Fasnet eröffnet
: Kanonenschläge dröhnen über Peterzell

Das ist mal eine tolle Nachricht für alle Narren: Die Eröffnung der Fasnet 2026 in St. Georgen ist geglückt. Auch heuer bildete die Närrische Bürgerwehr hier wieder die „Speerspitze“.
Von
Richard Schuster
Oberndorf
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Die Närrische Bürgerwehr steht an der Spitze des Zuges.

Richard Schuster

Schließlich bieten die Peterzeller Narren traditionell mit der von ihnen überlieferten Sage vom Goascht, der vor langer Zeit im Gewann Engele die schlafenden Holzfäller beklaute, gewissermaßen das erzählerische Rückgrat.

Und dieser Engele-Goascht ruht gemeinsam mit seinen finsteren Kumpanen nach all dem im vergangenen Jahr verübten Schabernack im dortigen Wald, um am Dreikönigstag von den Narren mit kräftigem Lärm und in buntem Aufzug geweckt zu werden.

Dieses wichtige Ereignis ist nicht nur für alle Peterzeller Narren ein Pflichttermin. Für die mit der Närrischen Bürgerwehr befreundeten Zünfte war es auch in diesem Jahr Ehrensache, vereint und mit der gesamten das Jahr über angesammelten närrischen Energie ins „Engele“ zu marschieren, um den Goascht samt seinen Gesellen aufzuwecken.

Beste Taktik beraten

Es war bitterkalt, als sich die illustre Schar vor der Sängerhalle versammelte und über die beste Taktik für das Unternehmen beriet. Aber die gut gewappneten Narren ließen sich von der Kälte in keiner Weise beeinflussen – im Gegenteil.

Die Stimmung am Sammelpunkt war ausgezeichnet und voller Vorfreude. Neben den Peterzellern standen beispielsweise auch Vertreter der Narrenzunft der Bergstadt mit Fohrebobbele und Kräuterwieble, einige Wälderschnäpf sowie Hohwalddeufel, Weiher- und Nesthexen parat. Hinzu kamen noch einige „Hilfstruppen“, bestehend aus dem „nicht-organisierten“ närrischen Volk.

Signal zum Aufbruch

Alles wartete auf das Signal zum Aufbruch. Und das kam ohrenbetäubend aus den Reihen der Kanoniere der Närrischen Bürgerwehr – nicht ohne die berechtigte Vorwarnung, man möge jetzt seine Ohren schützen.

Die ungeduldigen Narren waren sowieso kaum noch zu bändigen. Es ging, die Guggemusiker der Bloos Arsch zuvorderst, dem angestrebten Endpunkt des Marsches, dem „Engele“, entgegen.

Die Musiker sorgten, so wie man es von Narrenseite seit vielen Jahren von ihnen kennt, für ausgelassene Stimmung im Zug und bei den begeistert mitfeiernden Zuschauern am Rand der Strecke.

Die Goaschter wecken

Endlich am Ziel angekommen, zeigte sich aber, dass es alles andere als einfach sein würde, die Goaschter rechtzeitig zum Fasnetsbeginn zu wecken. Es bedurfte schon eines weiteren, von den „Bloos Arsch“ lautstark vorangetriebenen energischen Versuchs, die Gestalten endlich aufzuwecken und aus ihrem kalten Domizil im Wald herauszutreiben.

Da waren Erleichterung und Freude groß und alle Narren – auch die Goaschter – feierten gemeinsam.

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