Wirtschaft in Aichhalden
: Simon-Mutter Indus schaut „zuversichtlich nach vorn“

Die Simon-Muttergesellschaft Indus hat bei ihrer Hauptversammlung eine Dividenden-Ausschüttung von 1,20 Euro pro Aktie beschlossen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Indus-Vorstandsvorsitzender Johannes Schmidt zielt vor allem durch Zukäufe auf einen Konzernumsatz von drei Millarden Euro.

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Auf der heutigen ordentlichen Hauptversammlung der Indus Holding AG, der Muttergesellschaft der Simon-Gruppe in Aichhalden, im Congress-Centrum Nord der Kölnmesse stimmten die und Aktionäre den Beschlussvorlagen der Verwaltung mit großer Mehrheit zu. Insgesamt waren rund 47 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten.

Im Fokus der Versammlung stand auch in herausforderndem gesamtwirtschaftlichen Umfeld der positive Blick in die Zukunft: „Trotz aller Widrigkeiten schauen wir zuversichtlich nach vorn. Wir sorgen für Resilienz im Portfolio und entwickeln gemeinsam tragfähige Ideen, mit denen wir auch morgen und übermorgen Geld verdienen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Johannes Schmidt.

In seiner Rede betonte Schmidt die zukunftsgerichtete Aufstellung der Unternehmensgruppe. „Wir planen, in den nächsten sechs Jahren 500 Millionen Euro in Zukäufe zu investieren, um unser Portfolio gezielt zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu sichern. Unser Ziel ist es, bis 2030 einen Konzernumsatz von drei Milliarden Euro zu erreichen.“

Wachstum im Bestand

Neben dem zugekauften Umsatz durch Akquisitionen setzt Indus auch auf ein starkes organisches Wachstum im Bestandsportfolio. „Wir planen mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von fünf bis sechs Prozent im Bestand. Dafür arbeiten wir intensiv an der Internationalisierung und treiben die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle voran“, so Schmidt.

Internationalisierung ein Strategieteil

Die Internationalisierung bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtstrategie. Schmidt hob hervor, dass das bei INDUS bereits etablierte Prinzip „local for local“ ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sei und die Entkopplung der Wirtschaftsblöcke schon vorausdenke: „Wir schaffen lokale Produktionsstätten und Vertriebsstrukturen, um in den für uns relevanten Märkten präsent zu sein. Dadurch stärken wir die Resilienz unserer Beteiligungen und können schneller auf Marktentwicklungen reagieren.“

Kompetenzen bündeln

Die INDUS-Gruppe setzt weiterhin auf technologische Exzellenz. Mit der Bündelung von Kompetenzen in Technologiefeldern wird die Entwicklung neuer Produkte und Märkte vorangetrieben. „Wir kennen die Technologien, die morgen gebraucht werden, und investieren gezielt in deren Entwicklung“, erklärte Schmidt. Chancen für die Gruppe liegen auch im Infrastrukturpaket der Bundesregierung über 500 Mrd. EUR, das ab 2026 umgesetzt werden soll und Rückenwind für die Beteiligungen im Segment Infrastructure verspricht.

Alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen

Die Hauptversammlung folgte in allen abstimmungsrelevanten Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit den Vorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat. Mit der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende von 1,20 EUR je Aktie (VJ: 1,20 EUR) unterstreicht Indus erneut ihre Position als verlässlicher Dividendenwert. Die Dividendenrendite steigt auf 5,9 Prozent je Aktie (VJ: 5,4) bei einer beschlossenen Ausschüttungssumme von 29,9 Millionen Euro.

Leistungsfähigkeit bewiesen

Gemessen an der wirtschaftlichen Situation haben die Portfoliounternehmen der Indus-Gruppe auch 2024 in einem schwierigen Marktumfeld ihre Leistungsfähigkeit bewiesen: Die Gruppe erzielte ein operatives Ergebnis (EBIT) von 126,7 Millionen Euro (VJ: 149,6).

Kontinuität in der Führung

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. Ma beschlossen, Johannes Schmidt bis zum 31. Dezember 2027 als Vorstandsvorsitzenden zu bestellen. 2024 hatte der Aufsichtsrat bereits den Vertrag des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Rudolf Weichert um weitere drei Jahre bis zum 31. März 2028 verlängert. Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Abromeit in seiner Rede: „Wir sind sehr froh, mit Herrn Dr. Schmidt und Herrn Weichert in diesen unruhigen Zeiten zwei erfahrene Manager an Bord zu haben.“

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