Pfingstferien vorzeitig beendet habe, stellte die Verwaltung Anfragen an potenzielle neue Anbieter.

Um allen Kindern, die in der Schule und dem Kindergarten ganztags betreut werden, ein Mittagessen anzubieten, sei zudem vorgeschlagen worden auf die Methode „Cook and Freeze“ umzustellen, so die Mitteilung. Bei diesem Konzept werden die Speisen in einer Zentralküche zubereitet, anschließend schockgefrostet und dann tiefgekühlt an die Schulen geliefert.

Die Gemeindeverwaltung empfehle die Vergabe an Anbieter Hoffmann, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat. Dieser biete mit zwei Heißluftöfen eine wartungsfreie und flexible Lösung. Dieser Anbieter habe darüber hinaus bestätigt, dass – so weit möglich – vorrangig regional erzeugte Lebensmittel verwendet werden. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass durch gute Planung die Einkaufsmenge etwas reduziert werden könne.

Eine Empfehlung, welcher der Gemeinderat mit seinem Votum folgte: Bei einer Enthaltung wählte der Gemeinderat den Anbieter Hoffmann für die Belieferung ab September aus. Die Gebührensätze von 4,30 Euro für den Kindergarten und 4,80 Euro für die Schule bleiben dabei gleich, teilt Hengstler mit.

Auf einem guten Weg zur Ganztagesbetreuung

Der Gesetzgeber hat bundesweit ab dem Schuljahr 2026/2027 den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung in der Grundschule beschlossen – das schlägt sich auch in Gütenbach nieder. Zunächst haben Erstklässler einen Anspruch auf diese Art der Betreuung, die teilweise auch Ferienzeiten miteinschließen soll. In den folgenden Jahren werde das Konzept auf die Klassenstufen zwei bis vier ausgeweitet, informiert die Gemeindeverwaltung.

Die Gemeinde Gütenbach sei bei diesem Thema schon sehr gut aufgestellt. Schon seit Jahren werde die Nachmittagsbetreuung sowie die Ferienbetreuung stetig ausgeweitet, sodass die Kommune bereits ein Angebot liefere, welches beinahe dem neuen Rechtsanspruch entspreche, meint Hengstler.

Die Weiterentwicklung des Betreuungsangebots wird dennoch vorangetrieben: Im Frühjahr 2026 solle wieder eine Bedarfsabfrage unter den Eltern starten, um dem Bedarf an Kindergartenplätzen auch künftig gerecht werden zu können.

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