Fahrzeugweihe in Schonach: Ein zweites Fahrzeug für Helfer vor Ort

Tribergs Bürgermeister Sven Ketterer (links) und Schonachs stellvertretende Bürgermeisterin Silke Burger (rechts) freuten sich mit zahlreichen Helfern vor Ort über das das neuen Fahrzeug für die Einsatzgruppe.
Hans-Jürgen Kommert- Die DRK-Ortsgruppe Triberg-Schonach weiht im Kurpark Schonach ein zweites HvO-Fahrzeug.
- Ziel ist schnellere Erstversorgung bei Notfällen; HvO überbrückt das „therapiefreie Intervall“.
- Vertreter aus Triberg und Schonach, Landrat und Kirchen segneten das Fahrzeug – großer Zuspruch.
- Drei Ärzte begleiten Einsätze in der Praxiszeit, 13 Aktive leisten 4000 ehrenamtliche Stunden.
- Zwei voll ausgerüstete Fahrzeuge, finanziert durch Spenden, Beiträge und Zuschuss des DRK-Dienstes.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erst vor einigen Wochen hatte die Ortsgruppe Triberg-Schonach des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) das Prinzip des HvO (Helfer vor Ort) im Gemeinderat der Stadt Triberg vorgestellt. Nun wurde das zweite HvO-Fahrzeug im Kurpark Schonach offiziell geweiht.
Neben Vertretern der Großspender konnte der stellvertretende Ortsgruppenvorsitzende Karl-Heinz Weißhaar zur Fahrzeugweihe Tribergs Bürgermeister Sven Ketterer begrüßen, ebenso Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister-Stellvertreterin Silke Burger aus Schonach. Auch der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Daniel Pfaff, zahlreiche Mitglieder des Ortsverbands, Raphael Siepe als Vertreter der beteiligten Ärzte sowie Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren Triberg und Schonach waren unter den Gästen.
Für die Fahrzeugweihe war der katholische Pfarrer Andreas Treuer und auf evangelischer Seite Daniel Papst zuständig. Letzterer nahm den Predigttext des folgenden Sonntags zum Anlass, auf die tätige, ehrenamtliche Hilfeleistung des DRK einzugehen – es war das Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter. Das Kreuz gebe gleichzeitig den Hinweis auf den Herrn.
Der Helfer vor Ort ist der deutschsprachige Nachfolger des „First Responder“. Beide Begriffe beschreiben hochqualifizierte Ersthelfer, die bei medizinischen Notfällen parallel zum regulären Rettungsdienst alarmiert werden, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens oder Notarztes, das sogenannte „therapiefreie Intervall“ zu verkürzen. Zeit könne eine entscheidende Rolle für Leben oder Tod spielen, wie Karl-Heinz Weißhaar, stellvertretender Ortsvorsitzender der Ortsgruppe Triberg-Schonach, den zahlreichen Besuchern der Fahrzeugsegnung mitteilte.

Mit dem Segen Gottes wird das zweite Fahrzeug für die Helfer vor Ort in seine Einsätze gehen, ausgesprochen von Daniel Papst (links) von der evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrer Andreas Treuer.
Hans-Jürgen KommertSeit dem Jahr 1988 gibt es die „schnelle Eingreiftruppe“ bereits in der Raumschaft. Da sich die Notärzte Markus Ruch, Raphael Siepe und Bettina Speikamp bereit erklärten, sich während der Praxiszeit als mitfahrende Mediziner im HvO-Fahrzeug zur Verfügung zu stehen, stellt sich der Einsatz des Fahrzeugs noch einmal deutlich effizienter dar. Für diese Aufgaben verfügen die derzeit 13 aktiven Mitgliedern bei 4000 ehrenamtlich geleisteten Stunden über zwei voll ausgerüstete Einsatzfahrzeug.
Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge
Im Jahr 2025 wurde der HvO zu 387 Einsätzen gerufen, neben 41 Einsätzen für den Hausnotruf gab es 346 Rettungseinsätze. Um dies bewältigen zu können, sei zumindest eine Ausbildung als Rettungshelfer oder Rettungssanitäter notwendig, dazu gebe es jährliche Pflichtfortbildungen. Jedes der beiden Fahrzeuge koste rund 80.000 Euro, dazu komme die Sanitätsausstattung, alles finanziert durch großzügige Spenden und Mitgliedsbeiträge der Fördermitglieder sowie einen freiwilligen Zuschuss des DRK-Rettungsdienstes Schwarzwald-Baar.
Tribergs Bürgermeister, aktueller Vorsitzender der Ortsgruppe, sprach von einem Meilenstein in der Versorgung von Hilfsbedürftigen. Durch das zweite Fahrzeug habe man die ohnehin schon sehr gute Erstversorgung noch einmal verbessert und ermögliche schnelle, zuverlässige und professionelle Hilfe.
Beeindruckt von der schnellen Hilfeleistung
Landrat Sven Hinterseh dankte vor allem den ehrenamtlichen Teams – deren Einsatz sei der eigentliche Wert des neuen Fahrzeugs. Er wusste auch, dass man solche Strukturen weltweit suchen müsse. Silke Burger wies darauf hin, dass sie den Wert dieser Einrichtung erst kürzlich fast hautnah in Schonach erlebt habe. Sie sei tief beeindruckt gewesen über die Schnelligkeit der Hilfeleistung. „Wir fühlen uns bei euch gut aufgehoben“, betonte sie.
Der stellvertretende Kreisgeschäftsführer Daniel Pfaff hob die hervorragende HvO-Struktur hervor, bei dem die Teams mit sehr viel Engagement und Herzblut dabei sei. Im Anschluss gab es Gelegenheit, Fahrzeug und Ausstattung näher zu betrachten und sich zu informieren.

