Diamantene Hochzeit in Schonach
: Erika und Herbert Storz sind seit 60 Jahren verheiratet

Das Fest der Diamantenen Hochzeit können heute Herbert und Erika Storz feiern.
Von
Claudius Eberl
Oberndorf
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Das Fest der Diamantenen Hochzeit feier am heutigen Donnerstag Herbert und Erika Storz aus Schonach.

Claudius Eberl

Herbert Storz ist gebürtiger Nußbacher, kam dort als fünftes von acht Kindern auf dem Feißenhof im Hintertal im Juli 1941 zur Welt. Nach dem Besuch der Volksschule am Ort machte er eine Ausbildung zum Betriebsschlosser bei der Firma Grieshaber in Triberg, 13 und ein halbes Jahr alt war er bei Beginn der Ausbildung erst. Die Lehre schloss er 1958 ab, wechselte dann zur Firma JG Weißer in St. Georgen.

Nach 18 Monaten Wehrdienst und einem kurzen Beschäftigungsverhältnis in Villingen kehrte er zu seinem Ausbildungsbetrieb zurück – und blieb dort bis zu Rente. Mit 32 Jahren starte er mit der Ausbildung zum Meister, schloss diese erfolgreich ab und wurde 1974 zum Werkmeister bei der Firma Grieshaber. In Nußbach spielte er jahrelang erfolgreich Fußball, musste damit aber aufgrund von Knieproblemen aufhören und ging zum Singen über, was sein großes Hobby werden sollte. 1977 wurde er zum Vorsitzenden des Männergesangvereins (MGV) Schonach ernannt, dieses Amt hatte er rund 20 Jahre lang inne.

In der Ferne junge Frau aus der Heimat getroffen

Erika Storz, geborene Scherer, stammt aus Schonach, wurde dort im August 1942 als das jüngste von fünf Geschwistern geboren und besuchte in ihrem Heimatort die Volksschule. Danach war sie als Arbeiterin in der Uhrenindustrie beschäftigt, wechselte schließlich in den Gasthof Rössle nach Gremmelsbach. Nach der Heirat und der Geburt der drei Töchter, die im Jahresabstand auf die Welt kamen, blieb sie zunächst zuhause, sorgte für die Kinder und hielt ihrem Mann in vielerlei Hinsicht den Rücken frei. Nachdem die Kinder größer waren fing sie bei der Firma SBS in Schonach an und arbeitete dort bis zur Rente.

Erster Funke kam im Urlaub

Zum ersten Mal aufgefallen waren sich die beiden aus purem Zufall, während eines Urlaubes in Voralberg. Er sei mit einem Kumpel dorthin gefahren, beim Tanzabend in St. Gallenkirchen bemerkte er Erika und entsinnt sich, dass er die junge Frau doch aus seiner Heimat kannte. Angesprochen hatte er sie allerdings nicht. Erst drei Jahre später begegnete man sich wieder, im Gasthof Rössle, wo Erika arbeitete. Und nun sprach er sie endlich an, schnell freundete man sich an. Vielfach sei er den Weg von Gremmelsbach aus ins Elternhaus nach Nußbach zurückgelaufen, erinnert sich Herbert schmunzelnd, denn einen fahrbaren Untersatz hatte er damals noch nicht.

Am 8. Mai 1965 in der Schonacher Pfarrkirche geheiratet

Am 8. Mai 1965 wurde in der Schonacher Pfarrkirche geheiratet, das Hochzeitsfest fand im „Schloßberg“ statt. Bald schon kam 1966 die erste Tochter zur Welt, die beiden weiteren folgten in den beiden Jahren darauf. Das Ehepaar wohnt heute in der Schwarzwaldstraße, gesundheitlich ist es etwas angeschlagen. Dennoch versuchen beide täglich einen kleinen Spaziergang zu machen. Das Autofahren hat Herbert aufgegeben. Doch, freut sich Erika, die Kinder und Enkelkinder sind in der Nähe und helfen bei Einkaufsfahrten oder Arztbesuchen.

Gefeiert wird im kleinen Familienkreis, wobei der bei drei Töchtern, zwei Schwiegersöhnen, fünf Enkel- und vier Urenkeln gar nicht so klein ist.

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