Finanzen in Königsfeld: Immer weniger Geld in der Kasse

Die Finanzen der Gemeinde waren Thema in der Sitzung. (Symbolfoto)
Jan Woitas/dpa- Nachtragshaushalt 2026 zeigt sinkende Liquidität, bis 2029 nur noch 900.000 Euro.
- Erträge steigen auf 719.000 Euro, vor allem durch Solara mit höheren Einnahmen.
- Ausgaben sinken leicht, u.a. keine Ausrichtung des Albert-Schweitzer-Preises.
- Investive Einnahmen brechen ein, Zuschüsse teils verschoben; Ausgaben dort sinken.
- Ergebnisminus schrumpft auf 741.000 Euro – Zahlungsmittelüberschuss steigt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Deutlich sinken wird bis 2029 die Liquidität der Gemeinde, wie die Übersicht zum Nachtragshaushalt 2026 im Gemeinderat zeigte.
Bürgermeister Fritz Link erinnerte an Diskussionen auf Landesebene zur nicht mehr auskömmlichen Finanzierung der Kommunen und dringend nötigen strukturellen Änderungen. Ein neues Kommunalpaket mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro sei noch nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein und werde bei weitem nicht reichen, um die kommunale Finanzmisere zu beseitigen.
Laut Kämmerer Pirmin Schmid stiegen die Erträge im Ergebnishaushalt von geplant 595.000 auf 719.000 Euro. Ein Grund sind die von 150.000 auf 230.000 Euro gestiegenen Einnahmen des Solara aufgrund des guten Wetters und der Erhöhung der Eintrittspreise.
Ausgaben im Ergebnishaushalt sinken von 2,876 auf 2,869 Millionen Euro, begründet zum Beispiel durch die Nichtausrichtung des Albert-Schweitzer-Preises und die um 279.000 Euro günstigere Vergabe von Straßenunterhaltungsmaßnahmen.
Höhere Zuschüsse an die Jugendmusikschule
Allerdings erhöhen sich die Zuschüsse an die Jugendmusikschule und den Naturkindergarten Zauberwald. Neu sind Ausgaben von 100.000 Euro für die Sanierungsmaßnahme „südlicher Ortskern“.
Bei investiven Maßnahmen sanken die Einnahmen von geplant 661.000 auf 130.000 Euro, vor allem wegen des Wegfalls von 340.000 Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur, die erst 2027 für den Neubau des Gerätehauses nötig sind.
Dazu kommt der Wegfall beziehungsweise die Verschiebung von Zuschüssen für Straßenbaumaßnahmen auf 2027. Das sorgt auch dafür, dass die Ausgaben von 448.000 auf 134.000 Euro sinken.

Die Lärmwerte in der Krippe Buchenberg werden geringfügig überschritten. (Archivfoto)
Helen MoserZurückgestellt wird die mit 80.000 Euro bezifferte Sanierung einer Brücke im Glasbachtal. Die Gemeinde könne dafür nichts, denn bis heute gebe es zu deren Erhalt vom Landesdenkmalamt keine Aussage, so Link.
Bezüglich eines Lärmschutzgutachtens in der Krippe Buchenberg berichtete er, dass die Werte wohl geringfügig überschritten seien. Ein ähnliches Gutachten laufe derzeit in der Arche. Um 35.000 Euro teurer werden Nacharbeiten zur Entwässerung am Solara-Parkplatz.

Teurer werden Nacharbeiten zur Entwässerung am Solara-Parkplatz. (Archivfoto)
Stephan HübnerInsgesamt sinkt das Minus im Ergebnishaushalt von 873.000 auf 741.000 Euro. Im Finanzhaushalt steigt der Zahlungsmittelüberschuss von 213.000 auf 344.000 Euro. Die Liquidität sinkt 2026 von 3,37 auf 2,54 Millionen Euro, bis 2029 gar auf nur noch 900.000 Euro.
Das sei der Grund, warum die Gemeinde alle Anstrengungen unternehmen müsse, um den Haushalt zu reduzieren, so Link, der auf die Arbeit der Haushaltsstrukturkommission über Wochen und Monate hinweg hinwies. Jens Hagen sprach von bis zu fünfstündigen Sitzungen.
Bei der Wasserversorgung liegt der Jahresgewinn bei 102.000 Euro, bei den Kurbetrieben der Verlust bei 431.000 Euro. Der Gemeinderat nahm den Nachtragshaushalt 2026 zur Kenntnis.
