EGT in Triberg: Unternehmensgruppe verändert ihre Aktionärsstruktur

Der Sitz der Hauptverwaltung der EGT AG ist in Triberg.
EGTDie EGT Unternehmensgruppe mit dem Sitz der Hauptverwaltung in Triberg war bisher zu je einem Drittel im Besitz kommunaler und privater Anteilseigner sowie der Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG (Albwerk). Mehrere Aktionäre haben jetzt beschlossen, ihre Anteile zu veräußern. Das war Anlass für die EGT AG, die Aktionärsstruktur neu zu formen. Hauptaktionär ist jetzt das Albwerk.
Nach intensiven Gesprächen im Aktionärskreis über die Neugestaltung der Führung der EGT AG haben sich private Aktionäre der Gründerfamilien der EGT, die RK Beteiligungen GmbH & Co. KG und die Stadt St. Georgen, entschlossen, ihre Aktien in einem Gesamtvolumen von 39 Prozent an der EGT AG zu veräußern.
Das Albwerk hat als Ankeraktionär mit Vertragsunterzeichnung am 31. Oktober die angebotenen Anteile übernommen und hält jetzt 72,3 Prozent an der EGT AG. Die übrigen Anteile teilen sich die verbliebenen Kommunen und ein privater Aktionär.
Flexible Gestaltung der Aktionärsstruktur
Es ist angedacht, dass die EGT AG selbst Ende des Jahres wieder zehn Prozent der Anteile übernimmt, um die Aktionärsstruktur in Zukunft zu einem gewissen Grad flexibel gestalten zu können.
„Die aktuellen Anforderungen an die Energiebranche bringen viele Unternehmen in stürmische Gewässer“, so Jens Buchholz, Vorstand der EGT AG und seit Anfang des Jahres auch Albwerk-Vorstand. „Branchenspezifische Herausforderungen wie Regulierung, Energiewende und Klimawandel gemeinsam mit den Megatrends Digitalisierung und künstliche Intelligenz, aber auch New Work üben nicht nur Veränderungsdruck, sondern vor allem auch finanziellen Druck aus. Um in diesem Umfeld auch in Zukunft erfolgreich zu sein, braucht es starke Partnerschaften.“

Setzen auf eine starke Partnerschaft: Jens Buchholz, Vorstand EGT AG und Albwerk (links), und Ralf Wuchenauer, Vorstand Albwerk.
Foto: EGTRalf Wuchenauer, sein Vorstandskollege beim Albwerk, pflichtet ihm bei: „EGT und Albwerk haben sich in den gemeinsamen Jahren seit 2018 wie vorausgesehen als starke strategische Partner entwickelt. Durch die Erweiterung der Albwerk-Beteiligung an der EGT AG haben wir die gemeinsame Basis weiter gestärkt. Unsere vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten und das Schöpfen von Synergien helfen enorm beim Meistern der zahlreichen Anforderungen, machen uns krisenfester und zukunftsfähig“.
Die Firmen
EGT
Die EGT wurde 1896 von Friedrich Wilhelm von Schoen, seinem Bruder Wilhelm Eduard Freiherr von Schoen und Carl von Linde mit der Firma Meißner & Co., damals Elektrizitäts-Gesellschaft Triberg, gegründet. 1922 beteiligten sich Triberg, St. Georgen, Furtwangen, Hornberg und Schonach zu 50 Prozent am Stammkapital der EGT. Die andere Hälfte blieb bei den Gründerfamilien. 2018 hat sich die EGT AG für Dritte geöffnet und die Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG aufgenommen. Fünf Tochterfirmen mit den Bereichen Netzbetrieb, Energievertrieb, elektro- und informationstechnische Gebäudeausrüstung, intelligente Energielösungen und interne Beratung bilden mit 340 Beschäftigten an vier Standorten das Kerngeschäft.
Albwerk
Die Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG entstand 1910. Heute vereinigt die Genossenschaft über 20 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, welche die energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette abbilden. In Geislingen ist das Albwerk mit 300 Mitarbeitern im Energievertrieb, im Netzbetrieb, in der regenerativen Erzeugung, der Elektro- und Kommunikationstechnik sowie im Elektroeinzelhandel tätig und erwirtschaftet jährlich gut 243 Millionen Euro Umsatzerlöse. Die Gruppe erzielte 2023 Umsatzerlöse von 590 Millionen Euro.