Bauprojekt in Gütenbach
: Kosten für Gemeindezentrum weitgehend eingehalten

Die Kosten des neuen Gemeindezentrums in Gütenbach liegen nach Abschluss nur geringfügig über der Planung. Architekt Martin Rosenfelder erläuterte Gründe einzelner Abweichungen.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Nach mehr als vier Jahren intensiver Arbeit ist das neue Gütenbacher Gemeindezentrum mit Rathaus und Feuerwehrgarage fertig gestellt und nun weitgehend abgerechnet – mit nur geringer Kostenüberschreitung

Hans-Jürgen Kommert

Nachdem vor wenigen Tagen das Gemeindezentrum offiziell eingeweiht wurde, galt es nun, Bilanz zu ziehen, da nahezu alle Maßnahmen abgerechnet sind. Bürgermeisterin Lisa Hengstler hatte dazu den Architekten Martin Rosenfelder und Mirco Fehrenbach, den Bauleiter der Firma Jäger, eingeladen.

Zunächst müsse betont werden, dass die Gesamtkosten nur geringe Abweichungen gegenüber der Kostenberechnung aufweisen – gerade mal rund 200.000 Euro. Das ist angesichts der langen Bauzeit und der deutlich höheren Angebotssummen ein vergleichsweise geringer Wert. Bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand werden üblicherweise Kostenüberschreitungen von mindestens zehn Prozent erwartet, während sich das Projekt in Gütenbach nahezu im Rahmen der ursprünglichen Planung des Architekturbüros bewegte.

Rosenfelder, assistiert von seiner Mitarbeiterin Andrea Krompholz, zeigte auf, dass Kostenüberschreitungen nur in wenigen Fällen auftraten: „Sie sehen selbst, die meisten abgerechneten Kosten zeigen in der letzten Spalte grüne Zahlen auf, sind also billiger als in den Angeboten.“ Doch er nannte auch einige Hintergründe zu den Abweichungen. Die deutlichste Abweichung gab es bei den Arbeiten an den Außenanlagen, die Bauleiter Fehrenbach jedoch erläutern konnte. Als die Firma Jäger ihre Arbeit begonnen hatte, stellten die Mitarbeiter fest, dass einige kostenträchtige Vorarbeiten gar nicht oder nicht richtig erledigt worden waren. Um vernünftig arbeiten zu können, beseitigten sie zunächst diese Unzulänglichkeiten, was zur enormen Kostenüberschreitung führte.

Gespräche sind geplant

Die Bürgermeisterin zeigte dazu auf, dass mit einer Firma noch wegen nicht erledigter Arbeiten Gespräche geführt werden. Der Gemeinderat nahm die Kostenrechnung zur Kenntnis.

Zudem galt es, noch eine letzte Auftragsvergabe zu beschließen – den Blitzschutz. Hier konnte Rosenfelder einen günstigen Preis mit einem schwäbischen Unternehmen vereinbaren, das diese Arbeiten zu einem Pauschalpreis von 8000 Euro durchführen werde.

Der Gemeinderat beschloss diese Ausgabe trotz angespannter Haushaltslage – Blitzschutz sei eine unabdingbare Aufgabe.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.