Tunnelsanierungen: Schiltach muss sich auf schwierige Zeiten einstellen

Der Schlossbergtunnel muss ebenso wie der Kirchbergtunnel saniert werden. (Archivbild)
Niklas Ortmann- Schiltach plant Tunnelsanierungen: Kirchberg- und Schlossbergtunnel werden modernisiert.
- Der Kirchbergtunnel ist von Mai 2028 bis Juli 2029 für rund 14 Monate gesperrt.
- Der Schlossbergtunnel folgt voraussichtlich von September 2029 bis März 2030.
- Umleitungen durch die Innenstadt belasten den Verkehr – eine „Chaosphase“ gilt als möglich.
- Rund 200 Bürger informierten sich, gaben Anregungen; Stadt und RP setzen auf Zusammenarbeit.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die geplante Sanierung der beiden Schiltacher Tunnel wird für die Stadt und ihre Bürger zu einer großen Herausforderung. Das wurde bei einer Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Freiburg (RP) am Mittwochabend in der Friedrich-Grohe-Halle deutlich. Rund 200 Interessierte waren gekommen, um sich über die Bauarbeiten und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen zu informieren.

Rund 200 Zuhörer fanden sich zur Infoveranstaltung ein.
RegierungspräsidiumNach der Begrüßung durch Ingo Hugle vom Regierungspräsidium stellte Projektleiter Daniel Heilig die Pläne für die Modernisierung des Kirchberg- und Schlossbergtunnels vor. Dabei ging es insbesondere um die langen Sperrzeiten der beiden Tunnel. Nach derzeitigem Planungsstand soll der Kirchbergtunnel von Mai 2028 bis Juli 2029 für etwa 14 Monate gesperrt werden. Anschließend folgt der Schlossbergtunnel, der voraussichtlich von September 2029 bis März 2030 für rund sieben Monate nicht befahrbar sein wird.
Umleitungen werden Belastungsprobe
Während dieser Zeit muss der Verkehr teilweise durch die Schiltacher Innenstadt umgeleitet werden. Zwar sind auch weiträumige Umleitungen über andere Bundes- und Landesstraßen vorgesehen. Dennoch rechnet das RP mit erheblichen zusätzlichen Belastungen für die Stadt. Wie bei der Veranstaltung erläutert wurde, hat eine Verkehrsuntersuchung ergeben, dass der innerörtliche Verkehr bereits heute einen wesentlichen Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen hat. Die Schiltacher könnten deshalb selbst dazu beitragen, die Belastung während der Bauarbeiten zu verringern, indem sie unnötige Autofahrten vermeiden. Allerdings macht sich das Regierungspräsidium keine Illusionen darüber, dass die Umstellung sofort reibungslos funktionieren wird. Gerade zu Beginn der Sperrungen werde es voraussichtlich eine „Chaosphase“ geben, räumt die Behörde ein.
Anregungen aus der Bevölkerung
Nach einer kurzen Fragerunde konnten die Besucher an mehreren Informationsständen direkt mit den Projektverantwortlichen sprechen. Nach Angaben von RP-Pressesprecherin Heike Spannagel nutzten zahlreiche Bürger diese Gelegenheit, um Fragen zu stellen und Anregungen für die noch auszuarbeitende innerörtliche Verkehrsführung einzubringen. Die Stimmung sei insgesamt sehr konstruktiv gewesen. Auch Bürgermeister Thomas Haas nahm an der Veranstaltung teil. Er begrüßte nach Angaben des RP, dass die Behörde so frühzeitig und transparent über das Großprojekt informiert. Das Regierungspräsidium betont, dass die schwierige Bauphase nur gemeinsam bewältigt werden könne. Bürger, Unternehmen, Stadtverwaltung und Regierungspräsidium müssten dabei an einem Strang ziehen.