Einstimmig für mehr Klimaschutz: Triberg tritt dem Klimapakt bei

Triberg will den Klimaschutz voranbringen. (Symbolfoto)
David Inderlied/dpa- Triberg tritt dem Klimapakt BW bei – der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.
- Ziel ist eine klimaneutrale Verwaltung bis 2040, das Land will bis dahin netto treibhausgasneutral sein.
- Der Beitritt eröffnet Zugang zu Landesförderungen, etwa Klimaschutz-Plus und Klimopass.
- Bereits läuft ein PV-Pilotprojekt auf städtischen Gebäuden mit der regionalen Energieagentur.
- Im Kreis sind schon neun Kommunen dabei, mehrere Ratsmitglieder betonten die Vorteile.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Er hatte von Anfang an klargemacht, dass er einiges anders machen will als sein Vorgänger. Nun bewies Bürgermeister Sven Ketterer zum wiederholten Mal, dass es dabei nicht nur um das Thema Digitalisierung gehen soll.
„Gemeinden, Städte und Landkreise spielen eine tragende Rolle beim Klimaschutz“, stellte er in der jüngsten Sitzung heraus. Die kommunalen Landesverbände hätten daher bereits 2015 den ersten Klimapakt geschlossen. Dabei seien Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zentrale Herausforderungen. Auch die Wasserfallstadt wolle ihren Beitrag dazu leisten, betonte Ketterer. Unter anderem arbeitet die Stadt mit der Klimaschutz- und Energieagentur Schwarzwald-Baar-Heuberg zusammen. Derzeit läuft ein gemeinsames Pilotprojekt zur Ermittlung von Potenzialen für PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden.
Ein weiterer Schritt sei der Beitritt zum Klimapakt des Landes. Beitretende Kommunen bekennen sich zu den Herausforderungen des Klimawandels und möchten eine Vorbildfunktion einnehmen. Im Mittelpunkt steht dabei, bis 2040 eine klimaneutrale Kommunalverwaltung zu etablieren. Dabei soll das Land bis dahin netto-treibhausgasneutral werden – ein herausforderndes Ziel, wie mehrere Mitglieder des Gemeinderats anmerkten. Relevant seien die Förderprogramme Klimaschutz-Plus und Klimopass.
Hinzu komme, so der Bürgermeister, dass der Beitritt zum Klimapakt BW zentrale Voraussetzung zum Zugriff auf Förderprogramme des Landes im Bereich des Klimaschutzes und der Klimaanpassung sei – und die seien durchaus beachtenswert. Im Jahr 2026 seien 30 Millionen für investive Vorhaben aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds geflossen. Zusätzlich wurde für investive Vorhaben und Beratung in beiden Programmen ein Fördervolumen aus Landesmitteln für 2026 von nochmals etwa 16 Millionen Euro bereitgestellt.
Neun Kommunen im Kreis sind schon dabei
Kein aufwendiges Programm, vielmehr ein politisches Bekenntnis liege dem Klimapakt zugrunde, ein Ziel, das bereits durch das Klimagesetz BW ohnehin verbindlich sei. Durch den Beitritt schaffe man die Voraussetzung zum Zugang zu Fördermitteln. Im Schwarzwald-Baar-Kreis seien bereits neun Kommunen dabei.
Er gehe zwar davon aus, dass die Jahreszahl 2040 nicht haltbar sei, dennoch rate er zum Beitritt, der letztendlich nur Vorteile bringe, erklärte Klaus Wangler für die CDU. Michael Hummel (FWV) war ebenso der Ansicht, dass daran dringend gearbeitet werden müsse. „Traumhaft“, nannte Mike Mauscherning den Vorschlag. Was im Privaten Sinn mache, sei für Kommunen ebenso wichtig. Und Fraktionskollegin Ute Meier sagte, dass es für Kommunen „Klimageld“ gebe. Das Gremium votierte einstimmig für den Beitritt zum Klimapakt BW und ermächtigte die Verwaltung, die Beitrittserklärung zu unterzeichnen und einzureichen.