Eine weitere Station: Kuckucksuhrenpfad in Schönwald erinnert an Uhrenfabrik Wehrle

Sie freuen sich über einen passenden Abschluss des Kuckucksuhrenpfads in Schönwald (von links): Romina Scherzinger und Anne Schätzle vom Standortmarketing, „Macher“ Johannes Fattler, Bürgermeister Christian Wörpel und HTG-Vertreterin Selina Löffler.
Hans-Jürgen KommertIm Oktober 2024 wurde der Kuckucksuhren-Erlebnispfad eingeweiht. Konzipiert von der österreichischen Firma Pronatour und hauptsächlich von der ortsansässigen Firma Fattler umgesetzt, erfreut sich der ganz spezielle Erkunder-Wanderweg großer Beliebtheit vor allem bei jungen Familien.
Nun hat man eine weitere Station dazu gesetzt, um damit auch eine einstige Weltfirma zu würdigen, die ausschließlich Uhren herstellte – wenn auch wohl nur wenige Kuckucksuhren. Es geht um den ehemals größten Arbeitgeber des Dorfes, die Uhrenfabrik Wehrle. Die war in der Hauptsache auf dem heutigen Dorfplatz zuhause, zog sich aber weit hinter den ehemaligen „Falken“ hin. Die neue Station liegt auf halbem Weg zurück zum „Foto-Point“ des Pfades.
Hinter dem Falken wurde nun die zusätzliche Station aufgebaut, eine hübsche kleine Hütte aus Kortenstahl, gebaut von Johannes Fattler und mit Schindeln gedeckt von der Zimmerei Göppert. Ein Bullauge sorgt für ausreichend Licht, was auch nötig ist, denn hier kann man auf vielen Schautafeln viel Wissenswertes über die Geschichte der Fabrik erfahren, die von 1815 bis 1990 viele Menschen beschäftigte. Zuletzt gab es nur noch den so genannten „Three-in-One“-Wecker, bevor Wehrle wie so viele Uhrenfabriken in weitem Umkreis der asiatischen Billig-Konkurrenz nachgeben musste. Nach dem Aus wurde die Fabrik von der Gemeinde erworben und relativ schnell zurück gebaut – einschließlich der Wohnhäuser im „Hinterhof“ der Hauptstraße.
Mit diesem schicken kleinen Häuschen bietet der Kuckucksuhrenpfad eine kleine Reminiszenz an eine einst große, bedeutende Familie und deren Lebenswerk, einen „Abschluss“, der in vielerlei Hinsicht einen Kreis schließt.