Exponate in Furtwangen
: Jeder Mensch hat seine Talente, Ideen und Fähigkeiten

Seit einem Jahr lief das Projekt des Fischerhofs „Kunst macht sauber“. Das Ergebnis wurde in der Furtwanger Volkshochschule präsentiert.
Von
Stefan Heimpel
Furtwangen
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Mit einem interessanten Gesellen, einem Werk aus diesem Kunstprojekt, präsentierten sich bei der Ausstellungseröffnung vier der Künstler.

Mit einem interessanten Gesellen, einem Werk aus diesem Kunstprojekt, präsentierten sich bei der Ausstellungseröffnung vier der Künstler.

Stefan Heimpel
  • Ausstellung „Kunst macht sauber“ zeigt Werke aus Recyclingmaterial in der VHS Furtwangen.
  • Inklusionsprojekt läuft seit einem Jahr und wird von Aktion Mensch gefördert.
  • Workshops fanden im StattMuseum des Uhrenmuseums statt und betonten Gemeinschaft.
  • Projektleiterinnen luden zu „Weihnachtswunder“-Treffs ein – Fokus auf Upcycling.
  • Besucher hörten Akkordeonmusik; Stadt signalisierte Unterstützung auf Antrag.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es wurden Kunstwerke präsentiert, die Menschen mit und ohne Behinderung aus recycelten Materialien geschaffen haben. Die Kunstwerke stehen für Kreativität, Inklusion und Nachhaltigkeit und zeigen das Potenzial von gebrauchten Materialien. Die Projektleiterinnen betonten die Wichtigkeit von Gemeinschaft und Vielfalt, die in den Workshops erlebt wurden. Damit verbunden war auch die Einladung an alle, an den künftigen Workshops zum Thema „Weihnachtswunder“ teilzunehmen und selbst kreativ zu werden.

Unter den Besuchern sind auch einige Künstler

Im Namen der BruderhausDiakonie begrüßte die Bezirksleiterin Behindertenhilfe Schwarzwald-Baar, Katerina Olbrich, die zahlreichen Besucher der Ausstellung. Darunter waren auch eine Reihe der Künstler und ehrenamtliche Helfer. Sie zeigte sich beeindruckt von der Ausstellung: „Die Teilnehmer haben damit gezeigt, dass es sich lohnt, genauer hinzuschauen, Dinge neu zu denken und ihnen eine andere Bedeutung zu geben. Dabei ist nicht nur Kunst entstanden, sondern auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit und einen bewussten Umgang mit unser aller Ressourcen.“ Diese Objekte erzählen Geschichten, spiegeln Gedanken und Gefühle wider. Ihr Dank galt der Projektleitung Päivi Wilhelm und Isabel Bürer, die viel Herzblut und Engagement eingebracht hätten. Genauso wichtig seien die Kunsttherapeutinnen Elke Erban und Christa Knust sowie auch alle anderen ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer gewesen. Ein besonderer Dank galt der „Aktion Mensch“, deren Förderung dieses inklusive Kunstprojekt ermöglicht hat. Ebenso wichtig war die Unterstützung durch das Uhrenmuseum Furtwangen, in dessen StattMuseum die Workshops jeweils stattfanden.

Mit einem interessanten Gesellen, einem Werk aus diesem Kunstprojekt, präsentierten sich bei der Ausstellungseröffnung vier der Künstler.

Farbenprächtige Ergebnisse beeindruckten die Besucher bei der Ausstellungseröffnung „Kunst macht sauber“ in den Räumen der Volkshochschule.

Stefan Heimpel

Für die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung sorgte Cordula Sauter mit Melodien am Akkordeon. Projektleiterin Päivi Wilhelm machte dann deutlich, dass Inklusion zeige, dass jeder Mensch dazugehören und mitmachen könne, mit den eigenen Fähigkeiten, Ideen und Talenten. Nachdem sich anfangs wenig Interesse gezeigt habe, hätten sie direkt mit den Workshops begonnen und die Menschen eingeladen, einfach mitzumachen.

Projektleiterin Isabell Bürer machte deutlich, dass dieses Projekt „Kunst macht sauber“ noch zwei weitere Jahre läuft und von der Aktion Mensch gefördert wird. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame kreative Arbeiten vor allem mit Recycling- und Upcycling-Materialien, aber auch die Begegnungen und die Idee, nun aus gebrauchten Materialien etwas Neues entstehen zu lassen. Im Rückblick auf das erste Jahr und seine Ergebnisse stelle sich die Frage: „Was ist eigentlich Kunst?“ Etwas Schönes, etwas Verrücktes, etwas, bei dem man sich frage: „Was soll das bitte sein?“ Kunst irritiere, rege zum Staunen an oder bringe uns zum Lachen, aber auch dazu, die eigene Sicht auf die Welt zu hinterfragen. Bei diesem Projekt werde deutlich: Kunst verbinde nicht, weil wir alle gleich seien. Kunst verbinde, obwohl wir verschieden seien.

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„Kunst verbindet, obwohl wir verschieden sind“
Isabell Bürer
Projektleiterin

Die Kunsttherapeuten stellten dann die Entwicklung der Kunstwerke vor. Man habe gemeinsam überlegt, was man mit den eigenen Gefühlen und dem gebrauchten und wieder gesäuberten Material machen könne. Unter den Projekten sind ein Weihnachtsbaum und das „Haus der Gefühle“. In den Workshops wurde die Bedeutung von Gemeinschaft und kreativer Entfaltung deutlich.

Als Stellvertreter des Bürgermeisters lobte Manfred Kühne zum einen die Qualität der Kunstwerke, genauso aber die Bedeutung von Inklusion und Nachhaltigkeit in der Kunst. Er betonte, dass Kunst auch Fragen aufwerfe und zur Reflexion anrege. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Stadt Furtwangen derartige Projekte unterstütze. Dies erfolge aber nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip „für jeden etwas“, sondern als ganz konkrete Förderung bestimmter Projekte auf Antrag. Auch dieses Projekt „Kunst macht sauber“ dürfe bei Bedarf jederzeit auf die Stadt zukommen und sagen, in welcher Form Unterstützung hilfreich sei.

Nicht zuletzt berichteten mehrere Künstler des Fischerhofs, wie sie selbst dieses Projekt bereichert hat: „Es gefällt mir sehr gut, ich bin kreativer geworden. Das Basteln hat mir Spaß gemacht und ich habe einen Hut gebastelt, einen Sombrero.“ Oder auch: „Das Haus der Gefühle hat mir am meisten Spaß gemacht.“

Einladung

Bei der Eröffnung wurden ausdrücklich die Besucher der Ausstellung, aber auch alle Bastelfreunde aus dem oberen Bregtal, zu den nächsten inklusiven Kreativ-Treffs eingeladen. Im November und Dezember stehen diese unter dem Thema „Weihnachtswunder“. Es soll gemeinsam Weihnachtskunst gestaltet werden, möglicherweise ein riesiger Adventskalender. Die Termine sind jeweils am Mittwoch von 16:30 bis 19:30 Uhr im StattMuseum des Uhrenmuseums in der Furtwanger Friedrichstraße am 4. und 18. November sowie am 2. und 16. Dezember. Beim letzten Termin vor Weihnachten gibt es anschließend noch eine gemeinsame Weihnachtsfeier.