Theater in Schramberg: Ein Haus als Zeuge der Geschichte

Weimarer Republik, NS-Zeit, Krieg, DDR, Wiedervereinigung und Nachwendezeit: „Die Heimsuchung“ in Schramberg spannt einen Bogen über fast hundert Jahre deutscher Geschichte.
Manuel Wagner- Multimediale Bühnenfassung „Die Heimsuchung“ zeigt fast 100 Jahre deutscher Geschichte.
- Ort und Termin: Bärensaal Schramberg, Freitag, 9. Oktober, 19.30 Uhr.
- Ein Sommerhaus an einem märkischen See verbindet persönliche Schicksale mit Umbrüchen.
- Erzählt werden viele Lebensläufe – von Weimarer Republik bis Wiedervereinigung und Nachwendezeit.
- Karten gibt es online über Reservix sowie im Rathaus Schramberg und im Bürgerbüro Sulgen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Haus an einem märkischen See, seine Bewohnerinnen und Bewohner und fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte: Am Freitag, 9. Oktober, um 19.30 Uhr ist die Badische Landesbühne mit dem Schauspiel „Die Heimsuchung“ beim Theaterring im Bärensaal zu Gast.
Die Inszenierung basiert auf dem gleichnamigen Roman der Schriftstellerin Jenny Erpenbeck und wurde von Daniel Schüßler und Hanna Held für die Badische Landesbühne eingerichtet. Erpenbecks Roman ist zudem Abitur-Schwerpunktthema Deutsch 2026.
Im Mittelpunkt steht ein Sommerhaus an einem märkischen See. Über Jahrzehnte hinweg wechseln seine Bewohnerinnen und Bewohner – und mit ihnen verändert sich auch das Land. Ihre Lebensgeschichten spiegeln die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche Deutschlands wider: von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg bis zum Ende der DDR, der Wiedervereinigung und der Nachwendezeit.
Eigene Dramatik
Dabei erzählt Erpenbeck nicht die Geschichte Deutschlands aus einer einzigen Perspektive. Stattdessen lässt sie ein knappes Dutzend unterschiedlicher Lebensläufe nebeneinanderstehen. Jedes Schicksal erhält seine eigene Geschichte, seine eigene Sprache und seine eigene Dramatik. Zusammen ergeben die einzelnen Episoden ein vielschichtiges Panorama des vergangenen Jahrhunderts.
Es geht um Menschen, die besitzen und verlieren, um Heimat und Vertreibung, um Krieg und Frieden, um politische Veränderungen und persönliche Brüche. Das Haus selbst wird dabei zum stillen Zeugen der wechselnden Zeiten und der Schicksale seiner Bewohner.
Ein Roman wird zur Multimedia-Performance
Die Badische Landesbühne überträgt Erpenbecks Stoff in eine multimediale Bühnenfassung. Dabei werden die persönlichen Geschichten mit den großen historischen Entwicklungen verbunden. So entsteht ein Blick auf ein Jahrhundert deutscher Geschichte, der zugleich von außen auf die Gegenwart zurückschaut.
Die Inszenierung stellt dabei nicht nur historische Ereignisse in den Mittelpunkt, sondern fragt auch danach, wie sich politische Umbrüche auf das Leben Einzelner auswirken. Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich und machen deutlich, dass Geschichte nicht allein aus Jahreszahlen und politischen Entscheidungen besteht, sondern vor allem aus den Geschichten der Menschen, die sie erleben.
„Die Heimsuchung“ verspricht damit einen Theaterabend, der historische Perspektiven mit persönlichen Schicksalen verbindet – und einen Stoff auf die Bühne bringt, der angesichts der deutschen Geschichte zugleich zeitlos und aktuell erscheint.
Kartenvorverkauf
Der Kartenvorverkauf ist frei. Online sind Tickets über Reservix – Schramberg erhältlich. Karten gibt es außerdem im Rathaus Schramberg beim Bürgerservice, im Bürgerbüro Sulgen sowie über Reservix.