Angebot wird ausgeweitet: Vöhrenbach stellt Ferienbetreuung für Schüler neu auf

Durch den Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler ändert sich auch bei der Betreuung in den Freien so einiges. (Symbolfoto)
dpa/Uwe Anspach- Vöhrenbach richtet die Ferienbetreuung neu aus, da der Ganztagsanspruch auch in Ferien gilt.
- Die Stadt holt die Stiftung St. Franziskus ins Boot – zehn Ferienwochen Betreuung sind geplant.
- Zeiten: 7 bis 13 Uhr montags bis freitags, zusätzlich 13 bis 16 Uhr montags bis donnerstags.
- Kosten steigen: 60 Euro pro Woche vormittags, 90 Euro ganztags; Geschwister zahlen 10 Prozent weniger.
- Umfang wird nach Anmeldungen zu Beginn des Schuljahrs festgelegt, Mittagessen ist nicht vorgesehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Komplett neu organisiert wird in Vöhrenbach die Ferienbetreuung der Kinder in den Schulferien. Grund dafür sind die deutlich höheren Anforderungen auch an die Ferienbetreuung durch den neuen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Schulkinder ab Beginn des kommenden Schuljahrs.
Dieser Anspruch besteht nämlich nicht nur in der Schule, was bereits mit dem Betreuungsangebot an der Schule abgedeckt wird, sondern auch zu einem großen Teil in den Ferien. Lediglich 20 Ferientage sind davon ausgenommen.
Dieses Pensum könne man mit dem vorhandenen Angebot an Programmen in den Schulferien nicht mehr abdecken. Daher möchte sich die Stadt die Unterstützung der Stiftung St. Franziskus aus Heiligenbronn ins Boot holen. Deren Bereichsleiter Michael Cuno war nun in die Sitzung des Gemeinderats gekommen.
In der Schule werden während der Schulzeit ergänzend zum Unterricht die Frühbetreuung, die Betreuung in der sechsten Stunde sowie die Nachmittagsbetreuung montags bis donnerstags angeboten.
Angebot muss deutlich wachsen
Bisher wurde eine Ferienbetreuung der Grundschulkinder über eine Woche in den Pfingstferien sowie vier Wochen in den Sommerferien angeboten, jeweils von 7.30 bis 13 Uhr. Überwiegend waren dabei Ferienjobber im Einsatz – aufgrund der hohen Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren oftmals bis zu vier Personen gleichzeitig. Dabei war es häufig schwierig, ausreichend Personal zu gewinnen.
Ab dem kommenden Schuljahr muss eine Ferienbetreuung an insgesamt zehn Ferienwochen angeboten werden – und das nicht nur am Vormittag, sondern auch am Nachmittag. Den rechtlichen Anspruch auf diese Betreuung haben ab dem kommenden Schuljahr Erstklässler. Danach kommt jedes Jahr eine weitere Klasse hinzu. Unter diesen Voraussetzungen sei eine Organisation ausschließlich mit Ferienjobbern nicht mehr möglich. Vor allem fehlt dabei die Planungssicherheit.
Insgesamt zehn Wochen Betreuung
Die Stiftung St. Franziskus in Villingen, die unter anderem im Bereich von Kindern und Jugendlichen aktiv ist, unterbreitete ein Angebot mit jeweils einer Gruppe mit maximal 18 Kindern für zwei Wochen in den Osterferien, zwei Wochen in den Pfingstferien und sechs Wochen in den Sommerferien. In der zweiten Hälfte der Sommerferien werden gleich drei Gruppen angeboten.
Auch Kosten ändern sich
Die komplette Neuorganisation der Ferienbetreuung in Vöhrenbach mit der Stiftung St. Franziskus hat auch zur Folge, dass sich die Entgelte für die Betreuung deutlich ändern werden. Die Betreuung von 7.30 bis 13 Uhr in den Pfingst- und Sommerferien kostet pro Woche bisher 30 Euro für das erste Kind und 15 Euro für jedes weitere Kind der Familie.
Nun werden die Betreuungszeiten ausgeweitet auf 7 bis 13 Uhr montags bis freitags und zusätzlich – im Rahmen der Ganztagsbetreuung – montags bis donnerstags 13 bis 16 Uhr. Als Kosten für die Betreuung werden künftig für den Halbtag (Vormittag) 60 Euro je Ferienwoche berechnet, jedes weitere Kind des Haushalts bezahlt 54 Euro. Der Nachlass von zehn Prozent entspricht den Gebühren bei der Betreuung in der Schulzeit. Bei Ganztagsbetreuung liegt der Preis für eine Woche bei 90 Euro, für weitere Kinder der Familie bei 81 Euro.
Damit könne, so die Einschätzung der Verwaltung, das mit der neuen Regelung deutlich erhöhte Defizit der Betreuung etwas reduziert werden.
Angefragt wurde vom Gemeinderat, was mit der Betreuung am Freitagnachmittag ist. Sollte am Freitagnachmittag Bedarf bestehen, werde man versuchen, einen Austausch mit den Nachbargemeinden zu organisieren oder nach anderen Lösungen suchen, hieß es darauf. Man gehe – wenn überhaupt – von Einzelfällen aus. Außerdem wurde das Mittagessen angefragt. Dass eines angeboten wird, ist aktuell nicht geplant. Kinder können jeweils ein Vesper mitbringen.
Bei Bedarf könnte die Zahl der Gruppen reduziert oder auch gesteigert werden. Zu Beginn des Schuljahrs erhalten die Eltern deshalb ein Anmeldeformular für die Ferienbetreuung für das beginnende Schuljahr. Nach den Anmeldungen zu Beginn des Schuljahrs könnte die Verwaltung dann mit der Stiftung St. Franziskus die Anzahl der benötigten Gruppen bis zum Oktober festlegen.
Umfang wird noch festgelegt
Die Ferienbetreuung im vorgestellten Umfang kostet etwa 65.000 Euro. Bei einer Organisation und Durchführung durch die Stadt lägen die Kosten des Betreuungspersonals inklusive der Nebenkosten wie Stellensuche bei mindestens 52.000 Euro. Weiterer Minuspunkt: Eine Organisation der Ferienbetreuung in diesem Umfang sei durch die Verwaltung kaum machbar.
Der Gemeinderat stimmte daher zu, die Stiftung St. Franziskus zu beauftragen. Der nötige Umfang wird im Herbst auf Grundlage der vorliegenden verbindlichen Anmeldungen festgelegt.

