Fünfte Jahreszeit in Triberg: Am Narrenbrunnen erwacht die Fasnet

In Triberg wurde die Fasnet am Dienstagabend eröffnet. Unser Bild zeigt die noch schlafenden Narrenfiguren vor dem Narrenbrunnen.
Hans-Jürgen KommertAm Dienstag, 6. Januar, wurde in Triberg die Fasnet geweckt. Ab 18 Uhr versammelten sich dazu Narren und Bevölkerung am Narrenbrunnen unterhalb der Asklepiosklinik, um gemeinsam den närrischen Startschuss für die Fasnet 2026 zu geben.
Aus allen Richtungen marschierten die Figuren der Triberger Fasnet ein, angeführt von den Musikern des Fanfarenzugs: Triberger Teufel, die Katze, Strohdrescher und Gflächtwieb, die Garde aus Nußbach, die Gutseleschlecker der Stabhalterei Freiamt, die Narren der Oberstadt, die Gremmelsbacher Holzschuehklepfer und Glepfdohlen und die Burghex’e und die Schillersteinhexen – sie alle versammelten sich am Narrenbrunnen.
In diesem Jahr übernahmen erstmals die Schillersteinhexen Triberg die Erweckung der Fasnet. Adrian Disch sorgte natürlich dafür, dass zunächst seine Hexen erweckt wurden – mit einem guten Schluck des kalten Wasserfallwassers. Er gab den Eimer weiter an die oberste Chefin der Burghexen, danach wurden durch Zunftmeister Sven Ketterer die Masken der Triberger Narrenzunft erweckt – die Einzelmasken Federeschnabel und Fuchs, dazu dann die Spättle und der Triberger Teufel.
Fasnetfiguren erwachen zum Leben
Auch die Stabhalterei mit Weissi I durfte den Gutseleschlecker mit Wasser aus dem Wasserfall wecken – er tat das dann auch noch mit Augenzwinkern mit Matthias Klausmann, also Pfiffer III, Bürgermeister der Oberstadt, bevor er den Eimer samt Schöpflöffel weitergab an die Gremmelsbacher Zunftmeisterin Steffi Laube, die ihre Glepfdohlen und die Holzschuehklepfer tränkte. Zum Schluss konnten auch die Nußbacher Gflächtwieber, der Strohdrescher und die Katze durch ihre Oberzunftmeisterin Sonja Schätzle ihr recht kurzes Fasnetleben durch das Kaltgetränk aufnehmen.

Da konnten einem die Mädels der Nußbacher Garde leidtun – so leicht gekleidet bei eisigen Temperaturen.
Foto: Hans-Jürgen KommertErst als alle Masken zum Leben erweckt waren, zog die Stadtmusik unter Leitung von Hansjörg Hilser vor den Narrenbrunnen – in ihrem Gefolge kamen Dutzende der Roten Teufel, der tragenden Figur der Triberger Fasnet.

Stets eindrucksvoll – der rote Triberger Teufel, die tragende Figur der Triberger Fasnet.
Foto: Hans-Jürgen KommertNach Bekanntgabe der wichtigsten Termine spielte die Stadt- und Kurkapelle noch einige Narrenmärsche, bevor ins Foyer des Kurhauses eingeladen wurde, wo Speis und Trank auf das närrische Volk warteten.
Der mit Spannung erwartete Vortrag von Professor Werner Mezger als profundem Kenner der schwäbisch-alemannischen Fasnet müsse leider wegen Krankheit verschoben werden.
Er soll aber im März stattfinden, versprach Noch-Zunftmeister Sven Ketterer im Gespräch mit unserer Redaktion.