Teufelsnacht in Aichhalden
: Höllische Kreaturen trotzen der Kälte

Frostige Temperaturen hielten weder die gastgebenden Erzknabberteufel noch die zahlreichen Gastzünfte davon ab, den alljährlichen Nachtumzug zu zelebrieren. Die Narren vertrieben den Frost mit ausgelassener Stimmung.
Von
Annika Benner
Oberndorf
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Auch die Hochsteiger Hexen aus Lauterbach waren in Aichhalden zu Gast.

Annika Benner

Zur 33. Aichhalder Teufelsnacht hatten die Erzknabberteufel aus Aichhalden 57 Zünfte beim Nachtumzug zu Gast. Dafür war ein Teil der Hästräger von weit her angereist. So kamen die Zünfte nicht nur aus dem Umland, sondern bis aus den Regionen Markgräflerland, Hochschwarzwald oder aus dem Stuttgarter Raum.

Die Aufstellung des Zugs von der Tankstelle Storz bis hin zum Schreiner Nübel wurde traditionsgemäß von den Erzknabberteufeln angeführt, eine Vielzahl an Gastzünften folgte ihnen nach.

Wie üblich wurde mit dem Feuerwerk der farbenfrohe Startschuss abgegeben, der Bewegung in die eingefrorenen Gliedmaßen der Zuschauer brachte.

Warme Gemüter trotz eisigen minus vier Grad

Selbst eisige Temperaturen von minus vier in dieser Nacht konnten die Hästräger nicht lähmen. Der Zug nahm unaufhaltsam die übliche Route von der Sulgener Straße, über die Hauptstraße bis zum Reißerweg.

Kopfbedeckungen gesammelt

Entlang ihres Weges sorgten die Narren für beste Unterhaltung. Es wurden wahre Kollektionen an Kopfbedeckungen eingesammelt, Umstylings von Frisuren und Gesichtern vorgenommen, Schuhe fester verschnürt, humorvolle Abreibungen verpasst und Schaulustige ein Stück des Weges geleitet.

Süßes, Saures und Spektakel

Neben Streichen teilten die Hästräger auch Süßigkeiten aus und boten den ein oder anderen Likör zum Aufwärmen an. Einige Narren präsentierten gar akrobatische Darbietungen. Ob eine närrische Pyramide bilden, Purzelbäume schlagen, in den Handstand gehen oder ein Tänzchen aufführen – alles war geboten. Besondere Akzente für einen Nachtumzug hatten so manche an ihrem Häs mit farbigen LEDs und Knicklichtern gesetzt. Neben den Rufen animierten die Guggenmusiken mit rhythmischen Melodien, in Bewegung zu bleiben, und so nicht wie angewurzelt festzufrieren.

Zahlreiche Verpflegungsstände

Auch kulinarisch wurde einiges geboten: Entlang der Route standen zahlreiche Stände mit warmen Speisen und Getränken bereit, die bei den eisigen Außentemperaturen dankbar angenommen wurden.

Ausgelassenes Finale

Nach dem Umzug fanden sich die Zünfte in der Josef-Merz-Halle und auf der Festplatzanlage ein, wo ein abwechslungsreiches Programm auf sie wartete. Showtänze, traditionelle Darbietungen, Männerballette und kraftvolle Guggenmusik sorgten für eine großartige Stimmung. Im Anschluss wurde bis in die frühen Morgenstunden mit DJs Fasnet gefeiert.

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