100 Jahre Schützen Weiler
: Rückblick auf bewegte Geschichte

Der Schützenverein Weiler feierte sein 100-jähriges Bestehen. Viele Gäste kamen zum Festakt, um dem Gastgeber zu gratulieren. Eine bewegte Geschichte liegt hinter dem Verein.
Von
Karlheinz Hoffmann
Königsfeld-Weiler
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Patrick Scheel,Michael Reiner, Fritz Link und  Heinz Kammerer gehörten zu den Gratulanten beim Festakt zum 100jährigen Jubiläum

Patrick Scheel (von links), Michael Reiner, Fritz Link und Heinz Kammerer gehörten zu den Gratulanten beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen.

Karlheinz Hoffmann
  • Der Schützenverein Weiler feierte das 100-jährige Bestehen mit einem Festakt in Weiler.
  • Der Verein wurde 1926 gegründet, nach dem Krieg fast aufgelöst und 1955 wiedergegründet.
  • Aktuell hat der Verein 72 Mitglieder, davon zehn aktive, im Jugendbereich gibt es Bedarf.
  • Redner lobten Werte wie Kameradschaft und Engagement – Corona belastete das Vereinsleben.
  • Gratulanten überreichten Auszeichnungen und einen Scatt als professionellen Schießtrainer.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Oberschützenmeister Martin Burgbacher freute sich über den großen Zuspruch beim Festakt. Seine Ausführungen begann er mit der Aussage, dass 100 Jahre unzählige Ringe, Trainings, Wettkämpfe und sonstige Treffen beinhalteten.

Auch bemerkte er scherzhaft, dass Schützen die besten Ausreden hätten, wenn das Zielwasser nicht passte. Er erinnerte an die schwierige Anfangsphase im Jahre 1926. Hier und nach dem Krieg stand der Verein vor dem Aus.

1955 gab es aber eine Wiedergründung. Drei Mitglieder, Günther Burgbacher, Erich Engel und Siegfried Haller, sind heute noch lebende Mitglieder aus dieser Zeit.

Erst in jüngster Zeit war ein Weiter im Vereinsleben erneut gefährdet. Corona sorgte auch hier für massive Einschnitte. Durch Initiative einzelner Mitglieder ist es gelungen, den Verein am Leben zu erhalten.

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v.l. : Jasmin Burgbacher, Enrico Seckinger, Uwe Kammerer, Uwe Gönner, Lennart Weißer, Kai Weißer von der Vereinsgemeinschaft Sie übergaben an Martin Burgbacher ganz rechts einen professionellen Schießtrainer

Jasmin Burgbacher (von links), Enrico Seckinger, Uwe Kammerer, Uwe Gönner, Lennart Weißer, Kai Weißer von der Vereinsgemeinschaft übergaben an Martin Burgbacher einen professionellen Schießtrainer.

Karlheinz Hoffmann

Auch wenn ein Verein mit 100-jähriger Geschichte allgemein eher als altbacken gelte, so treffe das  auf den Schützenverein nicht zu, so der Oberschützenmeister. Mit der hier gelebten Gemeinschaft lebe die Tradition Schießsport weiter.

Bürgermeister Fritz Link sagte, der Verein habe sich im Laufe der Jahre gewandelt, aber stets seine Werte gewahrt. Mit derzeit 72 Mitgliedern, davon zehn aktiven, ist der Verein bestückt. Lediglich im Jugendbereich gibt es bei derzeit drei Mitgliedern noch Bedarf. Hier sei eine verantwortungsvolle Ausbildung gewährleistet.

Kameradschaft und gegenseitiges Vertrauen

Der Bürgermeister bescheinigte dem Verein, dass er Werte wie Kameradschaft, gegenseitiges Vertrauen und das Einbringen in die Vereinsgemeinschaft hochhält. In Bezug auf das Schützenhaus bemerkte er, dass aufgrund fehlender Gastronomie hier ein Treffpunkt für Geselligkeit und Gemeinschaft auch für Nichtmitglieder entstanden ist.

Er wünschte, dass der Verein weiter in einem sicheren Hafen steuere. Das Zitat „Hier gilt es, Schütze, deine Kunst zu zeigen“ von Friedrich Schiller war sein Schlusswort.

Michael Reiner vom Sportschützenkreis 3 würdigte das Ehrenamt und die Leidenschaft, die den Verein über Jahrzehnte geprägt haben. Hierfür galt seine ganze Anerkennung. Als Präsent hatte er einen kleinen Umschlag mit großem Inhalt dabei.

Lennart und Silas Weißer sorgten für die musikalische Untermalung

Lennart und Silas Weißer sorgten für die musikalische Untermalung.

Karlheinz Hoffmann

Ortsvorsteher Heinz Kammerer würdigte die damaligen Gründer im Jahr 1926, die mit Mut, Idealismus und Begeisterung den Verein ins Leben gerufen hatten. Über eine gesellschaftliche Begebenheit wusste der Ortsvorsteher zu berichten. Als im Gasthaus Krone noch die Trainingseinheiten stattgefunden haben, war im ersten Stockwerk die Poststelle untergebracht. Hier kam aber nie jemand auf dumme Gedanken, denn diese war bestens geschützt. So sei hier quasi die Geburtsstunde des Sicherheitsdienstes und der Security gewesen, wie er augenzwinkernd bemerkte.

In seiner Erinnerung waren auch Biathlonwettbewerbe. Diese wurden, egal ob Sieg oder Niederlage, gebührend im Schützenhaus gefeiert. Er dankte allen, die ihre Freizeit zum Wohle des Vereins opfern. Für anstehende Wettkämpfe wünsche er eine sichere Hand.

Zusammenhalt wird großgeschrieben

Für Patrick Scheel, den Präsidenten des badischen Sportschützenverbandes, sei das Jubiläum sehr beeindruckend. „Ihr könnt stolz darauf sein.“ Zusammenhalt wird hier großgeschrieben. Der Verein sei längst zu einer wichtigen Säule in der Dorfgemeinschaft geworden, die die Menschen zusammenbringt und verbindet, so Patrick Scheel.

Vom Deutschen Sportschützenbund gab es eine Plakette mit der Aufschrift „Dank und Anerkennung“. Ein besonderes Geschenk gab es vom badischen Sportbund. Der „Badische Greif in Gold“. Er wurde in der Majolikamanufaktur in Karlsruhe gefertigt. Dies gibt es nur bei besonderen Jubiläen.

„Ihr könnt stolz darauf sein.“
Patrick Scheel
Präsident des badischen Sportschützenverbandes

In die Reihe der Gratulanten reihte sich auch der Jugendförderverein mit seinem Vertreter Kai Weißer mit ein. So eine Leistung falle nicht so einfach vom Himmel. Gemeinsam mit den Vertretern der anderen örtlichen Vereine gab es als Präsent einen Scatt. Hierbei handelt es sich um einen professionellen Schießtrainer. Dieser kann auch im Jugendbereich eingesetzt werden. Alle hatten auch Umschläge dabei, deren Inhalt so der Oberschützenmeister in die Jugendarbeit fließen.

Der Verein

Der Sportschützenverein Weiler wurde 1926 gegründet. Derzeit zählt er 72 Mitglieder, davon zehn Aktive: Infos unter https://www.ssvweiler.de und bei Oberschützenmeister Martin Burgbacher.