Furtwangen rüstet auf
: Neue Technik für Feuerwehr und Bauhof

Im Zuge der laufenden Modernisierung investiert die Stadt Furtwangen in neue Technik für Feuerwehr und technische Dienste.
Von
Stefan Heimpel
Oberndorf
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In Furtwangen wurden die neuen Fahrzeuge beziehungsweise Geräte vorgestellt.

Stefan Heimpel

Vor der letzten Gemeinderatssitzung gab es eine besondere Präsentation vor dem Rathaus für die Gemeinderäte: Gleich drei neue Fahrzeuge beziehungsweise Geräte wurden vorgestellt – ein neuer Gerätewagen Logistik der Feuerwehr, eine neue Kehrmaschine sowie ein neuer Mulcher als Anbaugerät.

Die Gesamtkosten lagen bei rund 800.000 Euro. Für das Feuerwehrfahrzeug gab es dabei einen Zuschuss von 200.000 Euro. Vorgestellt wurden durch die technischen Dienste die neue Kehrmaschine und der Mulcher.

Der Mulcher ist ein Anbaugerät, das an die vorhandenen Fahrzeuge angebaut werden kann. Das bisher im Bauhof genutzte Gerät aus dem Baujahr 2011 erforderte zunehmend kostspielige Reparaturen. Das regelmäßige Mulchen ist von großer Bedeutung. Das Zurückschneiden der Straßenränder verbessert die Sichtverhältnisse für die Verkehrsteilnehmer erheblich. Darüber hinaus hat das Mulchen ökologische Vorteile, da das zerkleinerte Schnittgut als natürlicher Dünger auf der Fläche bleibt. Das neue Gerät kostet etwa 75.000 Euro und ist vor allem wegen seines langen, steuerbaren Arms sehr flexibel einsetzbar. Die neue Kehrmaschine für die technischen Dienste, Preis etwa 225.000 Euro, ist schon einige Zeit im Dienst. Die bisherige Kehrmaschine war aufgrund starker Nutzung immer mehr in Reparatur. Auch Ersatzteile waren immer schwieriger zu bekommen.

Feuerwehr investiert

Die größte Anschaffung ist der Gerätewagen der Feuerwehr, der neue Einsatzgebiete für die Furtwanger Feuerwehr eröffnet. Das Feuerwehrfahrzeug kostet 505.000 Euro. Im Unterschied zu den Anschaffungen der technischen Dienste gibt es bei der Feuerwehr einen Zuschuss in Höhe von 40 Prozent, also rund 200.000 Euro. Der neue Gerätewagen Logistik (GW-L) ist von der Grundlage her ein Baustellen-Lkw mit Allrad und einer Pritsche.

Das Besondere ist dabei, dass auf dieser Pritsche spezielle Module zügig je nach Einsatz ausgetauscht werden können. Aktuell gibt es hier allerdings bisher nur das Modul für den Waldbrand, entwickelt zusammen mit der Hochschule Furtwangen. Das Furtwanger Fahrzeug ist damit eigentlich ein Prototyp.

Eines der neuen Geräte ist der Mulcher als Anbaugerät für vorhandene Geräte.

Foto: Stefan Heimpel

Dieses Modul Waldbrand hat im Wesentlichen einen Wassertank von 4000 Litern, eine Tragkraftspritze und feuerwehrtechnische Grundausstattung sowie Ausrüstung für fünf Feuerwehrleute für die Waldbrand-Bekämpfung. Die Feuerwehrleute können diese Ausrüstung auf den Rücken nehmen und direkt am Brandherd mit ihrer Arbeit beginnen. Ebenso ist es möglich, dass von diesem Fahrzeug aus während der Fahrt durch Feuerwehrleute zu Fuß beispielsweise Böschungen auf eine größere Länge direkt abgelöscht werden. Das Modul Waldbrand ist bisher das einzige in Baden-Württemberg erhältliche Modul.

Bereits fertig geplant aber noch nicht in Produktion ist schon ein weiteres Hygiene-Modul: Damit können am Einsatzort die Feuerwehrleute sich direkt ihrer verschmutzten und kontaminierten Kleidung entledigen, duschen und wieder in sauberer Kleidung das Modul verlassen. Außerdem hat dieser Gerätewagen noch einen großen Ladekran für die verschiedensten Zwecke.

Rettung von Großtieren

Angedacht ist dieser für die Rettung von Großtieren wie Rinder oder Pferde. Zusammen mit Bad Dürrheim bildet Furtwangen für den Schwarzwald-Baar-Kreis damit die Einheit Großtier-Rettung. Ersetzt wird mit diesem Gerätewagen ein 35 Jahre altes Löschfahrzeug.

Damit wird deutlich, so Jochen Löffler, dass sich die Feuerwehr für die Zukunft rüste und breiter aufgestellt werde.

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