Waldbrand in Schramberg: So kommt die Hilfe von oben - aus dem Löschhubschrauber

Das Zusammenspiel zwischen Flughelfergruppe am Boden, den Piloten sowie dem Operateur auf der Kufe des Hubschraubers lief wie am Schnürchen.
Dold- Löschhubschrauber half, den Waldbrand bei Schramberg unter Kontrolle zu bringen.
- Start kurz nach 11 Uhr trotz Regen, Nebel, Gewitterwarnung und Stromleitungen.
- 3000-Liter-Löschsack, Befüllung über B-Schläuche mit 1000 Litern pro Minute.
- 28 Abwürfe in steilem Gelände – danach war der Einsatz gegen 15.45 Uhr beendet.
- Flughelfergruppe aus dem Zollernalbkreis koordinierte mit Polizei, Reutlingen, Schömberg und Balingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein entscheidendes Rädchen war der Einsatz des Löschhubschraubers am Montagvormittag. Es gab zunächst einige Ungewissheiten, ob ein Start überhaupt möglich würde. Regen, Nebel, ein angekündigtes Gewitter und die Stromleitungen oberhalb des Brandherdes waren Faktoren, die berücksichtigt werden mussten.
Kurz nach 11 Uhr war es aber soweit: Der Löschhubschrauber der Polizei konnte vom Startplatz auf der Reute in Tennenbronn abheben. Er war mit einem Löschsack ausgestattet, der ein Fassungsvermögen von 3000 Liter hat, wie Feuerwehr-Pressesprecher Danny Barowka kurz vor dem Start informierte. Der Sack wurde von der Feuerwehr über B-Schläuche befüllt, die 1000 Liter Wasser pro Minute pumpen konnten.

Die Flughelfer befüllten den Löschsack mit Wasser.
Dold„Der Regen ist gut für die Brandbekämpfung. Für die Piloten macht es das aber schwieriger. Wir sehen aber deutliche Fortschritte“, sagte Sven Röger, Kreisbrandmeister aus dem Zollernalbkreis. Er leitete die Kräfte der Flughelfergruppe der Vegetationsbrandeinheit des Zollernalbkreises, die mit zehn Personen in Tennenbronn war. Ebenfalls eingebunden in diesen Einsatz war die Feuerwehr Reutlingen, Unterstützung kam von den Feuerwehren Schömberg mit einem Löschfahrzeug und Balingen mit einem Wechselladerfahrzeug.

Die Flughelfergruppe kam aus dem Zollernalbkreis angerückt.
DoldDas Zusammenspiel der Flughelfergruppe und der beiden Piloten des Löschhubschraubers lief wie am Schnürchen. 14 Ladungen konnte Hubschrauber in besonders steilem und unzugänglichem Gelände abwerfen. Anschließend musste der Helikopter betankt werden und es konnten weitere 14 Ladungen eingesetzt werden, bis der Einsatz gegen 15.45 Uhr abgeschlossen werden konnte.

Im Nu kam der Hubschrauber zurück, wurde wieder befüllt - und schon ging es zum nächsten Abwurf von Löschwasser.
DoldDie Piloten im Löschhubschrauber wurden von einem sogenannten „Operator“ unterstützt. Dieser stand im Freien auf einer Kufe des Hubschraubers und war mit einem Seil gesichert. Von dort aus hatte er den besten Überblick und konnte die Piloten dirigieren, damit diese die optimale Abwurfstelle fanden. Ansonsten hätte der Wasserstrahl von oben im schlimmsten Fall die Einsatzkräfte am Boden treffen können - was schwerwiegende Folgen hätte haben können.

Das Löschen aus der Luft trug zum Erfolg des Einsatzes wesentlich bei.
DoldEin weiterer Hubschrauber der Polizei stand zur Beobachtung des Geschehens parat. „Es war zwar zuerst etwas neblig, aber wir konnten trotzdem relativ problemlos fliegen“, sagte Sven Röger. Ohne den Einsatz des Löschhubschraubers hätte die Brandbekämpfung zumindest länger gedauert, ist sich der Kreisbrandmeister sicher. Die beiden Hotspots in der Hanglage wären sonst kaum zu erreichen gewesen. Letztendlich sei es aber eine Teamleistung aller Beteiligten gewesen, was zum Erfolg geführt habe.

Immer wieder gingen bange Blicke nach oben.
DoldAlarmiert worden sei die Gruppe am Montagvormittag über die Leitstelle Rottweil. Am Sonntagabend habe es keine Anforderung gegeben, so Röger. „Das ist immer eine Abwägungssache, da der Hubschraubereinsatz eine sehr teure Ressource ist“, betont er.

Ob ein Löschhubschrauber zum Einsatz kommt, ist Abwägungssache.
DoldDas Zusammenspiel der Einsatzgruppe mit dem Löschhubschrauber der Polizei wird zwei Mal pro Jahr genau für solche Fälle wie in Schramberg geübt. Die Flughelfergruppe besteht seit vier Jahren. „In Schramberg war es der erste Realeinsatz unserer Gruppe“, sagt Röger. In Baden-Württemberg gibt es nur noch einen weiteren solchen Trupp an der Landesfeuerwehrschule.
