Fasnetumzug in St. Georgen: Die Bergstadt ist fest in Narrenhand

So bunt und vielfältig ist der große Fasnet-Umzug in St. Georgen.
Richard Schuster75 Gruppen, darunter teils aufwendig ausstaffierte Motivwagen, Guggenmusiken, zahlreiche Fußgruppen, Hexen, Teufel und andere finstere Gestalten wälzten sich durch die Innenstadt. „Wir hätten gut und gern die doppelte Anzahl aufnehmen können, aber das hätte unsere Kapazitäten gesprengt“, so Sascha Trubarac, zweiter Zunftmeister der Narrenzunft. Für die vielen Besucher gab es oft kaum ein Durchkommen hin zum Straßenrand. Verständlich, denn jeder wollte selbstredend einen optimalen Blick auf das Geschehen haben. Teilweise stand man in Dreier- oder Vierer-Reihen an der Strecke.
Lange vor Beginn sammelten sich die Zugteilnehmer in der Innenstadt. Unzählige Hästräger und Kostümierte formierten sich entsprechend dem von den Organisatoren exakt getakteten Plan in der Sommerauer Straße. Punkt 14 Uhr setzte sich der lange Gaudiwurm durch die Hauptstraße in Richtung Bärenplatz in Marsch – angeführt von den einheimischen Zünften. Trubarac und Dominik Rotzinger (Hohwalddeufel) übernahmen die Moderation und stellten mit launigen Worten die Zünfte vor.
Narri-Narro-Rufe überall
Die Peterzeller Bürgerwehr machte mit ihrer Kanone ordentlich Krach, dann dröhnten die Trommeln: Mit dem Bobbelemarsch marschierte die Stadtmusik vorbei. Narri-Narro-Rufe überall. Und da sollte ein Narr noch ruhig bleiben? Das war völlig ausgeschlossen, wie der Blick auf die feiernde Menge zeigte. Stürmisch umjubelt wurden alle Gruppen – besonders gastgebende Zünfte.
Schabernack und Gutsele
Die Narrenzunft präsentierte sich mit Fohrebobbele und Kräuterwieble stolz und glücklich. Es folgten die Nesthexen, die Schofstriezis und Weiher-Hexen. Vor deren Schabernack war kaum ein Zaungast sicher – besonders nicht die weiblichen. Auch Gutsele wurden verteilt. Wieder ein toller Blickfang waren die Hohwalddeufel mit ihren Wälderschnäpf. Begeistert gefeiert wurden auch auswärtige Gruppen und Hästräger wie die Unterkirnacher Kieschtock-Zunft, die Schoaf-Hexen aus Weiler, die Erzknabberteufel aus Aichhalden oder die Buchenberger Glasbachhexen.