Festgottesdienst an Ostern
: Klanggewalt und Glaube vereinen sich in St. Cyriak in Furtwangen

Zwischen leisen Tönen und mächtigem Orchesterklang: Das Hochamt am Ostermontag in Furtwangen berührte musikalisch und spirituell.
Von
Siegfried Kouba
Oberndorf
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Pfarrer Harald Bethäuser beim Einzug in die Pfarrkirche St. Cyriak in Furtwangen: Der Gottesdienst am Ostermontag war feierlich und musikalisch geprägt.

Siegfried Kouba

Ostermontag ist ein Höhepunkt im römisch-katholischen Kalender der St.-Cyriak-Pfarrgemeinde. Dieses Jahr wurde das Hochamt von einer Schubert-Messe, einer tiefgehenden Predigt von Pfarrer Harald Bethäuser und dem „Osterlachen“ geprägt.

Der Geistliche begrüßte Furtwanger Gläubige und auswärtige Gäste und wünschte ein frohes, freudiges und erfüllendes Osterfest. Nicht alles sei verständlich. Fragen blieben offen. Doch Antworten könnten sich in menschliches Leben hineinweben und oft könnten leise Töne viel bewirken. In seiner Predigt ging Bethäuser auf die Emmaus-Jünger ein, die ihren Herrn auf dem Weg aus Jerusalem nicht erkannten. Doch die häusliche Begegnung habe ihn offenbart. „Er macht etwas Österliches: er bricht das Brot“ um seine Nähe zu zeigen. Der Prediger hoffte, dass dieses Brot nicht ausgehe.

Den festlichen Charakter des Gottesdienstes steigerte die Schubert-Messe in C (D 452). Dirigent Frank Rieger leitete präzise und umsichtig das aus Streichern, Oboen, Trompeten und Pauken bestehende Orchester.

Ein Riesenensemble zur Verfügung

Den Orgelpart hatte Johanna Barth übernommen und als Gesangssolisten traten die dominierende Sopranistin Verena Schwer, die mit feiner Altstimme agierende Larissa Botos und die stimmlich angeglichenen Sänger Klemens Mölkner (Tenor) und Sebastian Walser (Bass) auf. Mit der Gemeinschaft aus Kirchenchor St. Cyriak und Kantorei der Stadtkirche Bräunlingen hatte Rieger ein zuverlässiges, gut präpariertes vierstimmiges Riesenensemble, um eindrucksvoll die Messvertonung des 17-jährigen Komponisten zu interpretieren.

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Mächtiger Orchesterklang

Die Nähe zu Mozart und die romantische Gefühlswelt wurden vermittelt. Nach der Orchestereinleitung gestaltete das Vokalquartett das „Kyrie“, dessen Ruf durch den Chor und den mächtigen Orchesterklang verstärkt wurde. Jubel wurde durch Solisten und Chor besonders beim „gratias“ des Gloria entzündet und große Anforderungen wurden beim „Credo“ bewältigt, wobei die Chorgemeinschaft erstaunlich stimmliche Abrundung präsentierte.

Beim getragenen „et incarnatus est“ wurde innere Spannung des Chorparts offenbart und strahlende Auferstehungsfreude gelang beim „et resurrexit“. Ein Glanzlicht wurde beim geheimnisvollen „Sanctus“ und dem bewegten „Osanna in excelsis“ aufgesetzt und der warme Sound von Streichern und Oboen führte zum innigen, dynamisch ausgefeilten „Benedictus“.

Zwei Halleluja erklingen

Das Bekenntnis zum „Lamm Gottes“ wurde mit dem schwungvollen „Dona nobis pacem“ zum gelungenen Schlusspunkt. Aufhorchen ließen das in modern-anglikanischer Tonsprache gehaltene „Halleluja“ des Christopher Tambling und das berühmte „Halleluja“ aus Händels „Messias“.