Ausbildungsmesse in St. Georgen
: Hier bewerben sich die Unternehmen bei den Schülern

In neuem Gewand zeigte sich die von der Stadtverwaltung St. Georgen organisierte Berufs- und Ausbildungsmesse in der Stadthalle. 37 Aussteller stellten sich in Kurzpräsentationen vor.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Groß ist das Interesse von Schülern an der Berufs- und Ausbildungsmesse in St. Georgen.

Stephan Hübner

Das große Interesse zeige die Aktualität des Themas, so Bürgermeister Michael Rieger. Azubis fänden nicht mehr automatisch den Weg ins Unternehmen, vielmehr bewerbe sich die Firma bei Kandidaten. Mit der Messe baue man eine Brücke.

Henriette Stanley von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg freute sich über Aussteller aus der Raumschaft. Angesichts des Fachkräftemangels müsse man weg vom Protektionismus. Die duale Ausbildung sei das Steckenpferd der Region.

Niederschwellig vorstellen

Auf Tabea Epting von der Stabstelle Stadtmarketing geht das neue Format der Messe zurück. Herkömmliche Messen seien nicht mehr zielgruppengerecht, Unternehmen sollten sich mit Präsentationen Bewerbern niederschwellig vorstellen. Individuelle Gesprächsbereiche gebe es aber weiter.

Janina Lamersdorf vom Polizeirevier Tuttlingen stellt Ausbildungen für den Polizeidienst vor.

Foto: Stephan Hübner

Unternehmen wie Schmidt Technology, Schneider Schreibgeräte oder EBM-Papst waren vor Ort. Bei Granacher Präzisionstechnik konnte man einen per Laser individuell beschrifteten Kugelschreiber bekommen.

Handwerk ist unterrepräsentiert

Unterrepräsentiert war das Handwerk, bedauerte Bastian Kaiser von Kaiser Stuckateur. Das sei ein wichtiger Partner zum Erreichen der Klimaziele, viel besser bezahlt als früher, dank leichterer Baustoffe und moderner Technik weit weniger anstrengend als früher. Wichtig seien aber weiter Wissen und Geschick des Menschen.

Heimische Unternehmen und schulische Einrichtungen stellen sich vor.

Foto: Stephan Hübner

Positiv zu seiner Ausbildung als Zimmerer beim Unternehmen Schwarzwälder äußerte sich Torben Schweizer. Dank Vorfertigung arbeite man heute viel in einer Halle, nicht mehr wochenlang dem Wetter ausgesetzt auf Baustellen, so der Abiturient.

Schule für Physiotherapie

Motima, die Schule für Physiotherapie, stellte Inhaber Markus Blaser vor, beschrieb die Arbeit mit Profisportlern oder Senioren nach Schlaganfällen sowie Lerninhalte zu Körper und Unfallchirurgie.

Janina Lamersdorf vom Polizeirevier Tuttlingen stellte Ausbildungen vor, für die Interessenten Teamplayer sein und gern mit Menschen arbeiten sollten. Das Amtsgericht Konstanz erläuterte den Beruf des Rechtspflegers, der laut Tamara Meigel im Gegensatz zum Jurastudium schon in der Ausbildung Verdienst bringt. Das Studium findet im Schloss Schwetzingen statt, aber auch in Praktika vor Ort, zum Beispiel beim Amtsgericht Villingen.

Dem Abiturienten Torben Schweizer (dritter von links) macht die Ausbildung zum Zimmerer viel Spaß.

Foto: Stephan Hübner

Ausbildungsinhalte per VR-Brille

Weitere Anziehungspunkte waren zum Beispiel die evangelische Altenhilfe, die Ausbildungsinhalte auch per VR-Brille vermittelt, ATS Life Sciences, das über die Herstellung von Asthmaspray-Spendern oder Insulinpens informierte, das Finanzamt, Kreditinstitute und auch die Stadtverwaltung selbst. Die bietet in städtischen Kindergärten die Ausbildung zu sozialpädagogischen Assistenten an. Diese arbeiten Erzieherinnen zu.

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