150 Jahre King
: Wie das Triberger Familienunternehmen  weiter an der Zukunft baut

Bei der Jubiläumsfeier würdigen Politik, Handwerk und Wegbegleiter die Erfolgsgeschichte der  traditionsreichen Baufirma King. So hat sie das Stadtbild mitgeprägt.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Triberg
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Auszeichnung durch Handwerkskammer-Präsident Werner Rottler für die Firma King, vertreten durch Rebecca und Eckart King

Eine Auszeichnung durch Handwerkskammer-Präsident Werner Rottler (links) gab es für die Triberger Bauunternehmung King, vertreten durch Rebecca und Eckart King, anlässlich des 150-jährigen Bestehens.

Hans-Jürgen Kommert
  • Jubiläum in Triberg: 150 Jahre Bauunternehmen King mit Festakt und Ausstellung gefeiert.
  • Die Firma prägt das Stadtbild, darunter der ehemalige Schlachthof als Firmendomizil.
  • Politik und Handwerk würdigen das Familienunternehmen in vierter Generation.
  • Rebecca King betont Teamarbeit und die Zukunft des Handwerks – Digitalisierung im Blick.
  • Ein 99-jähriger Ex-Mitarbeiter und ein Polier wurden geehrt, Bewirtung und Musik rundeten ab.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vor 150 Jahren gegründet, ist das Triberger Bauunternehmen King heute noch am Markt präsent – und aktuell in vierter Generation im Familienbesitz. Ursprünglich war die Domäne der Firma der Hochbau, was viele der Bauwerke in der Stadt beweisen. Unter anderem gehört das heutige Domizil der Firma, der ehemalige Schlachthof, zu den vielen Häusern, die Firmengründer Josef King als Fußabdruck im „Städtle“ hinterlassen hat.

Ralf Mauscherning, einst selbst Stadtbaumeister, erklärte als Vertreter der beiden Kirchen, dass er sich gut vorstellen könne, dass auch die evangelische Kirche der Stadt ein King-Bauwerk ist. Sowohl Alter als auch Baustil legten das nahe.

Ausstellung zum Jubiläum

Mit einem Sektempfang und der Einladung, die Ausstellung im Haus zu betrachten, begann der Festakt zum Jubiläum. Gekommen waren neben den aktuellen Mitarbeitern auch Gäste aus der Politik, wie mehrere Bürgermeister, Landrat Sven Hinterseh sowie Stadtbaumeister diverser Gemeinden und viele Auftraggeber und Auftragnehmer des Baugeschäfts.

Josef Heinzmann (99) erinnert sich

Beeindruckt zeigte sich der Landrat nicht nur von der Ausstellung. Vielmehr wurde ihm mit dem 99-jährigen Josef Heinzmann ein ehemaliger Mitarbeiter vorgestellt, der schon unter Eckart Kings Vater gearbeitet hatte – volle 49 Jahre im harten Baugewerbe. Zu den Zeiten von Heinzmann habe man über den Minibagger müde gelächelt, vermittelte Eckart King, heute sei er nicht mehr wegzudenken.

Emotional wurde dann die „fünfte Generation“, Rebecca King, als sie aufzählte, was heutzutage erwartet werde. „Ohne Eugen (Dieterle) hätte ich es viel schwerer. Er ist immer da und unterstützt bei dem, was man nicht sieht. Das ganze Drumherum ist eine enorme Arbeit“, betonte sie.

Tief beeindruckt zeigt sich Landrat Sven Hinterseh (von links), dem Eckart King mit Josef Heinzmann einen 99-järigen ehemaligen Mitarbeiter vorstellt. Auch Bürgermeister Sven Ketterer zeigt sich erstaunt

Tief beeindruckt zeigt sich Landrat Sven Hinterseh (von links), dem Eckart King mit Josef Heinzmann einen 99-järigen ehemaligen Mitarbeiter vorstellt. Auch Bürgermeister Sven Ketterer zeigt sich erstaunt

Hans-Jürgen Kommert

Überhaupt arbeite die Firma mit einem tollen Team. Das Bauhandwerk sei gut – am Ende des Tages sehe man, was man getan habe. „Handwerk ist modern, wichtig und hat Zukunft“, warb sie. Bürgermeister Sven Ketterer, selbst bis vor Kurzem noch Stadtbaumeister, hob hervor, dass die Firma eng mit der Stadt verknüpft sei und die Stadt und die Region mitgestaltet habe. Tradition lebe durch Innovation und hinter einem erfolgreichen Unternehmen stünden Menschen.

Den alten Schlachthof gerettet

In einer globalen Welt, in der alles sehr schnell ablaufe, und in herausfordernden Zeiten sehe er es als besonders wertvoll an, wenn ein kleines Familienunternehmen eine so lange Zeit bestehen könne, betonte Landrat Sven Hinterseh. Besonders freue er sich, dass die Firma den alten Schlachthof gerettet habe. Werner Rottler, Präsident der Handwerkskammer Konstanz, schloss sich den Worten der Vorredner an – besonders Rebecca King habe ihm aus dem Herzen gesprochen. In den Anfängen hätte man keine technischen Höhepunkte gehabt, nur den Menschen und vielleicht Fuhrwerke. „Am Ende hängt alles an den Menschen“, räumte er ein. Und – im Handwerk denke man nicht in Jahren, sondern in Generationen.

Am Ende vermittelte Manuela Santos vom Verband des Baugewerbes, dass der Verband seine Unternehmen jederzeit stütze, auch bei der Digitalisierung. Dazu lobte sie ein tolles Familienunternehmen mit hochqualifizierten Mitarbeitern. Einer von ihnen, Polier Tobias Wentz, wurde dazu für seine mittlerweile zehnjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen ausgezeichnet.

Narrenzunft Schonach stellt Bewirtungsteam

Kurz vor dem kleinen Regen begann das St. Georgener Catering „Cook N Roll“ mit dem Abendessen. Als ausgezeichnet bewährte sich auch das Bewirtungsteam, die Narrenzunft Schonach. Und für stimmungsvolle Musik war die Formation „Locker vom Hocker“ zuständig.

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