Feuerwehr Nußbach: Menschenrettung steht bei Übung im Mittelpunkt

Auch aus dem Keller des Übungsortes mussten Verletzte bei der Jahreshauptübung der geborgen werden.
Priska DoldDie Jahreshauptübung der Triberger Teilortswehr Nußbach zeigte, was alles passieren kann und wo die Feuerwehr gefordert ist. Denn das Hauptaugenmerk war diesmal nicht die Brandbekämpfung, sondern die Menschenrettung.
Man nahm für die Übung an, dass an der Baustelle in der Alten Straße ein Unfall geschehen war. Am Ausleger des sich dort befindlichen Baukranes war ein Monteur mit einer Reparatur beschäftigt. Dieser befand sich vorschriftsmäßig gesichert an der Laufkatze, jedoch für die Zuschauer leicht schwebend in luftiger Höhe zu sehen. Abgelenkt durch diesen Monteur fuhr ein Lkw auf den Betonballast des Kranes. Durch die gewaltige Erschütterung stürzte der Monteur von der Kran-Laufkatze, blieb aber in der Absturzsicherung hängen.
Die übrigen Baustellenmitarbeiter verfielen dadurch in Panik, sie stürzten in den ungesicherten Kellerabgang. Auch die drei Personen im Führerhaus des Lkws schienen verletzt.
Nach Eintreffen der Einsatzfahrzeuge galt es zunächst, die Lage zu erkunden. Ehrenkommandant Erhard Haberstroh kommentierte für die zahlreichen Zuschauer die Vorgänge. Auf alle Fälle musste aus Triberg die Drehleiter DLK 23/12 angefordert werden. Mit Umsicht wurde schon eine Trage am Korb der Drehleiter befestigt, um hoch oben den Verletzten Monteur zu bergen.
Auch aus dem Keller des Rohbaues waren Hilferufe zu hören, mit Dreibeinstativ und Winde konnten diese alsbald sicher geborgen werden.

Aus dem Führerhaus des verunfallten Lkw galt es drei Verletzte zu bergen.
Foto: Priska DoldEng ging es her bei der Bergung der sich im Führerhaus befindlichen Personen. Auf beiden Seiten wurden Sicherheitsgerüste erstellt, sehr umsichtiges Handeln war auch hier nötig.
Zahlreiche Übungen machen sich bezahlt
Die Mitglieder der Teilortswehr Nußbach führen regelmäßige Übungen durch, diese zeigten nun den Erfolg. Nachdem die Gruppenführer die Lage erkundet hatten, erfolgte die Personenrettung schnell, wohlüberlegt und gründlich.
Inzwischen wurde auch festgestellt, dass unter dem verunglückten Lkw eine unbekannte Flüssigkeit austrat. Eine Auffangwanne musste bereitgestellt werden.
Das ganze Areal des Geschehens beobachtete Teilortskommandant Patrick Hettich, er zeigte sich am Schluss zufrieden mit der Arbeit seiner Kollegen. Es waren diesmal 29 Feuerwehrangehörige der Teilortswehr Nußbach, sechs Kameraden aus Triberg, die mit der Drehleiter 23/12 und dem Rüstwagen RW 2 angefordert wurden. Kritisch wurde die Übung auch von Gesamtkommandant Martin Schätzle beobachtet, bei der Nachbesprechung gab es nur zufriedene Aussagen.
Wie immer fand nach getaner Arbeit der gemeinsame Kameradschaftsabend mit der Trachtenkapelle statt, ein beliebtes gemeinsames Treffen mit langer Tradition.