Ein ganzes Wochenende im Ausnahmezustand: Warum in Gütenbach gleich dreifach gefeiert wird

Der Höhepunkt beim 13. Gütenbacher Oktoberfest am Samstagabend war der Auftritt der bekannten Band „Jauchzaaa“, die im voll besetzten Festzelt für Bombenstimmung sorgte.
Stefan Heimpel- Gütenbach feierte dreifach: Faller 80 Jahre, FC-Oktoberfest, Naturparkmarkt Südschwarzwald.
- Voller Erfolg dank Spätsommerwetter – Straßen gesperrt, Shuttle und Parkplätze auf der Neueck.
- Faller bot Tage der offenen Tür und Kinder-Basteln, Miniaturwelten und Verkaufszelt stark besucht.
- Naturparkmarkt zeigte regionale Produkte und Handwerk, dazu Heimatmarkt mit Gütenbacher Anbietern.
- Oktoberfest im 13. Jahr: drei Tage volles Zelt, Höhepunkt die Party mit der Band „Jauchzaaa“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gleich dreifach wurde beim großen Festwochenende in Gütenbach gefeiert: Auf dem Programm stand das traditionelle Oktoberfest des FC 04 Gütenbach. Dazu kam der 80. Geburtstag des Gütenbacher Unternehmens Faller Modellbau. Ergänzt wurde dies durch den Naturparkmarkt des Naturparks Südschwarzwald.
Das Festwochenende wurde ein voller Erfolg, nicht zuletzt dank des herrlichen Spätsommerwetters mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Aber auch logistisch war dieses Fest eine Herausforderung. Denn am Freitag sowie am Samstag tagsüber war die Schulstraße vom alten Rathaus bis zum Festzelt und zur Festhalle für die verschiedenen Angebote der drei Parallelveranstaltungen komplett gesperrt.
Für Gütenbach bedeutete dies natürlich: Innerhalb der Gemeinde gab es kaum noch Parkplätze. Die Organisatoren lösten dies mit vielen Parkplätzen auf der Neueck und einem regelmäßigen Shuttlebus.
Faller feiert seinen 80. Geburtstag
Am Freitag und Samstag bot die Firma Faller ein buntes Programm, das sehr gut angenommen wurde. Das begann bereits direkt vor der Firma mit einem großen Verkaufszelt für Restposten und Sonderangebote. Hier herrschte großes Gedränge und fast jeder ging mit einer großen Faller-Einkaufstasche nach Hause.
Anlass für das große Fest war der 80. Geburtstag des Unternehmens. Das 75-jährige Bestehen 2021 konnte wegen Corona nicht gefeiert werden, so feierte man jetzt den 80. Geburtstag. Diese Feier war auch ein zentraler Punkt bei der offiziellen Eröffnung des Festwochenendes am Freitagabend im Oktoberfestzelt mit Grußworten von Lukas Faller (FC Gütenbach), Geschäftsführer Horst Neidhard, Bürgermeisterin Lisa Hengstler, dem Landtagsabgeordneten Andreas Braun, Landrat Sven Hinterseh, Philipp Hilsenbek (IHK) und Ulrich Brobeil (Verband der Spielwarenindustrie). Bürgermeisterin Hengstler übernahm es dann auch, das Fass mit dem Festbier anzustechen.
Besucher blicken hinter die Kulissen
Den Höhepunkt beim Faller-Fest bildeten aber die beiden Tage der offenen Tür im Unternehmen. Die Besucher konnten vom Werkzeugbau über die Montage bis zur Spritzerei und Verpackung die verschiedenen Bereiche kennenlernen. Beeindruckend war unter anderem die Demonstration der Montage der kleinen Fahrzeuge für das Car-System mit unzähligen Einzelteilen. Mehr als eine Stunde dauert hier die Montage von Hand für ein einziges Fahrzeug.

Frisches Obst aus eigenem Anbau präsentierte die Familie Schneider aus Offenburg. Dazu gehört auch die entsprechenden Produkte wie Mispel-Brotaufstrich oder besonders „Schneider's edler Haustropfen“ in allen Variationen.
Stefan HeimpelBesonders beliebt bei Faller sind auch immer die Bastelangebote für die Kinder, die hier ihr eigenes Häuschen zusammenbauen konnten. Gut besucht waren die Faller-Miniaturwelten mit den neuesten Modellen. In der Festhalle gab es weitere Ausstellungen und Angebote, unter anderem von Modellbahnclubs.
Regionale Vielfalt auf der Festmeile
Am Samstag fand dann auf der Straße zwischen Faller und der Festhalle der Naturparkmarkt Südschwarzwald statt. Landwirte und Produzenten aus dem ganzen Südschwarzwald präsentierten hier ihre Produkte: Obst genauso wie Obstbrände oder Wurst. Aber auch traditionelles Handwerk war vertreten. So zeigte etwa ein Korbflechter aus Tennenbronn sein Handwerk und seine Produkte. Mit dabei war unter anderem auch wieder die Gütenbacher Brennerei Mack vom Kilpenhof.
Der Naturpark Südschwarzwald fördert mit diesen Naturparkmärkten die nachhaltige Entwicklung von Natur, Kultur und Landwirtschaft. Die Besucher erleben regionale Vielfalt hautnah: frische Produkte, traditionelles Handwerk, Musik und Schwarzwälder Brauchtum. Mit ihrem Einkauf unterstützen sie die regionale Landwirtschaft und helfen, die einzigartige Kulturlandschaft des Südschwarzwalds zu bewahren – ganz getreu dem Motto: „Landschaftspflege mit Messer und Gabel“.
Und so gab es auf der Festmeile auch Brauchtum: Die Kinder der Volkstanzgruppe Simonswald begeisterten mit ihrer Darbietung die Besucher.
Ergänzt wurde der Markt durch einen „Heimatmarkt“. Auf Initiative von Bettina Hug von der Gemeindeverwaltung konnten Anbieter aus Gütenbach, die nicht die strengen Kriterien des Naturparkmarktes erfüllten, ebenso eigene Produkte anbieten – von Bastelartikeln über Handarbeiten bis zu Marmelade und Kilwi-Küchle.
Drei Tage Stimmung im Festzelt
Und dann gab es natürlich wieder das Oktoberfest mit drei Tagen voll besetztem Festzelt: Der FC Gütenbach landete mit seinem traditionellen Oktoberfest in der 13. Auflage wieder einen Volltreffer. Nicht in Bayern, sondern mitten im Schwarzwald gab es drei Tage Stimmung pur mit verschiedenen Kapellen, welche die Besucher jedes Mal mitrissen.
Schon der Auftakt mit dem Handwerkervesper am Freitagabend war wieder ein voller Erfolg. Das Festzelt war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Musik der „Hislimusikanten“ und vor allem der BregBrassBuebe mit ihrer Stimmungsmusik begeisterte die Gäste. Integriert in diesen Auftakt war auch die Feier der Firma Faller.

Interessiert verfolgten die Besucher beim Tag der offenen Tür bei Modellbau Faller die Erklärungen und Vorführungen wie hier die Montage der kleinen Fahrzeuge.
Stefan HeimpelAm Samstag hatte der FC sein Angebot noch deutlich ausgeweitet: Bereits ab Mittag gab es Musik im Festzelt. Denn der FC hatte hier die Bewirtung der Besuchermassen vom Faller-Jubiläum und dem Naturparkmarkt übernommen. Mit der Resonanz im Zelt war man sehr zufrieden.
Ein Höhepunkt war am Abend die Dirndl- und Lederhosenparty mit der Gruppe „Jauchzaaa“. Die Band, die auch schon beim Cannstatter Wasen oder im Fernsehen aufgetreten war, sorgte im Festzelt für Bombenstimmung.
Besucherzahlen übertreffen Erwartungen
Das ganze Wochenende war, so Lukas Faller vom FC, ein voller Erfolg. Insgesamt war der Besuch deutlich besser als in den Vorjahren. Auch am Sonntag, dem dritten Tag des Oktoberfestes, war das Festzelt gerade beim Mittagessen wieder sehr gut gefüllt. Der Verein erhielt viel Unterstützung durch Kuchenspenden, die bei den Gästen gut ankamen und am Nachmittag alle verkauft waren. Nicht zuletzt gab es ein hervorragendes Miteinander bei den drei Veranstaltungen.
Auch Bürgermeisterin Lisa Hengstler war begeistert. Das Festwochenende sei sehr erfolgreich gewesen und die erwarteten Besucherzahlen seien weit übertroffen worden. Alles, angefangen vom kleinen Festakt am Freitagabend im Festzelt, sei gut Hand in Hand gelaufen.