Dorfladen vor dem Aus?
: Hammereisenbach kämpft um den beliebten Landmarkt

Betreiber Andreas Würthner will zum Jahresende aufhören. Bei einer Einwohnerversammlung suchten rund 100 Bürger nach einer Lösung. Kommt die in Form einer Genossenschaft?
Von
red/pm
Vöhrenbach-Hammereisenbach
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durchfahrt

Wie geht es weiter mit dem Landmarkt an der Hammereisenbacher Ortsdurchfahrt? (Archivfoto)

Markus Reutter
  • Landmarkt in Hammereisenbach droht zu schließen, Betreiber endet am Jahresende.
  • Der Laden läuft, Schließungsgrund sind persönliche Gründe des Betreibers.
  • Rund 100 Bürger suchten bei einer Einwohnerversammlung nach Lösungen.
  • Eine Genossenschaft wird erwogen – Ziel ist der gemeinschaftliche Betrieb.
  • Ortsvorsteher vernetzt Interessierte, Betreiber bietet Begleitung für Nachfolge an.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Zehn Jahre ist es her, dass Schlagzeilen und große Aufregung über die anstehende Schließung des Dorfladens „Galli“ die Bevölkerung in Hammereisenbach verunsicherten und in Aufruhr versetzten. Zehn Jahre später beschäftigt eben dieses Thema erneut die Menschen in Hammereisenbach und Urach, denn der jetzige Inhaber möchte den Landmarkt zum Jahresende schließen, sollte sich keine Nachfolge abzeichnen.

Dabei geht es dem Dorfladen nicht schlecht, wie es in einer Pressemitteilung der Verwaltung heißt. Die Bevölkerung und viele Menschen, die durch Hammereisenbach fahren, schätzen das kleine, ansprechende Geschäft mit dem gut sortierten Angebot, das einen wichtigen Lebensmittelpunkt in dem kleinen Ortsteil darstellt. Die monatelange Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Hammereisenbach hätte für viele andere Geschäfte das sichere Aus bedeutet, nicht so für den Landmarkt.

Die Stadt unterstützte, indem trotz der Schließung Anfahrtsmöglichkeiten geschaffen wurden. Und insbesondere die Bevölkerung stand geschlossen hinter „ihrem Laden“, kaufte gezielt dort ein und sorgte so mit dafür, dass der Landmarkt jetzt, einige Monate nach der Eröffnung der Ortsdurchfahrt, fast wieder genauso gut dasteht wie zuvor. Wenn da nicht die große Frage nach dem „Danach“ im Raum stünde. „Am Jahresende ist Schluss“, so der jetzige Betreiber Andreas Würthner. Nicht, weil der Landmarkt sich nicht trägt, sondern aus persönlichen Gründen.

Einwohnerversammlung Landmarkt Hammereisenbach

Einwohnerversammlung zum Landmarkt Hammereisenbach

Stadtverwaltung Vöhrenbach

Um hier vorzubeugen, ins Gespräch zu kommen und vielleicht ganz neue Wege zu gehen, fand kürzlich eine Einwohnerversammlung in der Sommerberghalle statt, organisiert durch die Stadt Vöhrenbach in enger Absprache mit Ortsvorsteher Patrick Hellenschmidt und dem derzeitigen Ladeninhaber Andreas Würthner.

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Rund 100 Personen nahmen daran teil und kamen in einen intensiven Austausch. Zwar gibt es bisher Anfragen zu einer Geschäftsübernahme, aber leider nichts Konkretes, wird in der Mitteilung bedauert. Deswegen wurde überlegt, ob es möglich wäre, eine Genossenschaft zu gründen, um den Landmarkt künftig gemeinschaftlich zu betreiben, sollte sich keine Privatperson hierzu bereit erklären. Eine Schließung soll auf jeden Fall verhindert werden. Benötigt werden hierzu zum einen Personen, die bereit sind, sich an der Gründung einer Genossenschaft zu beteiligen, zum anderen Unterstützer, die sich vorstellen können, sich bei der Gründung einer Genossenschaft durch den Kauf von Anteilen finanziell und/oder ehrenamtlich einzubringen.

Andreas Würthner würde unterstützen

Andreas Würthner unterstrich im Rahmen der Einwohnerversammlung seine Bereitschaft, einen neuen Betreiber eine Zeit lang zu begleiten und zu unterstützen, sei es nun eine natürliche Person oder eine Gruppe, die sich gemeinschaftlich auf den Weg gemacht hat, eine Genossenschaft zu gründen.

Für das Projekt „Wir gründen eine Genossenschaft, zum Erhalt des Landmarktes“ gab es schon am Tag der Einwohnerversammlung viele Unterschriften. Ortsvorsteher Patrick Hellenschmidt erklärte sich bereit, im Rahmen des Projektes interessierte Personen zusammenzubringen. Weitere Interessierte sind willkommen.