Tennenbronner Heimathaus: Vom Mittelberg ins Mittelalter

Der Stoffeleshof am Mittelberg
Heimathaus- Heimathaus setzt Vortragsreihe „Tennenbronner Zinken“ mit Fokus auf den Mittelberg fort.
- Bernhard Fleig spricht über Entstehung und Aufteilung der Ur-Höfe rund um den Mittelberg.
- Grundlage sind alte Aufzeichnungen und die Gemarkungskarte von 1909 mit Hofgrenzen.
- Fritz Wöhrle ergänzt mit Infos zur alten Erzgrube am bewaldeten Nordhang.
- Vortrag am Mittwoch, 14. Oktober, 19.30 Uhr im katholischen Pfarrsaal Tennenbronn, Eintritt frei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie sind die ältesten Höfe Tennenbronns entstanden, und welche Spuren ihrer Geschichte lassen sich heute noch entdecken? Mit dem Mittelberg setzt das Heimathaus seine Vortragsreihe „Tennenbronner Zinken“ fort. Referent Bernhard Fleig beschäftigt sich mit den frühen Aufzeichnungen über die Besitztümer der einstigen Herrschaften und nimmt dabei die Höfe auf der südlichen Erhebung des Dorfes in den Blick.
Alte Hofgrenzen
Eine wichtige Grundlage für die historische Spurensuche bildet die Gemarkungskarte aus dem Jahr 1909, auf der die alten Hofgrenzen größtenteils verzeichnet sind. Ihre genaue Betrachtung ermöglicht Rückschlüsse auf die Entwicklung der sogenannten Tennenbronner Ur-Höfe. In welcher Reihenfolge diese entstanden, ist bis heute unbekannt. Ihre Ursprünge reichen in eine Zeit zurück, aus der weder schriftliche Aufzeichnungen noch bauliche Überreste erhalten sind. Erst später ließen die jeweiligen Herrschaften Verzeichnisse ihrer Besitzungen anfertigen.
Bernhard Fleig begibt sich mit den Zuhörern laut Mitteilung auf eine Zeitreise ins Mittelalter. Dabei geht es um die mögliche Entstehung der Ur-Höfe rund um den Mittelberg und ihre Aufteilung im Laufe der Jahrhunderte. Dabei könnte sich für manchen heutigen Hofbesitzer eine überraschende Erkenntnis über das Alter seines Hofguts ergeben.
Während der bewaldete Nordhang des Mittelbergs weitgehend unbebaut blieb, gab es dort Versuche, Erz abzubauen. Diesem Kapitel der Ortsgeschichte widmet sich Fritz Wöhrle in einem ergänzenden Beitrag. Er vermittelt Wissenswertes über die alte Erzgrube.
Der Vortrag findet am Mittwoch, 14. Oktober, um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrsaal in Tennenbronn statt. Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Rund um den Mittelberg
Wer die historische Landschaft selbst erkunden möchte, hat dazu wenige Tage später Gelegenheit: Am Sonntag, 18. Oktober, veranstalten das Heimathaus und der Schwarzwaldverein gemeinsam eine Zinkenwanderung rund um den Mittelberg. Zwei Touren mit unterschiedlichen Streckenlängen stehen zur Auswahl.
Die große Wanderung startet um 8.30 Uhr an der Sport- und Festhalle. Die Route führt über den Dorfberg und die Koppenmühle auf Waldwegen hinauf zum Mittelberg und weiter zum Stoffeleshof, wo eine Rast vorgesehen ist. Anschließend geht es über Hub, Schützen, Weiherhalde und Dorfweiher zurück zum Ausgangspunkt. Die Strecke ist rund zehn Kilometer lang und umfasst etwa 400 Höhenmeter im Auf- und Abstieg.
Frohsinn-Kilbe
Die kürzere Tour beginnt ebenfalls an der Sport- und Festhalle, allerdings erst um 9.30 Uhr. Über die evangelische Kirche und den Unterschiltacher Weg führt der Weg hinauf zum Mittelberg. Dort treffen sich beide Gruppen und wandern gemeinsam zum Rastplatz.
Nach der Rast geht es weiter Richtung Hub. Der Rückweg der kleinen Tour verläuft über den Holzabfuhrweg bis Auto-Waller und zurück zur Sport- und Festhalle. Diese Strecke umfasst rund sieben Kilometer und etwa 350 Höhenmeter.
Den gemeinsamen Abschluss bildet gegen 15 Uhr die Frohsinn-Kilbe in der Sporthalle.