Buchlesung in Schönwald
: Autoren erzählen amüsant über ihre Erlebnisse

Das vergnügliche Büchlein „Was es eigentlich nicht gibt. Neue Schwarzwaldgeschichten“ stellten zwei von drei Autoren im Eschle vor.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Gert Steinheimer (links) und Johannes Hucke präsentieren das vergnügliche Büchlein „Was es eigentlich nicht gibt. Neue Schwarzwaldgeschichten“ im Eschle.

Hans-Jürgen Kommert

Lesungen gibt es beim Sozialen und Kulturellen Treffpunkt im einstigen „Atomladen“, dem Kaufhaus Eschle im Herzen Schönwalds, immer wieder einmal – und doch war die am Freitagabend, etwas Besonderes: Als Weltpremiere wurde sie angekündigt und das war sie wohl auch.

Die drei Autoren – von denen zwei auch ihr Buch in Passagen und kurzen Geschichten vorstellten - hatten in Anlehnung an die Dorfgeschichten des früheren Schwarzwälder Autors Berthold Auerbach das Buch „Was es eigentlich nicht gibt. Neue Schwarzwaldgeschichten“ herausgebracht.

Johannes Hucke ist ein Autor, der sich vielerlei Themen widme und auch journalistisch tätig ist im Raum Mannheim. Er outete sich als Mensch, der Wurzeln im Schwarzwald hat, dessen Mutter Finkbeiner hieß und aus der Gegend um Baiersbronn stammte. Lesungen sind für ihn kein großes Ding – mehr als 400 hat er bereits hinter sich, bei Weitem nicht alle seien so familiär wie die jetzige.

Dritter Autor aus Triberg kann krankheitsbedingt nicht vor Ort sein

Co-Autor Gert Steinheimer ist als Drehbuchautor durchaus des Schreibens kundig. Für ihn aber war diese Lesung ebenfalls eine Weltpremiere. In Mannheim aufgewachsen, war er viel am Theater beschäftigt, aber auch bei Film und Fernsehen. Jahrzehntelang verbrachte er viele Urlaube in Schönwald. Zu ihrem Bedauern habe der Dritte im Bunde krankheitsbedingt absagen müssen: Wolfgang Wegner, der aus Triberg stammt und Lehrbeauftragter am Karlsruher Institut für Technologie und freier Autor ist.

Die Autoren lieben den Schwarzwald und erzählen locker und stets amüsant über ihre Erlebnisse, wobei sich speziell Hucke in die höheren Sphären der Sprache begibt und damit gerne lautes Gelächter verursachte – vor allem, wenn er über gemeinsame Ausflüge mit seinem Freund Gert Steinheimer in dessen „sommermädchenmundrotem“ Mazda-Cabrio (laut Steinheimer „Ferrarirot“) sinnierte.

Berichte aus Vergangenheit hallen im Hier und Jetzt nach

Hucke, Steinheimer und Wegner schlagen in ihrem Buch den Bogen von Berichten aus der Vergangenheit, die aber im Hier und Jetzt nachhallen, zu aktuellen Begebenheiten, die es durchaus wert sind, sie zu bewahren. Vor allem Hucke präsentierte sich dabei als wahrer Meister der schwurbeligen Wort- und Satzgebilde.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.