Ausstellung in Königsfeld: „Kontraste“ aus zwei Stimmen und zwei Welten

Galerist Alexander Höllwarth (von links), Bildhauer Frank Teufel und der Maler Sada Tall bei der Vernissage, die auf große Resonanz stieß
Karlheinz HoffmannBei der Vernissage stellen die Künstler ihre Werke vor.
„Mit großer Sorgfalt und einem geschulten Auge“ wurde die Ausstellung vorbereitet, berichtete Galerist Alexander Höllwarth bei der Eröffnung.
Skulpturen des Tuttlinger Bildhauers Frank Teufel und Bilder des in Gütenbach lebenden senegalesischen Künstlers Sada Tall sind zu sehen. Sie stellen auch zwei Stimmen und zwei Welten dar. Dabei übertönen sie sich aber nicht, so der Galerist.
Frank Teufel sei einer der bekanntesten Bildhauer im Südwesten. Sada Tall konnte mit seinen Werken sogar schon internationale Preise erringen. Frank Teufel hat sich seit seiner Jugend für seine jetzige Arbeit interessiert. Nach einer Steinmetzlehre absolvierte er die Meisterprüfung. An die Akademie für Gestaltung in Ulm führte ihn sein weiterer Weg.
Der Mensch ist das zentrale Thema
Sein zentrales Thema seiner Werke ist der Mensch. Die abstrakten Darstellungen sollen das Wesen des Menschen und seine Beziehungen darstellen. Seine Arbeit bezeichnet er als „Entmaterialisieren“. Dies umschreibt er mit den Worten „dem Stein die Schwere zu nehmen, um eine Leichtigkeit zu erzeugen.
Aus dem Meer bezieht er seine Inspiration
Sada Tall hat von 1990 bis 1994 Kunst studiert. Als Junge lebte er in Dakar und so nahe am Meer. Hieraus bezieht er seine Inspiration. Er fühlt sich manchmal wie in seinem sechsten Kontinent, wie er das Meer nennt. So schöpft er neue Ideen. Bekannt sind auch seine Bilder mit Booten. Sie sollen auf die Migration hinweisen.
Mit einer kleinen Trommeleinlage auf seiner Djembe kehrte er kurzfristig sehr zur Freude der zahlreich anwesenden Besucher der Vernissage in seine westafrikanischen Wurzeln. Alexander Höllwarth wies auf die Ausstellung um Untergeschoss hin. Hier gibt es eine Schau regionaler Künstler aus Anlass des 50-jährigen Gemeindejubiläums. Die Ausstellung kann bis 29. Juni besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Freitag, 13 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 13 bis 16 Uhr.