Vortrag in Schenkenzell: Zeitzeugen schildern Eindrücke vom Hofleben

Willy Schoch untermalt seinen Vortrag mit einer Fotopräsentation und Zeitzeugenaussagen.
Willy SchochEingeladen zu diesem Thema hatte das Seniorenwerk Wittichen. Heimatforscher Willy Schoch sagte einleitend „Es gibt viele Arten, mit deren Geschichte umzugehen. Eine Art, das muss nicht immer die schönste sein, ist die, sie selbst zu erleben. Eine andere ist die, Zeitzeugen zu fragen, die das selbst erlebt haben“.
Er hatte sich mit den Alltagsgeschichten früherer Generationen eingehend befasst. Einem Leben der Bauersleute, geprägt von harter Arbeit, Entbehrungen und einem tiefen Zusammenhalt innerhalb der Familien. Es sei keine heile Welt gewesen. Aber eine Zeit, die mit einem tiefen Gefühl der Zufriedenheit erfüllt war, so Willy Schoch.
Der Vortrag war hinterlegt mit vielen Bildern der damaligen Zeit und vor allem mit den sehr besinnlichen und nachdenklichen Aussagen der Zeitzeugen. Besonders berührt waren die Zuhörer von der Aussage einer Bäuerin: „Heut denk i, wie hab i au des alles gmacht?“
Schoch hatte seinen Rückblick in mehrere Abschnitte unterteilt. Beginnend mit dem Leben der Schwarzwaldbäuerin allgemein, weiter über die Mädchenzeit („Mir hen eich ufzoge, jetz schaffe ner zerscht ebbis“), die Partnerwahl („Also, wenn da die kriegsch, no bisch net ogschmiert, die kann schaffe“) bis hin zur Hochzeit. Eine schwierige Zeit dann das Zusammenleben der Jungbäuerin mit der Familie („Do war ich sunterschte Glied. Des isch johrelang so gloffe“).
Reicher Kindersegen
Und der vielfach reichliche Kindersegen und die Kindererziehung. Der vielseitige und unermüdliche Arbeitsalltag der Bäuerin vom Haushalt, der Feldarbeit bis hin zum Waschen und Backen unter einfachsten Verhältnissen.
Die Zuhörer waren von dem kurzweiligen Bildvortrag begeistert. Willy Schoch bat darum, „die Generationen vor uns besser zu verstehen. Vielleicht werde man mit diesen Erinnerungen seine eigene Lebenssituation besser einschätzen und bewerten können“.